Headergrafik - Prädikatsexamen

Tobias Törk

Absolvent 2019, Intake 2014

2019 hat EBS Student Tobias Törk mit 13,58 Punkten die Erste Juristische Prüfung mit Prädikat abgeschlossen und belegt unter den 720 erfolgreichen Absolventen Hessens den ersten Rang. Er führt die Reihe als bester Absolvent Hessens von der EBS Universität im vierten Jahr in Folge weiter. Tobias Törk absolvierte bereits mit 16 Jahren sein Abitur und trat nun mit 21 Jahren als jüngster Prüfling zur Ersten Juristischen Prüfung an. Gleichzeitig beendete er erfolgreich sein Masterstudium in Betriebswirtschaftslehre. Derzeit promoviert der begeisterte Crossfit-Sportler am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. Martin Will im Bereich der autonomen Fahrzeuge. Zudem arbeitet er als juristischer Mitarbeiter in der international tätigen Wirtschaftskanzlei Allen & Overy LLP.

Tobias Törk

Wie bereitet man sich auf ein solch sensationelles Examen vor? Haben Sie Erfolgs-Tipps für Jura-Studierende?

Mir persönlich hat in der Examensvorbereitung vor allem eine klare Struktur geholfen. So habe ich jeweils zu Beginn der Woche geplant, was ich in der kommenden Woche erarbeiten möchte und habe diesen Plan dann (möglichst) strikt befolgt. Eine typische Woche startete meist montags mit einer Klausur. An den darauffolgenden Tagen habe ich die Vorlesungen des Examinatoriums besucht. Die Nachmittage und die verbleibenden Tage habe ich dann mit dem Selbststudium verbracht und den Stoff der Woche nachgearbeitet. Der Sonntag war immer frei. Dabei ist natürlich nicht immer alles nach Plan verlaufen. Es gab viele Tage, an denen ich mich einfach nicht konzentrieren konnte und so mein angepeiltes Lernpensum nicht erreicht habe. Ein freier Abend und ein wenig Ablenkung haben da meist Wunder gewirkt und am nächsten Tag konnte es weitergehen. Dieser klar strukturierte Ablauf hat mir persönlich sehr bei der Examensvorbereitung geholfen. Allerdings kann ich an dieser Stelle keinen allgemeingültigen „Erfolgs-Tipp“ für alle Jura-Studierenden geben. Die Erfahrungen im Studium sind sehr individuell und von vielen persönlichen Umständen abhängig. So wollen beispielsweise manche Studierende nach dem Studium unbedingt im Staatsdienst oder in einer der internationalen Großkanzleien arbeiten. Dafür sind gute Noten ein Grundvoraussetzung und eine entsprechend intensive und strukturierte Examensvorbereitung vermutlich hilfreich. Andere Studierende haben allerdings andere Ziele oder Sorgen während des Studiums und müssen sich deswegen auch nicht von häufig zu hörenden Aussagen wie „Du musst jeden Tag 6 Stunden netto lernen!“ oder „Lege Dir beim Lernen immer eine Stoppuhr daneben“ verrückt machen lassen. Am Ende sollte jeder auf sich selber hören und sich nicht schlecht fühlen das zu machen, was für einen selbst das Beste ist. Ich denke jeder hat seinen ganz individuellen Weg zu seinem Examen und das ist auch gut so.

Was hat Sie dazu bewogen Jura zu studieren? Und was hat Sie damals an die EBS Universität geführt?

Mein Interesse an Jura wurde damals in der 10. Klasse durch einen Rechtskundekurs an der Schule geweckt. Dort bin ich das erste Mal mit der Lösung von juristischen Sachverhalten in Kontakt gekommen und hatte direkt Freude daran. Das Interesse daran, unsere Rechtsordnung zu verstehen und mitzugestalten, hat mich dazu motiviert Rechtskunde zunächst als Abiturfach zu wählen und mich schließlich für ein Jurastudium zu entscheiden. An die EBS Universität hat mich vor allem die einzigartige Möglichkeit geführt, das Jurastudium mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium verbinden zu können. Auch die Gelegenheit, während eines integrierten Auslandstrimesters an einer Universität in einem anderen Land studieren zu können hat mich gereizt.

Wie hat Sie die EBS Universität auf das Examen vorbereitet?

Die Vorbereitung auf das Examen durch die EBS Universität haben eigentlich schon mit dem ersten Tag an der Uni begonnen. Da es von Anfang an ein relativ hohes Arbeitspensum und eine enge Taktung der Kurse und Prüfungsleistungen gab, musste man bereits früh lernen am Ball zu bleiben und sich selbst zu organisieren. So stand man wissenstechnisch zu Beginn der eigentlichen Examensvorbereitung nicht vor einem riesigen und unüberwindbaren Berg an „davon habe ich noch nie gehört“-Themen. Abgesehen davon hat mich vor allem das universitätseigene Examinatorium, was aus wöchentlichen Klausuren und Vorlesungen besteht, sehr gut auf das Examen vorbereitet. Das regelmäßige Feedback durch den Klausurenkurs und die interaktiv gestalteten Vorlesungen in kleiner Gruppe haben eine angenehme Lernatmosphäre geschaffen.

Was hat Ihnen am Studium an der EBS Universität am meisten gefallen?

Ich nehme aus meiner Studienzeit an der EBS Universität viele positive Erfahrungen mit. Dazu zählen unter anderem die gemeinsamen Abende mit Freunden, die Treffen in den Ressorts und - mit etwas Abstand betrachtet - auch die langen Abende in der Bibliothek vor der Abgabe der Hausarbeit (lacht). Am prägendsten sind allerdings die Erinnergen an das integrierte Auslandstrimester, welches ich an der Singapore Management University verbracht habe. Die einzigartige Gelegenheit, während des Studiums eine neue Kultur und Rechtsordnung zu erleben, hat mich nicht nur akademisch, sondern vor allem auch persönlich sehr geprägt.

Was haben Sie als erstes nach dem Staatexamen getan?

Nach der abschließenden mündlichen Prüfung bin ich als erstes mit Freunden Burger essen gegangen. Das war eine schöne Abwechslung, um mal an etwas anderes als Jura denken zu können. Danach bin ich für ein paar Wochen zu meiner Familie gefahren und habe die entspannte Zeit abseits der Bücher und Gesetzestexte genossen.

Wohin soll Sie Ihr weiterer Weg führen?

Zunächst würde ich gerne meine Promotion, die ich am Anfang dieses Jahres begonnen habe, abschließen. Das ist eine Herausforderung, die mir derzeit viel Spaß bereitet und mich noch eine Weile beschäftigen wird. Danach werde ich voraussichtlich mit dem Referendariat beginnen. Wohin mich der Weg anschließend führen wird, kann ich derzeit noch nicht sagen. Das Jurastudium öffnet einem in beruflicher Hinsicht viele Türen und ich will zu diesem Zeitpunkt noch keine dieser Türen zuschlagen, ohne vorher zumindest mal einen Blick dahinter geworfen zu haben. Ich hoffe, dass das Referendariat mir eine Gelegenheit dazu bietet. Insofern bin ich selber gespannt, wohin mich mein Weg führen wird.