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EBSdigital: Plötzlich ist alles online

26. März 2020 | Von: Pressestelle EBS Universität
EBSdigital: Plötzlich ist alles online

„Empowering You in Times of Social Distancing“: Wie gehen EBSler mit der aktuellen Situation um? Julia Münzinger, Referentin Digitalisierung an der EBS Universität, erklärt, wie das Homeoffice auch in dieser ungewissen Zeit produktiv genutzt werden kann.

Homeoffice, das ist für mich nichts Neues und jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich es schätze. Aber eigentlich nur einen Tag in der Woche. Homeoffice ist dann ein kleiner, kreativer Freiraum für mich. Dort kann ich mich komplett in neue Themen hereindenken, Konzept entwickeln, Aufgaben abarbeiten, aber auch alltägliche Herausforderungen wie z.B. Arzttermine erledigen. Aber aktuell muss ich mein geliebtes Homeoffice auch ganz neu für mich entdecken. Plötzlich ist es kein Freiraum mehr, sondern allgemeine Realität. Alles ist gerade noch unklar und wir müssen uns erstmal den plötzlichen Veränderungen und allen möglichen Konsequenzen abfinden. Das, was so normal und selbstverständlich war, hat sich in kürzester Zeit verändert. Ein neues Verständnis von Arbeit und Zusammenarbeit muss sich in kürzester Zeit aufbauen und wir alle müssen schauen, wie diese neue (und sicherlich nicht leichte) Situation gestaltet werden kann. Wie kann ein länger andauerndes Homeoffice für produktiv und vor allem angenehm eingerichtet werden? Wie können klare Strukturen geschaffen werden? Wie können wir achtsam mit uns und allen anderen in dieser stressigen Situation umgehen? Wie kann ich auf mich selbst – mental und körperlich – aufpassen?

Folgende 5 Themen nehme ich mir dabei besonders zu Herzen, auch wenn einige Punkte noch nicht 100%ig klappen. Aber so ist das nun mal, alles ist ein Prozess, braucht Zeit und Übung. Auch das Homeoffice.

1. My 8 to 5 – Klare Arbeitszeiten: Das fällt mir noch schwer, da Arbeitslaptop und Smartphone nun für längere Zeit bei mir eingezogen sind. Aber gerade im Homeoffice müssen wir lernen Grenzen zu ziehen und Arbeitsgeräte zur Seite oder in einen anderen Raum zu legen. Mir helfen dabei sehr meine Tagespläne. So kann ich neben klaren Arbeitszeiten auch bewusst Raum für meine persönlichen Interessen, aber auch Pausen schaffen. Das klappt noch nicht perfekt, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Und denken Sie daran: kennen und akzeptieren Sie die Arbeitszeiten Ihrer Kolleg*innen.

2. Ich weiß, was mir das Homeoffice erleichtert: To Do Listen anlegen, E-Mail-Postfach und digitalen Kalender pflegen und aufräumen (jetzt ganz besonders!!) und digitale Tools für Zusammenarbeit und Austausch optimieren. Und ganz wichtig: alle Login-Daten parat haben oder wissen, wo ich Sie bekomme.

3. Selbstdisziplin ist gefragt: immer diese Ablenkungen. Im Homeoffice sind sie besonders groß manchmal. Jetzt sind Selbstdisziplin, aber auch klare Strukturen, Routinen und Rituale gefragt. Falls Sie private Nachrichten unterbinden wollen, können Sie mit verschiedenen Apps die Nutzung auf Ihrem Smartphone regulieren. Ich nutze z. B. YourHour.

4. Zeit für eine Pause: Vergessen Sie Ihre Pausen nicht! Im Moment ändern sich nicht nur die Art und Weise, wie wir arbeiten, sondern neue digitale Kultur- und Sportangebote entstehen. Viele Yogalehrer*innen z.B. bieten jetzt auch Online-Kurse an, manchmal auch Pausenyoga am Mittag. Nutzen Sie solche Angebote. Die App Insight kann ich für kurze Meditationspause und Impulse auch empfehlen. Ein klarer Kopf hat noch nie geschadet! Bewegung auch nicht!

5. Hallo? Ist da jemand?: aktuell überschlagen sich Anrufe oder Videokonferenzen. Das tut gut, denn so bleibt ein gewisser Alltag bestehen, kann aber auch anstrengend sein. Der kurze Austausch auf dem Flur oder der Teeküche fehlt zwar, aber es gibt genug Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben. Und das sollten wir alle jetzt ganz besonders tun. Gemeinsam Lachen, gemeinsam Probleme lösen, gemeinsam kommen wir weiter. Erfolgreiche Zusammenarbeit kann im realen Leben durch klare Absprachen und Abläufe erfolgreich und produktiv sein. Daran ändert sich nichts in der digitalen Welt. Vereinbaren Sie feste Termine für Besprechungen via Zoom und teilen Sie anderen mit, wann und wie Sie erreichbar sind. Pflegen Sie Ihren digitalen Kalender! Ansonsten kann im Team ein Austausch über einen Messenger oder dem Intranet stattfinden.

Ich wünsche uns allen in dieser Zeit das Beste, viel Energie und Geduld. Noch verstehe ich es als große Chance. Bleiben Sie gesund!


Julia Münzinger ist als Referentin Digitalisierung an der EBS Universität tätig. Seit 8 Jahren beschäftigt Sie sich im Bereich der Digitalisierung hauptsächlich mit der Konzeption, Gestaltung und Entwicklung digitaler Lern- und Arbeitsräume. Die Förderung von Kompetenzen für das Arbeiten und Lernen in einer digitalisierten Welt stehen neben dem Aufbau infrastruktureller und bedarfsorientierter Grundlagen für Lehre, Kommunikation und Zusammenarbeit im Vordergrund ihrer Arbeit.

Hintergrund:

Während der größten globalen Pandemie seit der Spanischen Grippe sind wir alle gefordert, die Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich zu verlangsamen. Die EBS Universität möchte ihren Beitrag dazu leisten und bietet Lehrveranstaltungen seit Montag, den 16.3.2020, bis auf weiteres komplett in Form von interaktiven Video- oder Audiokonferenzen und E-Learning an, in welchen die Studierenden mit ihren Professoren in den direkten Austausch treten, Raum für Diskussionen haben und es grundsätzlich keinen Unterschied zu einer normalen Vorlesung gibt (außer die Präsenz). So halten wir die Lehre vollumfänglich aufrecht. Wir sind durch die Maßnahmen in der Lage, für die Studierenden den rechtzeitigen Abschluss des Semesters bzw. des Studiums wie geplant sicherzustellen. Die Sicherheit und Gesundheit der EBS Gemeinschaft sowie aller Besucher und Besucherinnen ist für die EBS Universität von größter Bedeutung. Wir verfolgen die Entwicklungen aktiv seit den ersten Berichten über die auf SARS-Cov-2 basierende Krankheit in China. Bisher gibt es weder bestätigte noch vermutete Krankheitsfälle an unserer Universität oder in ihrem Umfeld. Nach wie vor halten wir den persönlichen Kontakt zu den Studierenden für einen wichtigen Bestandteil eines erfolgreichen Studiums und für einen gelungenen Studienstart: alle Mitarbeiter und Professoren sind per Telefon, Mail oder Videocall erreichbar – im Homeoffice oder als letzte Verbliebende aus dem Büro.

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