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Ungewöhnliche Zeiten brauchen innovative Ideen: EBS Doktorandenkolloquium 2020

1. Oktober 2020 | Von: Pia Neudert, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Strategisches und Internationales Management

EBS Doktoranden müssen ihre Forschung auf Konferenzen präsentieren, um ihren Abschluss zu erreichen. Doch was passiert, wenn diese aufgrund von COVID-19 nicht mehr stattfinden? Julia Elspaß und Pia Neudert, Vertreterinnen des akademischen Mittelbaus der EBS Business School, organisierten kurzerhand zusammen mit der breiten Unterstützung der gesamten EBS Community eine EBS-interne Konferenz für Doktoranden – harte Einreichkriterien, Blind-Review-Verfahren und intensive Diskussionen inklusive!

Im April 2020, als die COVID-19-Pandemie in Deutschland ihren Höhepunkt erreichte, erfuhren Julia Elspaß und Pia Neudert – beide Doktorandinnen, Forschungsstudentinnen und Vertreterinnen des akademischen Mittelbaus der EBS Business School – von anderen Promovierenden, dass wissenschaftliche Konferenzen nacheinander abgesagt wurden. Das kann einen erheblichen Einfluss auf die Karriere- und Lebensplanung der Promovierenden haben: Denn eine obligatorische Konferenzpräsentation ist an der EBS Business School notwendig, um einen Doktortitel zu erlangen. Julia Elspaß und Pia Neudert setzten daraufhin alle Hebel in Bewegung.

Dank der breiten Unterstützung des Doktorandenkomitees der EBS Universität, des Dekans der EBS Business School Christian Landau und des Vizedekans Forschung der EBS Business School Maikki Diehl, reifte die Idee einer eigenen Konferenz schnell zu einem offiziell befürworteten Projekt heran: Akzeptanz- und Einreichrichtlinien wurden ausgearbeitet. Außerdem wurden Hilfsprofessoren von Institutionen wie der University of Montana oder der University of Connecticut angeworben, um als wissenschaftliches Komitee zu fungieren. Zusätzlich wurden Diskussionsteilnehmer rekrutiert, die die Beiträge der Studierenden vor der Veranstaltung lesen und während der Veranstaltung Feedback und konstruktive Kritik geben. Als Ergebnis mussten die Doktoranden ein 40-seitiges, vollständiges Papier einreichen, einen formalen Kriterien-Check bestehen und eine Annahmebestätigung aus dem Blind-Review-Prozess des wissenschaftlichen Komitees erhalten.

Schließlich wurden vier erfolgreiche Bewerbungen zur Konferenz zugelassen, die ihre Arbeit in einer hybriden Veranstaltung am 30. September 2020 präsentierten, bei der Online- und Offline-Teilnehmer aus Israel, den USA, Deutschland und anderen Orten zusammenkamen, um über die Forschung der Studierenden zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde ein voller Erfolg: Die Promovierenden erhielten aufschlussreiches Feedback von den zugeteilten Diskutanten und der Plenarsitzung. Darüber hinaus fand ein sehr fruchtbarer Dialog zwischen den verschiedenen Forschungsfeldern der EBS Business School statt: Mitarbeiter-Performance-Management-Systeme, digitale Transformation, Asset Pricing und die Erschwinglichkeit von Mieten in deutschen Städten deckten ein breites Spektrum der Forschung an der EBS Business School ab.

Aus einer spontanen Idee, die die negativen Folgen der COVID-19-Pandemie für die Doktoranden mildern sollte, entstand somit eine außergewöhnliche Veranstaltung. Das zeigt einmal mehr: #EBSpirit ist nicht nur ein Slogan, sondern tatsächlich gelebte Praxis.

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Kontakt
Pia Neudert
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Strategisches und Internationales Management
+49 611 7102 1447
pia.neudert@ebs.edu