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Neu gegründetes BRYTER Center for Digitalization and Law an der EBS Universität widmet sich Fragen der Digitalisierung in juristischer Forschung und Lehre

2. März 2022 | Von: Pressestelle EBS Universität
BRYTER_Law School

v.l.: Michael Grupp, Dr. Micha-Manuel Bues, Prof. Dr. Emanuel V. Towfigh


Die Digitalisierung hat auch den Rechtsmarkt und juristische Tätigkeiten erreicht. Software übernimmt zunehmend Standardaufgaben und wird alltäglicher Bestandteil der juristischen Arbeitswelt. Gemeinsam haben die EBS Universität für Wirtschaft und Recht und die führende juristische No Code-Automatisierungsplattform BRYTER das BRYTER Center for Digitalization & Law geschaffen, das sich dezidiert den Fragen der digitalen Transformation des Rechts in Lehre und Forschung widmet. Das Center wird von Prof. Dr. Emanuel V. Towfigh wissenschaftlich geleitet, unterstützt von den Co-Direktoren Michael Grupp und Dr. Micha-Manuel Bues.

Digitalisierung beschreibt einen weitreichenden wirtschaftlichen wie auch gesellschaftlichen Wandel, der nahezu alle Lebensbereiche nachhaltig beeinflusst. Die Besonderheit dieses Wandels liegt darin, dass nicht nur die Gegenstände des Rechts, sondern auch die juristische Arbeitsweise und das Recht selbst der digitalen Transformation unterworfen sind. Das stellt die juristische Ausbildung vor die Herausforderung, die durch die Digitalisierung aufgeworfenen Fragstellungen sowie den Einsatz neuer Technologien in der juristischen Arbeit aufzugreifen und den Studierenden in praxisorientierten Formaten zu vermitteln. Mit der Gründung des BRYTER Center for Digitalization & Law bündeln die EBS Universität und die No Code-Automatisierungsplattform BRYTER hierzu wissenschaftliche mit praktischer Expertise an der Schnittstelle von Recht, Wirtschaft und Technologie.

Das Center widmet sich in Lehre und Forschung einerseits den diversen durch die Digitalisierung aufgeworfenen Rechtsfragen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden andererseits die Auswirkungen des zunehmenden Einsatzes technologischer Anwendungen in der Rechtsanwendung selbst. Hierzu werden praxisnahe, interdisziplinäre Forschungsvorhaben durchgeführt sowie Fachtagungen und Workshops mit Studierenden angeboten. Außerdem wird das Center aktiv in die Lehre eingebunden, um Studierende in diesem Bereich auf die Herausforderungen der Berufspraxis vorzubereiten. Damit fokussiert sich die EBS Universität neben dem 2019 gegründeten Schwerpunktbereich „Recht der Digitalisierung“ und dem „Legal Innovation Lab“ noch stärker auf das Zukunftsthema Digitalisierung.

„Zukünftige Juristinnen und Juristen benötigen ein umfassendes und systemisches Verständnis des Megatrends Digitalisierung. Daher binden wir BRYTER aktiv in die Lehre an der EBS Law School ein. So gewinnen unsere Studierenden Einblicke in ihre zukünftige Arbeitswelt und den Umgang mit den entsprechenden Werkzeugen und Tools im Bereich Legal Tech. Zudem können sie durch die Nähe zu den Geschäftsführern von BRYTER, Michael Grupp und Dr. Micha-Manual Bues, die Entwicklung eines schnell wachsenden Technologieunternehmens mitverfolgen. Ich freue mich außerordentlich auf die Zusammenarbeit“, erklärt Prof. Dr. Emanuel V. Towfigh, Direktor des Centers sowie Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Empirische Rechtsforschung und Rechtsökonomik, die Vorteile der Kooperation.

„Wer heute ein juristisches Studium beginnt, wird in eine völlig andere Arbeitswelt eintreten – das muss die juristische Ausbildung dringend berücksichtigen. Je früher Studierende mit der Nutzung von Rechtstechnologien in Berührung kommen, desto besser. Daher ist es uns eine Herzensangelegenheit, die juristische Ausbildung und Forschung zu unterstützen“, so Co-Direktor Michael Grupp. „So wie Informatik eine Anwendungswissenschaft ist, erfordert Legal Tech die Kombination von Theorie und Anwendungspraxis und wir freuen uns, den praktischen Teil für ein holistisches Ausbildungskonzept in dem noch neuen Querschnittsbereich beisteuern zu dürfen. Die EBS Law School mit ihrem Fokus auf zukunftsorientierte, hochqualitative Juristenausbildung ist für BRYTER hierbei ein idealer Partner.“ Dr. Micha-Manuel Bues führt weiter aus: „Arbeitgeber erwarten von ihren zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als eine juristische Ausbildung nach Schema F. Wir möchten Studierende dabei unterstützen, neugierig zu sein, Wege abseits der Norm zu entdecken und die digitale Transformation des Rechts aus nächster Nähe zu erleben. Auch an der Forschung in diesem Bereich sind wir stark interessiert und möchten diese vorantreiben. Wir freuen uns, dies gemeinsam mit der EBS Law School anzugehen.“

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