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VIP-Curriculum: Die Kraft der Begegnung

23.04.2018 | Von: Stefanie Teßner, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
VIP-Curriculum: Cecilia Flores-Oebanda und Andreas Heinecke

Cecilia Flores-Oebanda und Prof. Andreas Heinecke

Im EBS Workshop finden Führungskräfte durch “Very Inspirational People” zu ihrer Lebensaufgabe

Am Ende eines großen Saales steht dicht gedrängt eine Gruppe Menschen vor mehreren Flipcharts. Sie sprechen über die Chancen, die in Krisen liegen. Wie kann man aus einer Lebenskrise positiv herausgehen? Einige Workshop-Teilnehmer vertreten die These, dass eine Krise in jedem Fall immer einen positiven Lerneffekt hat. Andere widersprechen: Es könne auch Krisen geben, aus denen man nicht unmittelbar etwas Positives ziehen kann. Eine Frau berichtet, dass sie über Jahre hinweg mit zwei kleinen Kindern ihre kranke Schwiegermutter pflegte und von niemandem Dank oder Unterstützung erhielt. Wie sie im Laufe der Zeit immer mehr verbitterte und doch am Ende Verständnis und Vergebung fand. Gestandene Persönlichkeiten, Männer und Frauen in Anzügen, öffnen sich und erzählen die persönlichsten Erlebnisse, damit zukünftige Führungskräfte davon profitieren.

Beim VIP-Curriculum, das dieses Jahr zum 8. Mal an der EBS Universität stattfand, geht es darum, dass Studenten von inspirierenden Persönlichkeiten lernen. „Unser VIP-Curriculum ist als transformative Lernerfahrung gedacht – vor allem aufgrund der Begegnung mit sehr individuellen, idealistischen, inspirierenden und manchmal sehr verletzten Menschen“, so Andreas Heinecke, Honorarprofessor für Social Business an der EBS und Mitglied des World Economic Forum in Davos. Der Erfinder der bekannten „Dialoge im Dunkeln“ organisiert den Workshop gemeinsam mit Dr. Kerstin Humberg, Trainerin für Angewandte Positive Psychologie und Gründerin von Yunel, einem Berliner Start-up für Biografiearbeit und Lebensstrategie. Fünf Tage lang geht es darum, dass die Studenten sich in der Begegnung mit anderen selbst erkennen, ihre Motivatoren nutzen lernen und ihren Einfluss auf die Gestaltung der Gesellschaft begreifen.

Besonders beeindruckt hat die Teilnehmer Cecilia Flores-Oebanda. Die Referentin des heutigen Tages ist philippinische Menschenrechtsaktivistin, kämpfte bereits in ihrer Jugend für die Befreiung ihres Heimatlandes vom Marcos-Regime und saß dafür vier Jahre im Gefängnis. Ihr erstes, in Haft geborenes Kind musste sie weggeben, zwei weitere zog sie gemeinsam mit ihrem Mann in der Gefangenschaft groß. Heute kämpft sie gegen Menschenhandel und Kinderprostitution, gründete in Manila ein „Center of Hope“ für aus der Zwangsverschleppung befreite Kinder. Es geht darum, wie man als Leader seine persönliche Lebensaufgabe findet. Und darum, wie man es schafft, immer wieder aufzustehen. Warum tut sie das, was sie tut? Diese Frage stellt ihr der Moderator ein ums andere Mal. Die Antwort kommt ohne zu zögern. „Weil ich Cecilia bin. Das ist mein Leben und es ist das, was ich tun soll!“

Mehr Informationen zu Yunel: https://www.yunel.de/

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Kontakt
Stefanie Tessner
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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