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EBS Expertin im Gespräch: Prof Myriam Bechtoldt zum Thema psychische Verarbeitung des Klimawandels

17. September 2021 | Von: Violetta Sulzbach, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Impact Institut
ZDF Myriam Bechtoldt - Climate Change

Die Erderwärmung ist kaum noch umzukehren und ihre Folgen werden in Form von klimabedingten Naturkatastrophen immer deutlicher. Um die globale Erwärmung zumindest ein stückweit aufzuhalten, müssen die Menschen ihr Verhalten nachhaltig ändern. Bei der Wahrnehmung und Verarbeitung dieser Umstellungen durchlaufen sie verschiedene Phasen.

In einem Online-Artikel des ZDF erläutert EBS Psychologieprofessorin Myriam Bechtoldt und Mitglied bei der Organisation Psychologists for Future (Psy4F) die einzelnenen Phasen dieses Prozesses. Zunächst erklärt Bechtholdt, dass der Prozess dem der Trauer ähnle: „Vom Leugnen über intensive Gefühle, der Suche nach Lösungen bis zum Finden eines Platzes in der neuen Welt“. Die erste Phase, das „Nicht-Wahrhaben-Wollen“, sei dabei von kognitiver Dissonanz geprägt. In der zweiten Phase, die „Aufbrechenden Emotionen“, seien Gefühle wie Wut oder Angst präsent und motivierten zur Handlung. In der dritten Phase, dem „Suchen und Sich-Tennen“, würden soziale Normen bei der Akzeptanz der Veränderung helfen. Die vierte Phase „Neuer Selbst- und Weltbezug“ sei es wichtig sich von positiven Visionen leiten zu lassen. „Statt von den Kosten der Anpassung zu sprechen, könnten Investitionen in den Klimaschutz auch wie eine gesellschaftliche Versicherung gegen die Folgen der Erderwärmung verstanden werden, so wie private Haushalte Versicherungen unterhalten“.

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