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Future Communication Conference 2017 – Let’s get in touch!

29.06.2017 | Von: Stefanie Teßner, Redakteurin Hochschulkommunikation
Fight Corners

Studenten und Top-Manager auf Augenhöhe bei der Future Communication Conference 2017

Mit den Jackets wurden auch die Hierarchien abgelegt: Bei 36 Grad im Schatten diskutierten rund fünfzig Studenten mit fünfzig Top-Managern was das Zeug hält, ein Unternehmen wurde gelauncht und bei einem plötzlichen Sturmtief spontanes Teambuilding betrieben.

Bei zunächst strahlendem Sonnenschein und mit Blick über die Rheinterrassen fand am 22. Juni erstmalig die Future Communication Conference an der EBS Universität statt. Das Schloss in Oestrich-Winkel bot ein ideales Umfeld für den zwanglosen Austausch zwischen Firmen und Young Professionals. Das Konzept ging auf: Neben Vorträgen und einer Recruiting-Plattform gab es mit den sogenannten „Fight Corners“ ein innovatives Format, bei dem Studenten und Top-Manager auf Augenhöhe miteinander diskutieren konnten. Die Unternehmensrepräsentanten (u. a. von TUI, Rewe, Porsche und DHL) stellten sich den Fragen der Generation Y: Was macht einen Arbeitgeber attraktiv? Was bewegt die Millennials, einem Unternehmen treu zu bleiben? Wie wollen wir in Zukunft zusammenarbeiten und kommunizieren?

Professor Dr. Sven Henkel, der zusammen mit seiner Frau Dr. Stefanie Henkel die Konferenz ins Leben gerufen hat, begann den Tag bei brüllender Hitze mit der Aufforderung, die Jackets abzulegen und neben der Hierarchie für diesen Tag auch alle Sprachbarrieren zu überwinden: „You can speak the language you want to speak, we will connect to each other.“ Der Professor für Marketing will Firmen und junge Bewerber ins Gespräch bringen und wünscht sich toughe Debatten. Nach anregenden Vorträgen, wie dem von Dr. Elke Eller von der TUI Group über Kommunikation im digitalen Zeitalter, ging es daher direkt in die Vollen. Master-Studenten der EBS präsentierten Kurzfilme zu ihren Erwartungen an Zusammenarbeit, Arbeitsumfeld und Führungskultur und „kämpften“ in den Fight Corners Auge in Auge mit den Unternehmensvertretern um ihre Zukunftskonzepte.

„Es ist toll, dass nicht nur Beraterfirmen und Banken anwesend sind, sondern auch viele mittelständische Unternehmen“, sagt Alexander Görtz, der zurzeit seinen Master in Management macht. Die Millennials sind nicht auf einem sinnbefreiten Karrieretrip, sondern wollen etwas bewegen. Die Frage „Wofür bist du bereit Leistung zu erbringen?“ beantworten die zukünftigen Arbeitnehmer in einem Wort: „Sinn“. „Ich muss wissen, wofür ich das alles tue“, äußert Lili Ebner-Stoll. „Mir persönlich ist eine gewisse Sinnhaftigkeit wichtig. Ich habe sehr viel Kraft in meine Ausbildung investiert, aber alle Strapazen werden immer wieder wettgemacht, wenn man einen Zweck hat, wofür man arbeitet. Das eröffnet völlig neue Energien.“ Diese Energie liegt auch in der Luft, als das Start-up Ahoy auf der Veranstaltung exklusiv gelauncht wird. Ahoy wurde von EBS Alumnus Vinay Datta gegründet und ist ein Marktplatz für Unternehmensgründer, der Dienstleistungen für Start-ups weltweit anbieten wird. „Just believe in your idea and be an entrepreneur“, so Dattas Devise.

Nicht nur an sich selbst, sondern auch an ihre zukünftigen Vorgesetzten haben die Young Professionals hohe Erwartungen. Sie wünschen sich kooperatives Feedback in Form persönlicher Coachings, damit sie von der Erfahrung der Seniors lernen können. Ein anwesender Unternehmensvertreter entgegnet, es hänge jedoch auch von der Persönlichkeit des Beschäftigten ab: „Als ich meine erste Stelle hatte, war ich sofort Teil des Teams und es war eine sehr warme Atmosphäre. Aber manche Menschen brauchen auch ein sehr kompetitives Umfeld.“ Oftmals bringen die Young Professionals frischen Wind in eingefahrene Strukturen. „Firmen wünschen sich, dass Arbeitnehmer ihre eigenen Werte mitbringen und dadurch auch aus eigenem Antrieb ein Team verändern, wenn ihnen der Status Quo nicht passt“, so der führende Angestellte eines deutschen Konzerns.

Kooperation und fairer Wettkampf, diese zwei Ansprüche kommen am Schluss des Tages dann noch auf ganz unerwartete Weise zum Tragen: Der plötzliche Orkan und Regenschauer am Nachmittag droht, zwei Sonnenzelte auf der Terrasse umzuwerfen. Die Tatkraft der Millennials wird ganz praktisch spürbar und reißt auch den letzten Chef vom Hocker: Alle packen gemeinsam mit an und bilden spontan zwei Teams. Dabei ermutigt einer den anderen und neben vielem Gelächter hallt es über die Terrasse: „Ihr macht das super!“ Die einhellige Meinung nach heißen Diskussionen und diesem stürmischen Finale: „Wiederholung erwünscht!“

Über die Future Communication Conference

EBS Professor Sven Henkel rief im Oktober 2016 das Future Communication Forum ins Leben, um mit Unternehmen und Universitäten gemeinsam Lösungen für Kommunikation und Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter zu entwickeln. Aktuell sind sechs Unternehmenspartner (Bayer, B. Braun Melsungen, Deutsche Post DHL Group, Die Mobiliar, Porsche und Rewe Group) sowie vier Partneruniversitäten (Universität Mannheim, Universität St. Gallen, RWTH Aachen und EBS Universität) an Bord. Am 22. Juni fand die erste Future Communication Conference auf dem Campus der EBS Universität statt.

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