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Start-up: nuwo

25. Februar 2021 | Von: Melanie Thomas, Digital Marketing Manager
nuwo Gründer Lukas Schlund (EBS Alumnus) und Lisa Rosa Bräutigam

Studieren und Arbeiten von zu Hause bringt einige Herausforderungen mit sich. 2020 hat dies deutlich gezeigt. Ohne ergonomische Büromöbel stellen sich schnell negative Begleiterscheinungen wie Rücken- oder Nackenschmerzen ein. Unser Alumnus Lukas Schlund hat gemeinsam mit Lisa Rosa Bräutigam das Unternehmen nuwo gegründet. Mit nuwo können Angestellte kostengünstig ihren Arbeitsplatz für zu Hause einrichten. Mehr dazu lesen Sie in diesem Interview.


Wie ist die Idee für nuwo entstanden?

Als Anfang 2020 die Corona-Pandemie Europa erreichte und Firmen sich plötzlich intensiv mit dem Thema Homeoffice auseinandersetzen mussten, arbeitete ich bereits jahrelang “Remote-First” aus dem Homeoffice. Mit Zuspitzung der Lage und dem Beginn des ersten Teil-Lockdowns lief von heute auf morgen jeder Termin über Zoom, Teams oder Google Hangout. Die Klienten, Kunden und Partner waren auf einmal in den eigenen vier Wänden und nicht mehr im Büro. “Mach doch mal deine Kamera an” war der meist gesagte Satz in Teammeetings, direkt gefolgt von “Du bist auf mute.” Die Homeoffice-Problematik kristallisierte sich sehr schnell heraus und war gerade nicht, wie von einer Vielzahl von Arbeitgebern befürchtet, ein Produktivitätsverlust. Bei steigender Produktivität machte sich eine Tatsache bei den Mitarbeitern im Homeoffice schmerzhaft bemerkbar: Fast niemand war zu Hause richtig ausgestattet, weder mit einem Schreibtisch noch einem ergonomischen Bürostuhl. Viele Video Calls wurden aus der Küche, dem Esszimmer oder dem Wohnzimmer erledigt, manche sogar aus dem Schlafzimmer. Jeder Einzelne versuchte das Beste aus der gegebenen Situation zu machen – es sei ja sowieso nur temporär. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis war das Thema Homeoffice nun plötzlich in aller Munde. Sie konnten gar nicht glauben, dass die Situation, zumindest was das Arbeiten von zu Hause anging, für mich absolut keine Umstellung darstellte. Zusammen mit Schlagworten wie New Normal und Hybrid Working polarisierte das Thema Homeoffice auf einmal wie kein zweites.

Zu dieser Zeit beschäftigte uns zum ersten Mal der Gedanke, dass sich hier ein grundlegend neuer Markt eröffnet und ein Problem entsteht, das dringend gelöst werden muss. Nach zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Personen aus den unterschiedlichsten Sparten manifestierte sich schließlich eine Idee: “Homeoffice as-a-Service.” Zusammen mit seiner Mitgründerin Lisa Rosa Bräutigam wurde die Idee geboren, Mitarbeiter über ein Dienstmöbelleasing-Konzept individuell auszustatten. Die Geschmäcker und Wohnsituationen sind so verschieden, wie die Menschen selbst – daher uns beiden klar, dass man sich nicht auf eine Produktlinie oder einen Hersteller reduzieren sollte. Ein Fachhändlernetz müsste es geben, um sich individuell und kompetent beraten und ausstatten zu lassen.

Wie funktioniert nuwo?

nuwo bietet eine Plattform, die es Arbeitgebern und Arbeitnehmern leicht macht, sich zu Hause ergonomisch und rechtssicher auszustatten, da alle Prozesse komplett automatisiert und sicher digital abgewickelt werden. Da es hierbei um eine Lösung für die eigenen vier Wände geht, sollte diese natürlich einerseits stylisch und individualisierbar, gleichzeitig aber kostengünstig bzw. finanziell attraktiv sein. nuwo macht dies mit Dienstmöbel-Leasing möglich. Dabei setzt nuwo auf ein Fachhändlernetzwerk, um Beratung, Aufbau, Lieferung und Wartung dezentral und kompetent über ganz Deutschland verteilt zu gewährleisten.

Statt hochwertige Büroeinrichtung teuer selbst zu kaufen, können Arbeitnehmer diese steuervergünstigt über ihren Arbeitgeber leasen. Unternehmen schließen dazu einen Vertrag mit dem Start-up. Angestellte suchen sich anschließend die Möbel aus, die sie benötigen – bei einem der zurzeit 40 mit nuwo kooperierenden Büroausstatter. Nach der Auswahl erstellen diese ein Angebot mit den von Mitarbeitern ausgesuchten Möbeln. Die Übermittlung an den Arbeitgeber läuft digital über die Plattform, der dann darüber entscheiden kann, mit welchem Anteil er sich an den Kosten beteiligt. Vergleichbar ist das Modell mit Anbietern wie Jobrad, das Arbeitnehmern die Möglichkeit bietet, ein Dienstfahrrad steuervergünstigt über ihren Arbeitgeber zu erhalten. nuwo ist die Lösung, die die Arbeitswelt momentan und zukünftig wirklich braucht, um präventiv gesundheitlichen Risiken und Arbeitsausfällen vorzubeugen.

Was sind die größten Herausforderungen auf dem Weg zur Unternehmensgründung?

Wenn man sein Unternehmen voran bringen will, sollte man sich Vollzeit zu seiner Idee committen und diese mit 100 % seiner Zeit und seiner Energie vorantreiben. Dabei besteht meiner Meinung nach die Herausforderung darin, den richtigen Absprung zu schaffen. Natürlich ist es riskant, seinen vielleicht gut bezahlten Job zugunsten der eigenen Idee hinter sich zu lassen, aber ohne 100 % Fokus wird dein Start-up nicht groß. Mein Tipp also an alle Gründer: Commitment.

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Kontakt
Melanie Thomas
Digital Marketing Manager
+49 611 7102 1596
melanie.thomas@ebs.edu