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Quo vadis Gesundheitspolitik?

16.06.2017 | Von: Stefanie Teßner, Redakteurin Hochschulkommunikation
Health Care Day 2017_1

V. r. n. l.: Marcus Bocklet (Die Grünen), Marjana Schott (DIE LINKE), Dr. Ralf-Norbert Bartelt (CDU), Dr. Daniela Sommer (SPD), René Rock (FDP), Helmut Laschet, Prof. Dr. Ralph Tunder.

Gesundheitspolitische Sprecher des hessischen Landtags diskutierten beim EBS Health Care Day über die zentralen Herausforderungen im Gesundheitswesen

Laut einer Prognose der Bertelsmann Stiftung wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von heute 2,4 Mio. auf 3,5 Mio. im Jahr 2030 steigen. Gleichzeitig ist bundesweit bis zum Jahr 2030 mit einer Versorgungslücke von rund 353.000 Pflegekräften zu rechnen (Studie der Bertelsmann Stiftung). Die Folge: Erhebliche Versorgungsprobleme. Die zukünftigen Entwicklungen werfen viele Fragen auf: Was ist uns Gesundheit wert? Wie können wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken? Und wie lässt sich das Ungleichgewicht zwischen ärztlicher Versorgung auf dem Land und in der Stadt minimieren?

Antworten auf diese Fragen lieferte der EBS Health Care Day, der jährlich vom Health Care Management Institute (HCMI) der EBS veranstaltet wird und dieses Mal am 9. Juni auf dem Campus Schloss stattfand. Das Thema hätte – mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl im September – aktueller nicht sein können. Unter dem Motto „Gesundheitspolitik vor den Wahlen“ diskutierten die gesundheitspolitischen Sprecher der hessischen Landtagsfraktionen über die Themen Fachkräftemangel beim Pflegepersonal, ärztlicher Versorgungsnotstand und neue Krankenversicherungssysteme. Teilnehmer waren Dr. Ralf-Norbert Bartelt (CDU), Marcus Bocklet (Die Grünen), René Rock (FDP), Marjana Schott (DIE LINKE) und Dr. Daniela Sommer (SPD). Geleitet wurde das Gespräch vom stellvertretenden Chefredakteur der Ärzte Zeitung Helmut Laschet.

Besonders lebhaft und mit viel Engagement wurde auf dem Podium die Frage der „Bürgerversicherung“debattiert. Das Modell bezeichnet eine gesetzliche Pflichtversicherung für alle Bürger unabhängig von den Einkunftsarten und würde das Ende der privaten Versicherungen im Bereich der medizinischen Grundversorgung bedeuten. Während SPD, Linke und Grüne das neue Modell favorisieren, möchten CDU und FDP bei dem bisherigen System bleiben.

Das HCMI forscht seit über 15 Jahren im Bereich des Gesundheitsmanagements und bietet unter Anderem Weiterbildungen in Gesundheitsökonomie, Health Care Management, Pharma Marketing und Führungskräfteentwicklung in Krankenhäusern an.

Mehr Informationen unter: http://www.ebs-hcmi.de/

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