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EBS Alumnus Johann Daniel Harnoss gehört zu den Capital – Top 40 unter 40

16. Dezember 2021 | Von: Pressestelle EBS Universität
Johann Daniel Harnoss

Johann Daniel Harnoss


Capital Top 40 unter 40: Gesellschaft

Zum 14. Mal kürt die Redaktion des Wirtschaftsmagazins Capital 2021 die „Junge Elite – die Top 40 unter 40“. Darunter sind die wichtigsten Talente aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu finden – ausgewählt von Politiker:innen, Spitzenbeamt:innen, Manager:innen, Unternehmer:innen, Berater:innen sowie bereits Ausgezeichneten. In diesem Jahr mit dabei: EBS Alumnus Dr. Johann Daniel Harnoss.

Du suchst Lösungen für die Probleme unserer Zeit – deswegen wurdest Du von „Capital“ in die „Top 40 unter 40“ für das Jahr 2021 gewählt. Herzlichen Glückwunsch!

Danke!

Erzähle uns doch bitte kurz von deinem Verein und was Euch so besonders macht?

Wir sind Imagine. Wir sind der erste gemeinnützige Verein in Deutschland, der legale und sichere Einwanderung von qualifizierten Menschen aus Afghanistan, Syrien, Ägypten und anderen Ländern nach Europa erleichtert. Wir machen das über Weiterbildung und ein personalisiertes Coaching-Programm.

Wie entstand die Idee zur Imagine Foundation?

Zu meiner Hochzeit 2014 hatte ich auch einige Freunde aus gemeinsamer Auslandszeit an der T-Bird eingeladen. Die freuten sich über die Einladung, sagten aber traurig “ich hoffe, dass wir ein Visum bekommen.” Das hat mich damals echt betroffen gemacht. Wir leben in einer Welt, in der es selbst für super qualifizierte Menschen aus Ländern wie Peru oder Indien nicht selbstverständlich ist, überhaupt ein Touristenvisum für Europa zu bekommen. Das zeigt: Wo Du geboren bist, bestimmt zu einem riesengroßen Maße darüber, welche Chancen Du im Leben hast. Wir wollen das ändern.

Du bist auch Associate Director & BCG Fellow – wie lassen sich beide Welten zusammenbringen?

Einerseits schwer, andererseits: Manche meiner Kollegen laufen Ironman, das finde ich völlig crazy - hätte ich weder Zeit noch Ausdauer dafür. Imagine ist mein Hobby. Ultimativ gibt es mir mehr Energie, Freude und Inspiration als es an Zeit kostet. Bei BCG beschäftige ich mich nun auch stärker mit dem Thema Zuwanderung. “BCG Fellow” bedeutet, dass ich 30% meiner Zeit freigestellt bin dafür, ein eigenes Forschungsprogramm an unserem Think Tank, dem BCG Henderson Institute, zu leiten. Wir nennen es “Innovation without Borders.” BCG hat erkannt, dass das eines der Zukunftsthemen des 21 Jahrhunderts ist, mit engen Bezugspunkten zu Themen wie Talent/HR, Diversity, Innovation und Kulturwandel.

Was ist Deine Vision? Was treibt Dich an?

Unser Traum ist es, im Jahr 2025 1000 Menschen zu einem neuen Leben in Europa verholfen zu haben. Ich glaube wir wissen alle, wie weichenstellend so manche Entscheidung für uns im Leben ist. Wo studieren (natürlich EBS), welche Praktika, wo der Berufsstart. Eine solche Weichenstellung bei vielen Menschen mit zu begleiten wäre toll. Dafür muss sich auch etwas auf Firmenseite tun. Ich kenne noch viele große Firmen, deren Execs mir sagen “ich bin total offen für Menschen aus dem Ausland, solange sie C1 deutsch sprechen.” Firmen wie Douglas, N26 oder Zalando sind da offener, und ich kann diese Offenheit nur dringend empfehlen.

Die Corona-Pandemie hat uns alle gefordert und fordert uns auch weiterhin. Wie hast Du Dein Unternehmen durch die Krise gebracht?

Bei Imagine haben schon vor COVID-19 bereits komplett “remote-first” gearbeitet. Früher musste ich immer erklären, dass wir digital und remote mit unserer Zielgruppe zusammen arbeiten. Das hat alle immer überrascht und vielleicht auch etwas verwundert.

Das Virus hat uns in vielen Bereichen zum Umdenken gezwungen. Bist Du neue Wege gegangen und hast du auch Chancen in den Herausforderungen sehen können?

Wir waren natürlich am Anfang auch etwas perplex und voller Sorge darüber wie es weiter geht. Was uns überrascht hat, war wie schnell die Firmen dann in Q3/20 wieder Menschen auch aus dem Ausland eingestellt haben. Dazu sehen wir, dass wir mit unserer Mission sehr einzigartig sind und auch so wahrgenommen werden - so melden sich auch ohne viel Werbung unsererseits viele Menschen, die mitmachen wollen. Vielleicht auch eine:r von Euch!

Inwiefern hat dich die EBS auf deinen Karriereweg vorbereitet?

Die EBS war für mich absolut weichenstellend. Über die EBS habe ich auch den Weg zu BCG eingeschlagen, ich hatte damals nach dem 6. Semester bei BCG ein Praktikum gemacht. Aber viel wichtiger: Durch die Menschen, die Inhalte, die Kultur an der EBS habe ich gelernt, größer zu denken, und habe Freunde fürs Leben gefunden.

Was ist deine schönste Erinnerung an die EBS Universität?

So viel passiert: Parties in der Cafta, Alexander Dibelius einen “extremen Typen” nennen ohne zu merken, dass er direkt neben einem steht (er hat es gehört, ja), WM 2006 am Rhein gucken… Sind die aufgestellten Kragen am Polohemd eigentlich immer noch nen Ding?


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