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“Make in India” zu Gast an der EBS Universität

28.10.2016 | Von: Jana Stelz, Leiterin Kommunikation / Pressesprecherin

Gute Wirtschaftsbeziehungen sind von außerordentlicher Bedeutung – das gilt für Deutschland und Indien gleichermaßen. Die „größte Demokratie“ und am schnellsten wachsende Wirtschaftsnation der Welt ist besonders unter dem seit zwei Jahren amtierenden Premierminister Narendra Modi daran interessiert, die vorhandenen Potenziale zur Zusammenarbeit stetig auszubauen und noch ausgiebiger zu nutzen. Dies betonten der Generalkonsul der Republik Indien, Raveesh Kumar, und der Geschäftsführer der State Bank of India in Frankfurt, Rana Ashutosh Kumar Singh, im Rahmen eines Vortrags- und Diskussionsabends zu den Deutsch-Indischen Wirtschaftsbeziehungen an der EBS Universität.

Beide Länder pflegen enge bilaterale Beziehungen. Dabei steht Deutschland Indien bei seiner Suche nach einer neuen geopolitischen, ökonomischen und regionalen Rolle zur Seite. So macht das Partnerland der letztjährigen Hannover Messe seit zwei Jahren mit dem Slogan „Make in India“ auf sich aufmerksam und möchte dies als Einladung an deutsche Unternehmen verstanden wissen, sich noch intensiver in Indien zu engagieren. „Manche Unternehmen warten momentan noch ab und beobachten, wie wir uns entwickeln. Wir sind uns sicher, dass wir auch ihr Vertrauen gewinnen können“, verspricht Raveesh Kumar. Beide Länder hätten zwar unterschiedliche Kulturen und Weltanschauungen, jedoch ähnliche Interessen. Seine Aufgabe als Diplomat sei es, zwischen diesen Polen den Weg der Zusammenarbeit zu ebnen. Indien biete einen riesigen lokalen Markt, niedrige Standortkosten und habe einen wettbewerbsfähigen Wechselkurs. Diese Faktoren seien auch für den deutschen Mittelstand attraktiv. „Wir versuchen Unternehmen bestmöglich zu beraten und erläutern ihnen sowohl Chancen als auch Risiken. Letztendlich liegt jedoch die Entscheidung bei ihnen, ob sie in unserem Land investieren möchten. Wenn sie nicht zu uns kommen, werden es womöglich Andere tun“, erläutert Kumar. Sein Eindruck sei, dass eine ganze Reihe potenzieller Investoren bereitstünde, aber nicht das Knowhow besäßen, diesen Schritt selbst zu tun. Es sei deshalb im Interesse beider Nationen, das bilaterale Handelsvolumen, das er auf 17 Milliarden Euro im vergangenen Jahr beziffert, weiter zu erhöhen.

Dieser Mission sieht sich auch Rana Ashutosh Kumar Singh verpflichtet, der zum Thema „Chancen schaffen und Probleme überwinden: Die wichtige Rolle eines Finanzdienstleisters für Indien in Deutschland“ referierte. Als größte und älteste Geschäftsbank Indiens wolle die State Bank of India hierzulande Unternehmen bei der Lösung von Fragen der Finanzierung, des Handels und der Partnerschaft unterstützen. „Die State Bank of India engagiert sich seit über 50 Jahren in Deutschland und kann auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Damit sind wir der ideale Ansprechpartner für deutsche und indische Unternehmen vor Ort“, erläutert Kumar Singh. Als erfolgreiches Beispiel nennt er das mehrjährige Engagement von Siemens India bei Schienensystemen und U-Bahn-Projekten.

Beide Gäste beantworteten im Anschluss die Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer, unter denen sich viele indische Studierende der EBS Business School befanden. Der gedankliche Austausch beider Länder klang mit einem Umtrunk im historischen Weinkeller von Schloss Reichartshausen aus.

Als eine der führenden Wirtschaftsuniversitäten in Deutschland verfügt die EBS Universität über eine starke internationale Ausrichtung. Unter ihren 232 weltweiten Partneruniversitäten befinden sich fünf betriebswirtschaftlich und drei juristisch ausgerichtete Hochschulen in Indien. Momentan sind rund 100 Studierende aus Indien an der EBS Universität eingeschrieben. Zusätzlich ermöglicht eine Dual-Degree-Vereinbarung mit dem Indian Institute of Management EBS Studierenden, neben ihrem Masterabschluss einen zusätzlichen Abschluss an einer renommierten indischen Business School zu erlangen und sich dabei gleichzeitig vertiefte Kenntnisse der dortigen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen anzueignen.

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