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Das EBS Symposium: Hier ist alles denkbar und alles möglich

20.10.2017 | Von: Stefanie Teßner, Redakteurin Hochschulkommunikation
28. EBS Symposium 2
CAMPUS DATE… mit EBS Student Tim Kleinpeter, der im letzten Jahr Europas größten studentischen Wirtschaftskongress geleitet hat

Jede Woche eine „Teamrunde“ und jede Woche eine „Headrunde“. So sah das letzte Jahr für Tim Kleinpeter aus. Tim war Chairman des gerade vergangenen 28. EBS Symposiums , das in diesem Jahr unter dem Titel „The next big thing“ stattfand. Gemeinsam mit Beke Flathmann als Chairwoman und dem gesamten Team aus 60 Studierenden war er zuständig für die Organisation eines Wirtschaftskongresses mit 750 Teilnehmern aus aller Welt und renommierten Speakern wie Prof. Dr. Andreas Dombret (Deutsche Bundesbank) oder Prof. Dr. Burkhard Schwenker (Roland Berger).

Der sympathische Wirtschaftsstudent sitzt mittlerweile in Turnschuhen und Leinenjacket ganz entspannt in der Mensa und plaudert bei einem Cappuccino über das Größte, was er bisher in seinem Leben auf die Beine gestellt hat. Trotz der enormen Lautstärke um ihn herum wirkt der blonde 21-Jährige tiefenentspannt. Kein Wunder – denn verglichen mit dem Trubel, den er gerade hinter sich gebracht hat, ist so ein kurzes Interview zwischen Tür und Angel keine Herausforderung mehr für ihn. „Das Team ‚Corporate‘ muss bereits bis Dezember mit allen Unternehmen Kontakt aufnehmen. Und das ist eine Liste von 500 Firmen!“, so Kleinpeter. „Ab einem bestimmten Punkt hast du das Gefühl, du bist kein Student mehr. Du gehst auf den Campus als Austragungsort des Symposiums und nicht in deine Uni“, lacht er.

Das ist gar nicht mal so weit hergeholt, denn alle Jahre wieder verwandelt sich der idyllisch gelegene Schloss-Campus der EBS Business School in Oestrich-Winkel in ein belebtes Gelände mit Vorträgen, Diskussionsrunden und einer Karriere-Messe. Junge Menschen in Anzügen schwärmen über die Wege und bevölkern vom Innenhof, der in ein Open-Air-Restaurant verwandelt wurde, über die weißen Zelte bis hin zum großen Forum im Kiep Center den gesamten Campus. Drei Tage lang ist hier alles denkbar und alles möglich. Die nächste innovative Produktidee könnte bei einem Kaffee in der Mensa entstehen oder man findet den lang ersehnten Unternehmenspartner bei einer Bootstour auf dem Rhein. Wie fühlt man sich, wenn man plötzlich bekannten Entscheidern aus Wirtschaft und Politik direkt gegenübersteht? „Man hat unfassbaren Respekt und das ist auch wichtig. Aber man kann auch den Mut haben, diese Persönlichkeiten einfach anzusprechen und mit ihnen umzugehen wie mit jedem anderen auch“, sagt Tim, der ganz bescheiden bleibt. „Man darf das nicht als ‚Ego-Push‘ sehen. Es geht nicht um den persönlichen Benefit, sondern um das Symposium.“

