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Strategisches Planen und Gestalten entwickelt sich zur Kernkompetenz

9. Juni 2020 | Von: Inga Olze, Specialist Marketing & Sales
ES - SMGI - Dozentenstimme Andrea Badura

In Zeiten der Veränderung die Chancen erkennen und durch neue Handlungsstrategien Erfolge erzielen, ist der Fokus von Andrea Badura, Professorin für Investitionsgütermarketing, Technischen Vertrieb und Innovationsmanagement an der HAW Landshut. Als Senior Lehrbeauftragte der EBS Executive School – aktuell im neuen Zertifikatsprogramm Strategisches Management und Geschäftsmodellinnovation – rückt sie agile Methoden und die aktive Einbindung von Mitarbeitern in strategische Prozesse in das Zentrum ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit.

Strategisches Management und Geschäftsmodellinnovation – welche Bedeutung haben diese Disziplinen aus Ihrer Erfahrung heraus in der Businesswelt 4.0?

Prof. Andrea Badura: Wandel ist nichts Abstraktes mehr – sondern bestimmt unser aller Realität, jeden Tag. Was vor zwei Jahrzehnten noch sehr weit weg schien, ist heute unser daily business. Und wie schnell sich die Welt, die wir zu kennen glaubten, ändern kann, sehen wir ja an Corona. Übrigens: Corona hat uns nicht „überrollt“ – wir hätten vorbereitet sein können, wenn Politik und Unternehmen sich auch mit diesem unangenehmen Szenario beschäftigt hätten, zu dem es bereits 2003 eindeutige wissenschaftliche Studien gab. Strategisches Denken und Handeln hilft also jedem, der sich damit beschäftigt, sich proaktiv auf Veränderungen einzustellen und diese Veränderungen zu antizipieren. Und so zum Beispiel die ganz individuelle Laufbahn oder das eigene Geschäftsmodell frühzeitig zu reflektieren und anzupassen.


Ihr Schwerpunkt liegt in der Vermittlung von Methodenkompetenz. Mit welchen Tools arbeiten Sie persönlich bevorzugt?

Prof. Andrea Badura: Mir ist es wichtig, dass theoretische Erkenntnisse in der Praxis umgesetzt werden. Methoden helfen uns Menschen dabei, Routinen des Handelns zu entwickeln, die dazu führen, dass wir Veränderungen nicht nur intellektuell erfassen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. Und wenn „begreifen“ auch dreidimensional funktioniert, kann dies zu erstaunlichen Erkenntnissen und Verhaltensänderungen führen. „Lieblingsmethoden“ habe ich mehrere – einfach weil die Methode auch zum Problem bzw. der Aufgabenstellung passen muss. Ganz vorne auf meiner persönlichen Methoden-Hitliste stehen auf jeden Fall Lego Serious Play, Design Thinking und SCRUM – vor allem auch weil es nicht „nur“ Methoden sind, sondern auch ein für mich attraktives Menschen- und Arbeitsbild darstellen.


Wie würden Sie Ihren Wissensvermittlungsstil beschreiben, wovon profitieren die Teilnehmer am neuen universitären Zertifikatsprogramm Strategisches Management & Geschäftsmodellinnovation?

Prof. Andrea Badura: Mein Stil: Verknüpfung von Theorie und Praxis – und mit ganz viel Humor und Spaß dabei. Mir ist es wirklich wichtig, dass die Teilnehmer Konzepte „begreifen“ und auch sofort einen Transfer zu ihrer Unternehmenssituation herstellen. Meine Studierenden können hier neueste Konzepte und Methoden erfahren und selbst erleben. Wir stellen Mitmachen und Mitgestalten in den Mittelpunkt und bearbeiten zusammen neue Themenfelder. Ganz wichtig dabei: Durch den unterschiedlichen Industriebezug und Erfahrungsschatz der Teilnehmer entsteht ein Wissenstransfer, den ein Dozent alleine nicht schaffen kann – das geht nur gemeinsam.


Prof. Andrea Badura: Ich persönlich hoffe sehr, dass das Thema Digitalisierung kein Strohfeuer ist und dass neue Modelle des Lernens und der Kollaboration sich auch „remote“ etablieren. Der Vorteil, den ich darin sehe: Lernen kann „flexibilisiert“ werden – zeitlich wie inhaltlich. Das „Wann“ und das „Was“ des Lernens kann ganz neu gedacht und umgesetzt werden.


Wo kann man das, wofür Sie brennen, live erleben?

Prof. Andrea Badura: Ganz aktuell im neuen Zertifikatsprogramm Strategisches Management und Geschäftsmodellinnovation. Interessierten stelle ich in einem Web-Seminar vorab einen kurzen Einblick in eine spannende Methode zur Orientierung an Kundenbedürfnissen vor: Mich interessiert, ob Sie wissen, warum Ihre Kunden bei Ihnen kaufen – oder auch nicht kaufen? Welchen „Job“ erfüllt Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung wirklich? In einer kostenlosen Lern-Session zur Methode Jobs-to-be-done gebe ich Ihnen wertvolle Tipps, damit Sie (sich) die richtigen Fragen stellen.

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