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Alumni Erfolgsgeschichte: Justin Adam, Co-Founder & CEO von Grovy

25. Januar 2022 | Von: Pressestelle EBS Universität
Alumni Erfolgsgeschichte: Justin Adam, Co-Founder & CEO bei Grovy

Justin Adam, Co-Founder & CEO bei Grovy


Online Produkte bestellen und in weniger als 10 Minuten am Wunschort erhalten – das ist das Versprechen des Online-Lieferdienstes Grovy. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein stehen bei dem selbsternannten Supermarkt der Zukunft dabei an erster Stelle, es wird viel Wert gelegt auf Regionalität und Bio, die Auslieferung erfolgt ausschließlich mit E-Bikes. CEO und Co-Founder von Grovy ist EBS Alumnus Justin Adam. Justin graduierte 2018 an der EBS Universität, wir haben mit ihm über sein Start-up und seinen Karriereweg gesprochen.

Erzähle uns bitte kurz von Grovy und was euch so besonders macht.

Die Frage beantworte ich immer sehr gerne :-)

Ich persönlich sehe Grovy und alle anderen Marktteilnehmer im Quick Commerce nicht nur als Online-Lieferdienste für Lebensmittel, sondern viel mehr als Pioniere des modernen Handels! Das besondere an unserem Business Model ist nämlich, dass wir in jeder Stadt ein Netzwerk aus sehr zentral gelegenen Warenhäusern (Dark Stores) betreiben. Aus diesen sogenannten „Dark Stores“ beliefern wir Kunden im Radius von 3 km mit über 2000 Produkten in nur 10 Minuten. Durch unser Lieferversprechen von nur 10 Minuten wollen wir nicht nur erreichen, dass Kunden noch einfacher und schneller Ihre gewünschten Produkte bestellen und erhalten – Viel spannender ist, dass wir durch unser Angebot das Einkaufsverhalten der Kunden langfristig verändern werden. Kunden sollen on-demand Ihre Einkäufe geliefert bekommen, anstatt einen großen Wocheneinkauf zu machen. Das führt dazu, dass weniger Lebensmittel im Kühlschrank verderben und wir somit dem massiven Foodwaste in Haushalten entgegenwirken können.

Du hast gemeinsam mit deinem Bruder gegründet. Wie seid ihr auf die Idee zu Grovy gekommen?

Vor etwas mehr als 2 Jahren sind mein Bruder und ich nach einem langen Arbeitstag gemeinsam in einem Supermarkt in der Frankfurter Innenstadt gewesen, um noch einige kleine Einkäufe zu tätigen. Als wir über 10 Minuten in der Schlange warteten, haben wir uns die Frage gestellt, warum sich eigentlich das Einkaufserlebnis in der Zeit der Digitalisierung kaum geändert hat, obwohl der heutige technologische Fortschritt das autonome Fahren und sogar Flüge ins Weltall ermöglichen. Nach einer kurzen Marktrecherche entstand kurz darauf die Idee eines Online-Supermarktes mit Sofortlieferung.

Welche Pläne habt ihr mit Grovy?

Wir streben die Marktführerschaft für den Quick-Commerce Bereich in Zentral- und Osteuropa an! Hierfür werden wir zunächst einmal in die großen zentral- und osteuropäischen Hauptstädte, wie Bukarest, Warschau oder Prag expandieren. In diesen Märkten sind die Verkaufspreise und Brutto Margen vergleichbar wie in Deutschland. Spannend wird es aber bei der Kostenstruktur, die in diesen Städten vorteilhafter sind als in den Westeuropäischen Märkten, wo der Großteil unserer Konkurrenz aktiv ist.

Mit Gorillas und Flink habt ihr zwei starke Konkurrenten. Was unterscheidet euch?

Im Großen und Ganzen unterscheiden wir uns in unserer Corporate Strategy von unserer Konkurrenz – vor Allem aber im Ansatz wie wir unser Unternehmen strukturieren und aufbauen. Wir sind der festen Überzeugung, dass bei unserem Geschäftsmodell von Beginn an ein besonderer Fokus auf die Unit Economics und die damit verbundene Profitabilität gesetzt werden muss, statt einfach nur eine irrsinnig hohe Burnrate zu produzieren, wie viele andere aktuell in der Branche. Darüber hinaus legen wir bei Grovy ein besonderes Augenmerk auf unsere Mitarbeiter:innen. Wir sind ein people-oriented business. Klar wollen wir wachsen, aber als Team gemeinsam!