Immer einen kühlen Kopf bewahren

Dass das Symposium für Tim ein Jahr lang an erster Stelle stand, erkennt man auch daran, was der engagierte Student alles freiwillig übernommen hat, um dieses fantastische Event gelingen zu lassen: „Ich war im Department ‚Innovation Fair‘. Der Umgang mit den Unternehmen ist dort ganz entspannt, weil es alles Start-ups sind. Ich habe versucht, den direkten Kontakt zu finden, bin auf Messen gegangen, habe da mit Leuten gesprochen. Zum Sommer hin habe ich dann realisiert, dass ich zusätzlich den Bereich ‚Speaker Relations‘ übernehmen muss, da der noch nicht besetzt war. Und als klar wurde, dass von 40 Rednern noch 16 fehlen, darunter vier Moderatoren, habe ich gedacht: Wenn du das jetzt nicht machst, findet das Symposium nicht statt. Da habe ich mich dann plötzlich vor einem komplett anderen Aufgabenfeld wiedergefunden“, erläutert Kleinpeter. „Gefühlt habe ich ab diesem Zeitpunkt eigentlich aus jedem Department mal Aufgaben übernommen.“ Aber nicht nur der Arbeitsaufwand war für den jungen Organisator eine Herausforderung. Den Gleichaltrigen im selben Semester immer wieder zeigen: „Was ich jetzt sage, das wird gemacht“, sei nicht immer leicht gewesen. Wichtig sei aber rüberzubringen: Keiner steht über dem anderen! Egal, ob man Teammitglied ist oder Vorstandsvorsitzender. Das betont er immer wieder.

Die Mühe hat sich gelohnt: Trotz des ganzen Stresses treibt das Team sich gegenseitig an. Man habe „einen Zusammenhalt gespürt, den ich so noch nie kennengelernt habe“, sagt Tim. Bei seiner Abschlussrede am Ende des dreitägigen Kongresses ist er auf dem Höhepunkt der Anspannung, aber zugleich auch unfassbar glücklich über das gemeinsam Erreichte. Da spürt er noch einmal, was echter Teamgeist bedeutet. „Dieser Moment, wenn jeder noch mal zu dir kommt und dich umarmt und du diesen Teamspirit auf einem absoluten Maximum spürst: Das war wahrscheinlich das intensivste Erlebnis, was ich bisher in meinem Leben gehabt habe. Eigentlich habe ich in meiner Rede nur meine Wertschätzung dem gesamten Team gegenüber ausgedrückt. Aber danach merkte ich plötzlich, wie auch die anderen mich wertgeschätzt haben“, sagt er, während er an den beeindruckenden Moment zurückdenkt, und kann sich trotz aller Bescheidenheit ein kleines Lächeln nicht verkneifen.

Runde 2018 ist bereits wieder eröffnet

Noch auf der Welle der Begeisterung des gerade vergangenen Events schwärmt der energiegeladene Student schon wieder von der nächsten Runde: Momentan werden die Teams der acht Departments für das Symposium 2018 zusammengestellt. „Ich habe in dieser Woche 27 Interviews geführt. Die Studenten haben sich mit einem Motivationsschreiben bei uns ‚Alten‘ beworben und es gab auch ein Interview. Was mir wirklich wichtig ist, ist dass man Menschen mit Charakter findet. Man sucht niemanden, der schon perfekt ist und alles kann. Aber man sucht eine Person, die das Potenzial hat, das alles über ein Jahr lernen zu können.“ Der Head wird dann aus den neuen Teams heraus gewählt und aus den Heads noch einmal der oder die Vorstandsvorsitzende. Am Wochenende treffen sich die „Alten“ und die „Neuen“ zu einem Kick-Off im Frankfurter Club „Gibson“. Das ganze Wissen, was sie im Laufe eines Jahres angehäuft haben, möchten sie an die Neuen weitergeben und auch ein Thema für das Symposium 2018 finden, das bereits das 29. EBS Symposium sein wird. Mit dem souveränen Auftreten, das Tim an den Tag legt, glaubt man ihm sofort, dass er eine Menge weiterzugeben hat. „Bei der Bewerbung an der EBS haben sie mich gefragt, ob eine Führungsposition etwas für mich wäre. Damals war ich mir noch nicht ganz sicher. Jetzt bin ich mir zu 100 Prozent sicher: Das ist was für mich!“, resümiert er. „Aber nun bin ich erst mal einfach nur glücklich, ab nächster Woche wieder ‚nur‘ Student zu sein.“

Mehr Informationen zum EBS Symposium unter: http://ebs-symposium.eu/

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