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Die besondere Rolle der Controller in der Corona-Krise

18. Mai 2020 | Von: Pressestelle EBS Universität
Die besondere Rolle der Controller in der Corona-Krise

Prof. Dr. Ronald Gleich und Dr. Christoph Munck führen aus, welche Rollen die Controller bei der Krisenbewältigung der aktuellen Corona-Krise einnehmen.

Aktuell ist Handeln angesagt! Hunderttausende Unternehmen kämpfen ums Überleben und sehen sich ganz besonderen Herausforderungen gegenüber. „Corona“ zeigt uns einerseits, dass unsere Wirtschaft mit ihren weltweiten Vernetzungen schnell an Grenzen stößt und dass deren Aufstellung auch nach vielen Jahren der Optimierung immer wieder Neuerungen unterliegt. Andererseits kann die Größe des Schocks auch durch eine noch so flexible Organisation nicht einfach absorbiert werden. Dazu sind die Einbrüche in den verschiedenen Industrien zu immens und andauernd.

Es fehlen Orientierungspunkte und Erfahrungen zur unternehmensspezifischen Bewältigung von Krisen. Deswegen haben sich Prof. Dr. Ronald Gleich und Dr. Christoph Munck (beide EBS Universität für Wirtschaft und Recht) mit einem kleinen Team der Ideenwerkstatt des Internationalen Controller Vereins (ICV) zur Aufgabe gemacht, die aktuelle und die auf uns zukommende Situation zu beschreiben und aufzuzeigen, welche Krisenbewältigungsphasen es gibt bzw. welche auf uns zukommen. Sie zeigen auf, was die einzelnen Phasen prägt und welche Rollen die Controller in der erfolgreichen Absolvierung der Phasen im Unternehmen spielen können.

Die aktuelle Krise ist für krisenerfahrene Manager und Controller in der zu erwartenden Ausprägung Neuland. Sie läßt sich allein mit bislang bekannten Mitteln nicht verstehen und managen. Deswegen wurde in einem Corona-Krisen Special-Quarterly der Ideenwerkstatt versucht, Muster zu erarbeiten, die einem klassischen Industrie- oder Dienstleistungsunternehmen bei der Krisenbewältigung helfen können. Zunächst wurden dazu mögliche Phasen der Krise unterschieden, diese Phasen dann charakterisiert und ganz besonders die Rolle des Controllers in der jeweiligen Phase herausgearbeitet. Diese Muster sollen auch helfen Stabilität zu entwickeln und ein Anker- und Orientierungspunkt sein, denn nichts ist schlimmer als ein Panikmodus ohne Perspektive.

Folgende vier Phasen des Krisenmanagements werden unterschieden:

  • Phase 1 soll dem Überleben des Unternehmens nach einem nicht erwarteten exogenen (Corona-) Schock dienen.
  • Phase 2 dient der Stabilisierung des Unternehmens und des Businesses auf Grundlage der neuen, in der Regel radikal geänderten Gegebenheiten.
  • Phase 3 hat die in den meisten Fällen erforderliche Neuausrichtung der Geschäftsmodelle des Unternehmens zum Gegenstand. D.h. man schaut wieder nach vorn und versucht, neue Chancen zu erkennen und zu nutzen. Idealerweise startet man diese Phase bereits parallel zur Phase 2.
  • Phase 4 widmet sich dem eigentlichen Neustart des Unternehmens nach oder am Ende der Krisensituation. Auch hier wird es eine längere Startphase von mehreren Monaten geben, bis die Wertschöpfung des Unternehmens wie gewünscht funktioniert. Schnelligkeit der Akteure ist absoluter Trumpf im Wettbewerb.

Die vollständige Publikation sowie viele weitere Impulse zur Krisenbewältigung und zu aktuell für Controller interessanten Themen können auf der Website des ICVs kostenfrei heruntergeladen werden.

Am Dienstag, 19.05. (16-17 Uhr), findet zum Thema der Publikation auch ein kostenfreies Webinar statt.

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