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EBS Digital: Zeitgemäße Weiterbildung aus dem Homeoffice gestalten

27. Mai 2020 | Von: Inga Olze, Specialist Marketing & Sales
Mann im Homeoffice

Vollkommen neu gedacht wird berufsbegleitendes Lernen in Zeiten von Corona. Im Spannungsfeld zwischen persönlicher Lebensplanung und Weiterbildungssteuerung durch Arbeitgeber entwickelt sich derzeit ein komplett neuer Ansatz für Lebenslanges Lernen.

Welche Chancen entstehen durch die aktuellen Veränderungen im Bereich der persönlichen Arbeitsgestaltung und Karriereentwicklung? EBS Weiterbildungsexpertin Jasmin Engel zeigt ihre ganz persönliche Vision zum berufsbegleitenden Lernen 4.0 auf und verrät, warum sie einige der Effekte der aktuellen Entwicklungen mit offenen Armen begrüßt.

Was hat sich bei Ihnen persönlich durch Corona am Arbeitsalltag verändert?

Auf den ersten Blick habe ich gedacht „nicht viel“, denn ich bin daran gewöhnt, mobil zu arbeiten. Ob im Büro, im Home Office oder auf dem Weg zum Kunden, mein „kleines Büro“ - Laptop und Smart Phone - habe ich immer bei mir. So bin ich für Kunden, Interessenten und mein Team auch immer erreichbar. Wenn ich die Situation aber genauer betrachte, erlebe ich gerade jetzt, dass das Arbeiten auch einen großen Anteil an „distant socializing“ beinhaltet. Ich habe den Eindruck, dass wir durch das Distanzhalten ein Stück näher zusammen rücken, uns stärker austauschen und offener werden, um mit und voneinander zu lernen. Ein Beispiel hierfür ist, dass wir unsere sehr interaktiven Präsenzveranstaltungen nun auf online-Einheiten umgestellt haben. Alle Beteiligten, sowohl die Lehrenden als auch unsere Teilnehmenden, sind sehr flexibel und haben Spaß am Ausprobieren. Dabei sind sie stets diszipliniert und helfen einander beim Umgang mit der Technik.

Was mögen Sie an Ihrem Home Office Arbeitsplatz?

Ich bin sehr froh, dass ich ein eigenes Arbeitszimmer habe, in das ich mich zum Arbeiten zurückziehe und bei dem ich bei Verlassen die Tür hinter mir schließen kann und so mein privater Raum auch privat bleiben kann.

Gibt es neue Aufgaben für Sie im Zuge der aktuellen Veränderungen?

Ich freue mich, dass mein Herzensthema „Blended Learning“ einen Push erhalten hat, den in diesem Ausmaß niemand kommen sah. Der Teil meiner Arbeit, der hierauf fokussiert, ist plötzlich in den Mittelpunkt aller Lernkonzepte gerückt und das erhöht die Intensität natürlich beträchtlich. So beschäftige ich mich noch mehr mit Konferenzsoftwaretools und dem Themenfeld Online-Didaktik. Es hat mir besonders Spaß gemacht, mein Know-how mit unseren Professoren und Dozenten im Rahmen mehrerer interner Schulungen zu teilen und in den Austausch zu gehen. Das Feedback unserer Studierenden zur Online-Lehre an der EBS Universität war übrigens durchweg positiv.

Haben Sie ein Herzensprojekt derzeit, von dem Sie uns erzählen möchten?

Wir sind gerade dabei, einen neuen berufsbegleitende „Master in Business“ mit Spezialisierung zum Thema „Digital Transformation“ zu konzeptionieren. Das für mich so Besondere an diesem Projekt ist, dass der berufsbegleitende Master of Arts an der EBS Universität modular aufgebaut ist. Er besteht aus verschiedenen Zertifikatsprogrammen, die entweder komplett losgelöst vom Master studiert werden können, oder eben in Masterstudiengänge unserer Master of Arts Familie eingebracht werden können. Denn das Schöne ist, dass sich die Teilnehmenden nicht direkt für einen gesamten Studiengang entscheiden müssen, sondern flexibel in unser Masterstudium einsteigen können und sozusagen zunächst einmal in einem Zertifikatsprogramm testen können, ob das Konzept der EBS Executive School sie überzeugt. Und dass wir mit unserem geplanten Zertifikatsprogramm „Grundlagen Digital Transformation“ genau am Puls der Zeit liegen, macht es zu einem der spannendsten Projekte, an denen ich derzeit arbeite.

Sehen Sie andauernde Chancen für das Lifelong Learning, die sich aus Corona ergeben?

Auf jeden Fall sehe ich, dass viele Menschen offener werden, Neues auszuprobieren und aus Feedback und von Herausforderungen zu lernen. Das hat für mich etwas sehr Gutes, denn es birgt Innovationskraft, fördert die Kreativität und erzeugt tolle Ideen und Ergebnisse. Ich fühle mich von der Kreativität inspiriert und habe den Eindruck, dass diese beflügelt, weiter zu denken und damit auch weiter zu lernen und sich gegenseitig zu fördern und zu fordern. Wenn der Terminus „Lifelong Learning“ den Bezugspunkt also nicht nur auf formales Lernen setzt, sondern eben auch auf informelles Lernen, kann ich mit Überzeugung sagen: Wir im Weiterbildungsbereich der EBS Universität nutzen diese Chance sehr gut. Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte, was nach Corona von der neuen Haltung bleibt, wäre es das Miteinander und die Energie, neue Lösungsansätze gemeinsam zu entwickeln.

Was ist Ihre Vision für die Zukunft der Weiterbildung?

Weiterbildung bedeutet für mich, verschiedene Lernarten so zu kombinieren, dass für den Lernenden ein Mehrwert entsteht. Nicht nur im Ausbau von fachlicher, sondern auch von persönlicher und methodischer Kompetenz. Von daher sehe ich Weiterbildung bereits heute nicht als rein formale Ausbildung sondern als Entwicklung der Person. Und diese Art der „Personal“-entwicklung erfolgt durch die Kombination von verschiedenen Lernelementen: Erfahrungslernen, Lernen im Austausch mit Anderen, formales Lernen und, und, und. Eine gute Weiterbildung sollte all diese Elemente kombinieren und unterstützen.

Home Office und Karriereentwicklung: Was möchten Sie allen Weiterbildungsinteressierten aktuell mitgeben?

Bleiben Sie neugierig, probieren Sie aus und nutzen Sie die vielfältigen Lernangebote.

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Inga Olze
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