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Impressionen aus Afghanistan

24.04.2017 | Von: Jana Stelz, Leiterin Kommunikation / Pressesprecherin
Pressefoto Yama Rahimi

Jungkünstler Yama Rahimi (25) möchte mit seinen Werken neue Perspektiven auf seine Heimat Afghanistan schaffen.

EBS Universität stellt Fotografien des afghanischen Jungkünstlers Yama Rahimi aus

Wie können Fotografien Bekanntes in einer neuen Perspektive erscheinen lassen? Wie gelingt es, politische, historische und kulturelle Verhältnisse in einem neuen Licht zu zeigen? Und welche Wirkung haben diese Perspektivwechsel auf den Betrachter? Mit seinen Bildern und Videos geht der Jungkünstler Yama Rahimi diesen Fragen in drastischen Motiven aus seiner afghanischen Heimat nach, die nun in einer Ausstellung der EBS Universität zu sehen sind. Zur feierlichen Eröffnung lädt die EBS am Freitag, den 5. Mai um 19 Uhr ins Kiep Center auf dem Campus Schloss in Oestrich-Winkel ein.

Nicht die abgebildeten Landschaften und Menschen, sondern der besondere Blick auf ihre Geschichte zeichnet die Arbeiten von Yama Rahimi aus. Denn dieser Blick ist „unmöglich“: Er löst existenzielle Gegensätze auf und fordert dazu auf, Dinge und Verhältnisse aus Perspektiven zu betrachten, die sich eigentlich ausschließen. In seiner „Farkhunda Performance“ von 2015 zeigte er sich und andere Männer in Kabul im Spiegel einer jungen Frau, die gesteinigt wurde. Die betrachtenden Männer sehen das Mädchen als Vervollständigung und gleichzeitig Infragestellung ihres eigenen Spiegelbildes. „Meine Bilder sollen den Betrachter dazu auffordern, vollkommen neue Perspektiven einzunehmen. Gleichzeitig spiegelt sich in den Motiven die Vielfalt und Schönheit der afghanischen Kultur und Landschaft wider“, so der junge Künstler.

Konzeptionelle Fotografien und Kurzfilme sowie Installationen und Performances bilden den Kern von Rahimis Werk, der bereits an mehr als zwanzig Ausstellungen in Afghanistan und anderen Ländern teilgenommen hat. Yama Rahimi (geb. 1992) graduierte mit einem Bachelor in Filmwissenschaften an der Universität Kabul und unterrichtete anschließend am “Center for Contemporary Arts Afghanistan“ (CCAA). Er flüchtete im Herbst 2015 aus seiner afghanischen Heimat und strebt nun ein Masterstudium in Deutschland an. „Diese Ausstellung soll ihm dabei helfen, seinem Ziel ein Stück näher zu kommen und seine besondere Geschichte zu erzählen“, so Dr. Marcus Kreikebaum, Executive Director des Instituts für Unternehmensethik, der im Rahmen des Lernprogramms „Do it!“ die Ausstellung gemeinsam mit EBS Studierenden initiiert hat. Die EBS Universität möchte Rahimis Bekanntheit fördern und ihn zugleich dabei unterstützen, sein künstlerisches und akademisches Leben in Deutschland fortzusetzen.

Vom 5. Mai bis zum 6. Juni 2017 zeigt die EBS Universität mit Unterstützung der Unternehmen DESERVE – Raum und Medien Design, MARTINCOLOR und W.B. Druckerei eine Auswahl seiner Werke in der Ausstellung „Das Lied der Schöpfung“. Die Ausstellung ist werktags von 9 bis 17 Uhr, samstags und sonntags nach Vereinbarung für Besucher geöffnet.

„Das Lied der Schöpfung“ / 5. Mai – 6. Juni 2017 / EBS Universität für Wirtschaft und Recht / Campus Schloss Reichartshausen / Walther Leisler Kiep-Center / Rheingaustr.1 / 65375 Oestrich- Winkel

Der Eintritt ist kostenfrei. Um Anmeldung zur Vernissage am 5. Mai wird gebeten unter marcus.kreikebaum@ebs.edu

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