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Fünfter Wiesbadener Compliance Tag

22. Juni 2018 | Von: Stefanie Klein, Office Manager
Veranstaltungsbericht

Am 22.6.2018 fand an der EBS Law School der 5. Wiesbadener Compliance Tag statt. Anwesend waren ca. 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik, Beratungspraxis und Wirtschaft. Im Mittelpunkt standen aktuelle gesetzespolitische Vorhaben und Entwicklungen im Bereich Compliance.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Gastgeber, Prof. Dr. Michael Nietsch, führte Staatssekretär a.D. Dr. Ole Schröder unter Einbringung seines Sachverstands durch den Themenblock „Rechtspolitik und aktuelle Gesetzgebung“.

Als erster Redner stellte Prof. Dr. Heribert Anzinger das Konzept der Corporate Social Responsibilty vor. Vor dem Hintergrund des gesteigerten Zugangs und Nutzbarkeit von (personenbezogenen) Daten für Unternehmen sei es erforderlich, dass Maßstäbe für einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen entwickelt werden. Im zweiten Vortrag stellte Dr. Tobias Brouwer vom Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) einen Gesetzesvorschlag des VCI und Transparency International für ein Lobby-Gesetz vor. Kernpunkt ist ein zentrales Register, in das sich sämtliche Interessenvertreter - unter Angabe der Herkunft ihrer Finanzmittel - einzutragen haben. Anschließend erörterte Michael Wiedmann von der Kanzlei Norton Rose Fulbright LLP den Richtlinienentwurf der EU-Kommission zum Whistleblowing. Ziel sei es, den Schutz von Whistleblowern zu erhöhen und europaweit anzugleichen. An die Mittagspause schloss sich er Vortrag von Thomas Hartmann, Chief Compliance Officer der BASF SE, zum Thema „Compliance Management Systeme in Matrixstrukturen“ an. Darin sprach Hartmann äußerst anschaulich über die Struktur und die verschiedenen Elemente des Compliance Management Systems der BASF. Dr. Sophia Habbe, Sozia der Kanzlei Noerr LLP, erläuterte sodann in ihrem Vortrag „interen Untersuchungen des Aufsichtsrats“ die derzeit vieldiskutierte Frage, ob und in welchem Maße der Aufsichtsrat neben dem Vorstand zur Durchführung interner Untersuchungen berufen ist.

Der Abschlussvortrag zum Thema „Perspektiven für eine Unternehmenssanktion“ gebührte Dr. Christian Schoop, Partner der DLA Piper LLP. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik und die aktuelle Gesetzeslage in Bezug auf Sanktionierung unternehmerischen Verhaltens, stellte Dr. Schoop detailliert die derzeit diskutierten Entwürfe vor. Den Fokus lenkte er dabei auf den „Kölner Entwurf“ aus dem Jahr 2018 und die sog. „Frankfurter Thesen“. Zum Schluss dankte Professor Nietsch den Referenten und Teilnehmern für die aufschlussreichen Vorträge und die regen Diskussionen, sowie den Sponsoren des Centers for Corporate Compliance, insbesondere der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung, Noerr LLP und Norton Rose Fulbright LLP, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben.

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