Headergrafik - Weinfest

Studie: Verbessertes Fundraising in der internationalen humanitären Hilfe

15. Januar 2020 | Von: Prof. Dr. Laura Turrini, Juniorprofessorin für Operations Management

Laura Turrini und ihre Co-Autoren Maria Besiou, Dominik Papies and Jörn Meissner veröffentlichen die Publikation zum Thema „Die Rolle von Betriebsausgaben und Fehlausrichtungen in internationaler humanitärer Hilfe“.

Die Finanzierung von humanitärer Hilfe erreicht bei weitem nicht den tatsächlichen Bedarf von benötigter Katastrophenhilfe und schränkt damit den Handlungsspielraum internationaler humanitärer Hilfsorganisationen (IHOs) ein. Ein Mittel zur Schließung dieser Lücke ist eine effektivere Gestaltung der Fundraising-Aktivitäten. Das bedeutet so wenig wie möglich für Fundraising-Aktivitäten auszugeben und gleichzeitig ausreichend Spenden einzusammeln, um Katastrophenreaktionsprogramme, die den hohen Anforderungen im Katastrophenfall entsprechen, zu implementieren.

Laura Turrini und ihre Co-Autoren entwickeln ein konzeptionelles Model, dass das Spendenverhalten mit den Tätigkeiten verknüpft, die IHOs verfolgen möchten. Der konzeptionelle Rahmen beinhaltet Betriebskosten, die in Appellen, Spendenaktionen und Medienpublikationen kommuniziert werden. Die Autoren argumentieren, dass die Auswirkungen bei Katastrophen nicht homogen sind. IHOs können jedoch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sowie Katastrophen- und Anziehungsmerkmale wie Betriebskosten nutzen, um ihr Spendenaufkommen zu erhöhen. Getestet wird der konzeptionelle Rahmen anhand eines einzigartigen Datensatzes für Katastrophenschutzprogramme der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung (IFRC), der 174 Katastrophen abdeckt, auf die das IFRC zwischen 2010 und 2017 reagiert hat.

Zum Newsroom der EBS Universität

Kontakt
Laura Turrini
Juniorprofessorin für Operations Management
+49 611 7102 2190
laura.turrini@ebs.edu