Bereits kurz nach dem Studium hast du CityMove24, ein Umzugsunternehmen, gegründet und führst somit nun zwei Firmen als CEO. Wie bekommst du das alles unter einen Hut?

Man muss dazu sagen, dass ich seit dem Start von Grovy bei CityMove24 operativ raus bin und nur noch beratend unterstütze. Generell ist es aber bei dem Aufbau und dem Management von Unternehmen essenziell, klare Strukturen und Arbeitsabläufe zu schaffen. Hierfür sollte man von Beginn an ein super Team aus Co-Foundern und Mitarbeitern aufbauen, die in verschiedenen Bereichen und Abteilungen spezialisiert sind und dazu helfen eine zielführende Company Culture innerhalb des Unternehmens zu etablieren.

Was sind für dich die größten Herausforderungen in der Karriere und/oder im Alltag und wie gehst du sie an?

Ich glaube am Anfang war meine größte Herausforderung zu verstehen, dass auch Fehler und das Scheitern zur Karriere und zum Alltag dazugehören. Meines Erachtens nach ist es sehr wichtig dies früh zu realisieren und sich in dem Fall nicht runterkriegen und verunsichern zu lassen! Mein Motto hierbei ist immer: „Mach Fehler, aber mach Sie nur einmal!“

Was ist deine Vision? Was treibt dich an?

Meine Vision bei Grovy ist, nachhaltig das Einkaufsverhalten und das Einkaufserlebnis der Menschen durch den Einsatz der modernsten Technologie zu verändern. Der Gedanke, dass man einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung einer komplett neuen User Experience im Handel schaffen kann treibt mich extrem an. Wenn man schon Lebensmittel on-demand und sofort anliefern kann – warum sollte man unsere Infrastruktur und Technologie nicht auch für die sehr schnelle Anlieferung von weiteren Produktkategorien innerhalb kürzester Zeit nutzen? Meine Hypothese ist, dass sich der Handel in den nächsten 3-5 Jahren stark verändern wird und eine 3-Hour-Delivery oder vielleicht sogar eine Same-Hour-Delivery für fast alle Produkte im Online-Handel angeboten wird. Physische Einzelhandelsflächen und ggfs. auch Einkaufszentren werden in Zukunft immer mehr in innerstädtische Fulfillment-Zentren umgewandelt, um diese schnellen Lieferzeiten gewährleisten zu können.

Welche Tipps kannst du neuen, jungen Gründer:innen geben?

Ich kann jungen Gründer:innen nur ans Herz legen sich zu trauen neue Ideen zu testen und umzusetzen. In unserer Gesellschaft wird meiner Meinung nach zu sehr der Gedanke eingetrichtert, dass man lieber den sicheren Weg ins Arbeitsleben wählen sollte, anstatt sich was zu trauen und seine Träume zu verfolgen.

Inwiefern hat dich die EBS auf deinen Karriereweg vorbereitet?

Ich erinnere mich noch ganz genau an die Introduction Week, bei der uns in einer Rede ans Herz gelegt wurde so viel wie möglich zu networken. Zu der Zeit war mir tatsächlich noch nicht bewusst wie wichtig Networking ist, allerdings kann ich in meinem bisherigen Karriereweg bestätigen, dass durch gute Kontakte viele Möglichkeiten eröffnet werden können. Des weiteren wurde mir durch das Studium an der EBS (und die damit verbundenen „all-nighter“ bei Klausurenphasen ) beigebracht, dass Disziplin, Fokus und Teamgeist der Schlüssel zum Erfolg sind. Consistency is key!

Was ist deine schönste Erinnerung an die EBS Universität?

Ganz klar die coolen Veranstaltungen mit den legendären Parties und all die tollen Menschen die ich kennenlernen durfte!

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