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EBSdigital: Allein, aber nicht einsam zuhause

20. März 2020 | Von: Pressestelle EBS Universität
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„Empowering You in Times of Social Distancing“: Wie gehen EBSler mit der aktuellen Situation um? Marie-Luise Retzmann, Leiterin des Coaching-Programms für Studierende an der EBS Universität, gibt Tipps gegen das Gefühl der Einsamkeit.

Wir erhalten gerade von der Bundesregierung klare Anweisungen, um uns alle vor dem Coronavirus zu schützen: Zuhause bleiben, zwei Meter Abstand zu anderen Menschen halten, soziale Kontakte auf ein Minimum beschränken. Wir sollen uns aus allen Bereichen zurückziehen – Alleinsein! Alleinsein ist frei gewählt, ich kann alleine sein und wenn ich es will, kann ich auch wieder mit anderen zusammenkommen. Aber im Moment ist für viele der Part Alleinsein nicht frei gewählt und daher kommt häufig das Gefühl der Einsamkeit auf. Einsamkeit kann dann wieder gipfeln in Fragen wie etwa „Wen interessiert es, was ich tue?“ oder „Wer interessiert sich eigentlich noch für mich?“. Bevor diese Negativschleife einsetzt ist es sinnvoll, aktiv zu werden und sich folgende Fragen zu stellen: Was brauche ich? Was tut mir gut?

Brauche ich Musik? Dann sollte ich das nutzen. Lieblingsmusik laut aufdrehen und im Zimmer tanzen.

Brauche ich Kontakt? Beim Skypen oder über das Online-Tool Zoom kann ich mich zum Frühstücken mit Freunden und der Familie verabreden. Durch das Sehen von Gesichtern und den gemeinsamen Austausch, der auch noch die Sinne anspricht („Was hast du denn für eine Marmelade auf dem Tisch?“) kommt man nicht zu schnell in die Versuchung, zu vereinsamen.

Kann/will ich mich um andere kümmern? Rufe jemanden an, von dem du weißt, dass er alleine ist oder gehe einkaufen für Nachbarn.

Man kann diese Zeit der Entschleunigung auch nutzen, um mehr über sich selbst zu erfahren und mehr auf sich und seine Gefühle zu achten – manche werden staunen, welche Vielfalt sie besitzen! Etwas mehr Selbsterkenntnis ist hilfreich, egal in welchem Lebensalter man steckt!

Fazit: Akzeptieren was ist, schützen so gut wie es geht und positiv dem nächsten Tag entgegen sehen!


Marie-Luise Retzmann ist Direktorin der EBS Executive School und Leiterin des EBS Coaching-Programms. Jeder EBS Studierende – ob im Bachelor- oder Masterstudiengang, ob Gaststudierender oder Doktorand – erhält auf Wunsch ein persönliches Coaching. Die Coaches sind erfahrene Führungskräfte aus der Praxis, die an der EBS Universität eine einheitliche Ausbildung zum „systemischen Coach (EBS)“ durchlaufen. Die Coaching-Gespräche mit den Studierenden als fakultatives Angebot, sollen ihnen dabei helfen, ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Das Coaching-Angebot ist Teil der akademischen Ausbildung und einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft und wird somit an keiner anderen Universität im deutschsprachigen Raum – in dieser Form – angeboten. Zurzeit gibt es für Studierende kostenfreie Online-Coaching-Gespräche.

Hintergrund:

Während der größten globalen Pandemie seit der Spanischen Grippe sind wir alle gefordert, die Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich zu verlangsamen. Die EBS Universität möchte ihren Beitrag dazu leisten und bietet Lehrveranstaltungen seit Montag, den 16.3.2020, bis auf weiteres komplett in Form von interaktiven Video- oder Audiokonferenzen und E-Learning an, in welchen die Studierenden mit ihren Professoren in den direkten Austausch treten, Raum für Diskussionen haben und es grundsätzlich keinen Unterschied zu einer normalen Vorlesung gibt (außer die Präsenz). So halten wir die Lehre vollumfänglich aufrecht. Wir sind durch die Maßnahmen in der Lage, für die Studierenden den rechtzeitigen Abschluss des Semesters bzw. des Studiums wie geplant sicherzustellen. Die Sicherheit und Gesundheit der EBS Gemeinschaft sowie aller Besucher und Besucherinnen ist für die EBS Universität von größter Bedeutung. Wir verfolgen die Entwicklungen aktiv seit den ersten Berichten über die auf SARS-Cov-2 basierende Krankheit in China. Bisher gibt es weder bestätigte noch vermutete Krankheitsfälle an unserer Universität oder in ihrem Umfeld. Nach wie vor halten wir den persönlichen Kontakt zu den Studierenden für einen wichtigen Bestandteil eines erfolgreichen Studiums und für einen gelungenen Studienstart: alle Mitarbeiter und Professoren sind per Telefon, Mail oder Videocall erreichbar – im Homeoffice oder als letzte Verbliebende aus dem Büro.

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