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18 EBSler, ein Ziel: Convince the judges!

16.08.2017 | Von: Stefanie Teßner, Redakteurin Hochschulkommunikation
Gericht
EBS Moot Court bringt Jurastudierende ans Landgericht Wiesbaden

Am 14. Juli 2017 fand der EBS Moot Court erstmalig am Landgericht Wiesbaden statt. Achtzehn Studierende durften fiktive Rechtsstreitigkeiten vor Gericht austragen und einen Prozess vor erfahrenen Richtern führen. Mit an Bord: die auf Corporate Law spezialisierte Partner-Kanzlei der EBS Pöllath + Partners, die mit zwei Vertretern extra aus München angereist war, um die angehenden Juristen auf den Tag am Gericht vorzubereiten.

Intensive Vorbereitung

Los ging es am Donnerstag mit einem Vorbereitungsseminar. Die Rechtsanwälte Dr. Carsten Albert und Philipp Opitz von Pöllath + Partners trainierten mit den Studierenden in einem Verhandlungsworkshop den Fall eines fiktiven Unternehmensverkaufs. Dabei ging es um die Bedeutung von interkulturellen Kompetenzen und das Auftreten vor dem Verhandlungspartner. Außerdem plauderten die Kanzleivertreter aus dem Nähkästchen über Theorie und Praxis vor Gericht. EBS Student Mike Fecke, Organisator des Projekts, war begeistert von den Einblicken in die Berufspraxis eines Rechtsanwalts: „Von den erfahrenen Anwälten gecoacht zu werden, war eine fantastische Erfahrung. An eine Verhandlung ergebnisorientiert herangehen und Kompromissbereitschaft signalisieren: So erkennt man die wichtigsten Interessen beider Parteien und bringt sie überein.“

Am Nachmittag stand dann ein besonders heikler Strafrechtsfall auf dem Programm: Versuchter Mord. Hier ging es um die Simulation der Hauptverhandlung eines Strafverfahrens. Sechs Teams traten in zwei Runden gegeneinander an und nahmen dabei jeweils die Position von Verteidigung oder Staatsanwaltschaft ein. Anklage, Ladung und Vernehmung von Zeugen sowie Plädoyers – nichts wurde ausgelassen. Als Richter fungierten Claudia Dirlenbach, Jugendrichterin und Pressesprecherin am Amtsgericht Wiesbaden, sowie die EBS Professoren Dr. Jörg Scheinfeld und Dr. Christoph Wolf, die aus den sechs teilnehmenden Gruppen zwei Siegerteams auswählten.

Finale am Landgericht Wiesbaden

Am Freitag kam dann endlich der große Tag: Die zwei Finalistengruppen durften in einem Verhandlungssaal am Landgericht Wiesbaden einen weiteren Fall simulieren und all ihr rechtliches Know-How in einem Plädoyer zum Besten geben. Joachim Blaeschke, Präsident des Landgerichts, übernahm zusammen mit Frau Dirlenbach und Professor Wolf die Rolle eines der drei Richter. Auch hier ging es wieder in die Vollen: An nichts Geringerem als einer Anklage wegen versuchten Totschlags wollten die EBSler ihre Fähigkeiten testen. Die Fälle waren von Fecke verfasst worden, jedoch nicht ohne tatkräftige Unterstützung seines Professors. „Um die Rolle eines Verfahrensbeteiligten fiktiv einzunehmen, muss man sich besonders intensiv mit den maßgeblichen Gesetzestexten auseinandersetzen. Dadurch ist der Lerneffekt besonders groß“, erläutert Wolf. ** EBS Moot Court – Gerichtsprozesse hautnah**

Das von der Studentenschaft organisierte Ressort EBS Moot Court wurde 2011 gegründet, um Jura-Studierenden einen Einblick in die Berufspraxis zu geben. Zugleich können sie ihre Kenntnisse im Verfahrensrecht vertiefen sowie rhetorische Fähigkeiten trainieren und ausbauen. Dabei nehmen sie in fiktiven Gerichtsverhandlungen die Positionen von Staatsanwalt oder Verteidiger ein. Dieses Jahr lag der Fokus auf dem Strafrecht. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Partner-Kanzleien der EBS und erfahrenen Anwälten ermöglicht der Moot Court außerdem einen Einblick in die praktische Arbeit eines Juristen und erleichtert so die Wahl des späteren Berufsfeldes oder eines Praktikums.

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