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Start-up: SharpenMarketing

20. August 2021 | Von: Melanie Thomas, Digital Marketing Manager
Porträt von EBS Student Samuel Pemsel (Foto: Oliver Nauditt)

EBS Student Samuel Pemsel hat bereits als Schüler ein Unternehmen gegründet. (Foto: Oliver Nauditt)


Mit gerade einmal 18 Jahren ist Samuel Pemsel eine der jüngsten Unternehmensgründer an der EBS Universität. Bereits als Schüler hat er die Agentur SharpenMarketing gegründet und beginnt im Wintersemester 2021 mit seinem Bachelorstudium. Wir sind beeindruckt und haben Samuel interviewt.

Wie ist die Idee für SharpenMarketing entstanden?

Gestartet als 0815-Agentur haben wir schnell gemerkt, dass es mit dieser Positionierung nichts mit dem Wachstum, den ich mir eigentlich vorgestellt habe, wird. Also haben wir überlegt, was wir besser als andere Agenturen können: Wir verstehen die junge Generation, ihre Wünsche und Nutzerverhalten. Auf Basis dieser Erkenntnis haben wir unseren Fokus, unsere Alleinstellungsmerkmale sowie unser grundlegendes Geschäftsmodell mit der Zeit entwickelt. Heute verbinden wir mittelständische Unternehmen mit jungen Talenten – und das datengetrieben, zielgruppenorientiert und kosteneffizient. Hierfür greifen wir auf unseren Talentpool (aktuell ca. 4.000 junge Talente) sowie Performance Recruiting Anzeigen auf individuell ausgewählten sozialen Netzwerken zurück.

SharpenMarketing besteht aktuell aus sieben Personen, geht auf einen kleinen sechsstelligen Umsatz zu und arbeitet für namhafte Unternehmen wie bspw. einen Konzern, den wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht namentlich nennen dürfen, die Dr. Peters Group, den Bayerischen Bauernverband sowie vielen weiteren KMUs.

Wie kam es, dass du bereits vor Studienbeginn gegründet hast?

Alles hat mit dem Eintreten in die siebte Klasse vor mehr als fünf Jahren begonnen. Meine besten Freunde, mit welchen ich stundenlang PC spielen konnte, mussten von dem Gymnasium gehen, wodurch der Kontakt abgebrochen und mir der Spielspaß verloren gegangen ist (…rückblickend Gott sei Dank!). Die entstandene freie Zeit wollte ich mit etwas Sinnvollem füllen, woraufhin ich mich mit der Börse beschäftigt und drei Monate später, über den Namen meines Vaters, meinen ersten ETF gekauft habe. Doch mit 14 Jahren kann man, sofern nur eigen erarbeitetes Geld verwendet wird, nicht wirklich investieren. Also wollte ich Geld verdienen – zuerst durch das Austeilen von Zeitungen, später mit dem Erstellen von Webseiten & Co. Dies hat mir aber bereits nach kurzer Zeit nur noch wenig Spaß gemacht. Schließlich saß ich täglich mehrere Stunden vor dem Rechner, habe zwar als Jugendlicher gutes Geld verdient, aber irgendwann hat mir der Impact gefehlt, woraufhin ich immer weiter in die Gründerszene reingerutscht bin.

Was sind die größten Herausforderungen auf dem Weg zur Unternehmensgründung?

Puh, da gibts so einige, die gar nicht so leicht zu nummerieren sowie zu ordnen sind. Hier muss ich hinzufügen, dass ich einen „besonders schweren Gründungsprozess“ hinter mir gelassen habe. Schließlich habe ich als einer von wenigen in Deutschland im Rahmen eines fast elfmonatigen Prozesses vor dem Amtsgericht zu Düsseldorf meine uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit vorzeitig (im Alter von 15 Jahren) erfolgreich errungen. Erst nach Erhalt dieser konnte ich wie jeder Volljährige auch, mein eigenes Unternehmen gründen.

Rückblickend erachte ich die rechtlichen und bürokratischen Hürden zwar als äußerst hindernd, jedoch nicht als größte Herausforderung. Viel schwieriger erachte ich das Ansetzen als frischer Gründer oder frische Gründerin – unabhängig vom Alter – an den richtigen Aufgaben. Sprich das Bearbeiten der Aufgaben, die wirken und nicht den Fokus auf die Aufgaben zu legen, die nach Außen „fancy“ aussehen (wie bspw. das Erstellen einer schön aussehenden Webseite). Am wichtigsten ist, „den Laden ins Laufen zu bringen“ – und das funktioniert nur, indem eine ausgewählte Zielgruppe das Produkt oder die Leistung kennenlernt, nutzt und Feedback zur Optimierung gibt.

Zukunftsausblick: Wenn ich eins in den letzten Monaten gemerkt habe, ist es nur im geschlossenen Kreis über Zukunftsaussichten des eigenen Start-ups zu sprechen. Was ich aber garantiert sagen kann, ist, dass wir selbstverständlich unser bestehendes Geschäft weiter ausbauen, wachsen sowie im Jahr 2021 einen noch größeren Impact im Recruiting – vor allem innerhalb deutscher KMUs – einnehmen wollen/werden.

Worauf freust du dich am meisten auf das Studium an der EBS?

Ich freue mich sehr auf die Menschen, die Inhalte sowie den Mix zwischen Theorie und Praxis. Die Menschen, darunter vor allem – womit ich keinesfalls die anderen zahlreichen Akteure im EBS Kosmos reduzieren möchte (!) – die Professoren, die mir (hoffentlich… selbstverständlich gepaart mit einer gewissen Eigeninitiative) ein akademisches Grundwissen lehren, sodass ich in meinem Leben als Start-up Gründer nicht mehr nur noch nach dem Prinzip „Learning by Doing“ handeln muss. Darüber hinaus freue ich mich auf meine Kommiliton:innen, spannende Projekte wie zum Beispiel das EBS Onboarding Project oder auch werthaltige Diskussionen mit den Alumni – ganz zu schweigen von den namhaften Events (EBSpreneurship Forum & Co.).

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Melanie Thomas
Digital Marketing Manager
+49 611 7102 1596
melanie.thomas@ebs.edu