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Ist unsere Demokratie in Gefahr?

1. November 2019 | Von: Pressestelle EBS Universität
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Das Team des 6. EBS Law Congress

Über den 6. EBS Law Congress an der EBS Universität

Vor 70 Jahren wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland feierlich verkündet. Zunächst nur als Provisorium gedacht, ist es seit nun sieben Jahrzehnten die Verfassung unserer freiheitlichen Demokratie. Doch ist unsere Demokratie vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt: Islamistischer Terror, Rechts- sowie Linksextremismus, Ausländerextremismus, Spionage und vieles mehr gefährden unsere Verfassung. Während des 6. EBS Law Congresses diskutierten Studierende, Professoren und hochkarätige Speaker zwei Tage lang zum Thema „Demokratie in Gefahr? Die Bedeutung der Staatsform für Politik und Wirtschaft“.


Im Interview sprechen die studentischen Organisatoren Esra Eroglu und Lucas Krämer über die einjährige Vorbereitungsphase und ihre persönlichen Highlights des Kongresses.

Der EBS Law Congress ist der größte studentisch organisierte Jura-Kongress in Deutschland. Was reizte Euch an der Aufgabe, ihn mit zu organisieren?

Esra: Ich finde es großartig, wie die Arbeit der verschiedenen Teams ineinandergreift und ein großes Projekt mit einem Ergebnis in Form von zwei Kongresstagen bildet. Der Aufgabe, diese Arbeit zu koordinieren, wollten wir uns gerne stellen.

Lucas: Außerdem finden wir es wichtig, uns außerhalb des Hörsaals zu engagieren und eine Plattform zu schaffen, um Studierenden aus ganz Deutschland die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen.

Die Vorbereitung eines solchen Kongresses dauert ein Jahr. Was waren Eure zentralen Aufgaben?

Lucas: Unsere Aufgaben waren es hauptsächlich, den Überblick zu behalten und die Arbeit der einzelnen Teams zu koordinieren.

Und was war die größte Herausforderung dabei?

Esra: Bei einem 30-köpfigen Team gibt es natürlich ebenso viele verschiedene Meinungen, die man alle versuchen will, zu berücksichtigen – das ist nicht immer leicht. Und da sind wir schon im Kontext der Organisation bei unserem Demokratie-Thema.

Wie fühlt man sich, wenn man sich plötzlich mit bekannten Entscheidern aus Wirtschaft und Politik austauscht?

Lucas: Es ist uns eine große Ehre, dass wir so hochkarätige Persönlichkeiten für den Kongress gewinnen konnten. Das zeigt auch, wie wichtig sowohl das Thema als auch das Engagement von Studierenden sind. Im persönlichen Austausch mit ebendiesen Persönlichkeiten wurde dies deutlich. Wir durften zum Beispiel schon im Vorfeld des Kongresses zusammen einen Termin mit unserem Schirmherrn Prof. Dr. Norbert Lammert in Berlin wahrnehmen, das war ein besonderer Moment.

Wie seid Ihr auf das diesjährige Thema gekommen?

Esra: Wir haben für den Kongress eine Bandbreite an verschiedenen Themenvorschlägen diskutiert. In diesem Jahr haben wir uns wieder für ein sehr politisches Thema entschieden, denn Demokratie betrifft jeden von uns. Die Veränderungen in politischen und gesellschaftlichen Strukturen sind aktuell und so wollten wir es zum Gegenstand des Kongresses machen und uns als engagierte angehende Juristen mit diesem wichtigen Thema befassen.

Lucas: Ja, als wir uns Ende letzten Jahres für dieses Thema entschieden haben, waren bereits bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern deutliche Veränderungen im Wahlverhalten zu erkennen. Dasselbe Bild ergab sich bei der Europawahl. Zudem war Extremismus ein allgegenwärtiges Thema. All dies hat uns für die Themenwahl inspiriert und die Wahlergebnisse der vergangenen Wochen haben erneut bestätigt, wie aktuell das Thema ist.

Was nehmt Ihr für Euch persönlich für den weiteren Karriereweg mit?

Esra: Wir haben in diesem Jahr viel gelernt, nicht nur bei der Leitung eines Teams, sondern auch beim Anschreiben hochkarätiger Redner oder der Kommunikation mit Partnerkanzleien und -unternehmen – Dinge, die man während des Studiums sonst eher nicht macht. Und neben diesen Fähigkeiten und gesammelten Erfahrungen haben wir uns über das Jahr hinweg im Rahmen der Kongressorganisation mit verschiedensten Personen ausgetauscht und Einblicke in diverse Berufsfelder bekommen. Ich denke, dass wir das alles für unseren persönlichen Berufs- und Karriereweg mitnehmen.

Was hat Euch in den zwei Tagen am meisten beeindruckt?

Lucas: Ich persönlich möchte ungern etwas bestimmtes hervorheben. Es war das Gesamtwerk, von welchem ich einfach überwältigt war. Endlich konnte man sehen, worauf man ein Jahr lang hingearbeitet hat und die Puzzleteile der verschiedenen Teams kamen zu einem großen Ergebnis zusammen. Hinzu kommen die durchweg positiven Rückmeldungen, die wir bereits während des Kongresses und auch im Anschluss von unterschiedlichen Seiten erhalten haben. Deshalb möchte ich auch an dieser Stelle nochmals allen Beteiligten, insbesondere unserem Team, herzlich für die Arbeit des vergangenen Jahres danken.

Esra: Da kann ich mich nur anschließen!

Habt Ihr Tipps für Nachfolger und Kommilitonen?

Esra: Wenn man Zeit investiert und sich außercurricular engagiert, sammelt man sehr wertvolle Erfahrungen – wir freuen uns schon darauf, dem neuen Kongress-Team bei der Organisation als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Lucas: Ich denke, dass wir im letzten Jahr vor allem gelernt haben, wie wichtig Kommunikation ist. Darauf sollten auch unsere Nachfolger achten. Ansonsten wünschen wir dem neuen Team selbstverständlich alles Gute für das nächste Jahr und sind jetzt schon traurig, dass wir selbst im kommenden Jahr nicht persönlich am 7. EBS Law Congress teilnehmen können.

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