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Helene-Lange-Schule zu Gast an der EBS

25.05.2018 | Von:
EBS Global Day mit der Helene-Lange-Schule

Die Jury, die die Rollenspiele der Schüler/-innen bewertete, bestand aus Studierenden der EBS.

100 Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich beim Global Day mit einer gerechteren Weltordnung

Er sei gleich begeistert gewesen, als Timur Geroev damals mit seiner Idee ins Rektorat „gestürmt“ kam. Frank Schulze, Stufenleiter an der Helene-Lange-Schule, erzählt, wie der Global Day an der EBS Universität ins Leben gerufen wurde. Student Timur Geroev war selber früher Schüler an der Wiesbadener Vorzeigeschule und wollte nun im Rahmen eines Service-Learning-Projektes etwas zurückgeben. Service Learning ist ein Konzept zur praktischen Ethikausbildung an der EBS, bei dem sich Wirtschaftsstudierende ehrenamtlich engagieren und ihre Erfahrungen anschließend wissenschaftlich reflektieren. Also warum nicht Schülerinnen und Schülern das Thema Globalisierung und soziale Verantwortung nahebringen? „Ich wollte das Projekt nutzen, um aufzuzeigen, dass nicht nur der kleine Kreis um jeden Einzelnen herum von Wertschätzung geprägt sein sollte, sondern dass die ganze Welt inzwischen starke globale Verbindungen aufweist, deren Auswirkungen wir tagtäglich spüren“, so Initiator Geroev. Gesagt, getan: 100 Jugendliche kamen zu Besuch auf den Campus in Oestrich-Winkel und spielten angeleitet von Studierenden in Rollenspielen globale Handelsbeziehungen und Lösungen für potenzielle Konflikte nach.

In der 10. Klasse ist Globalisierung Projektthema der Stufe an der integrierten Gesamtschule, die auch eine der sogenannten Club of Rome Schulen für nachhaltige Entwicklung ist. Daher war die Freude groß, dass die jungen Lernenden nun einmal eine etwas andere Einführung bekamen. „Wir wollen Schule immer da öffnen, wo wir es können“, so Frank Schulze. „Wenn man ein bestimmtes Phänomen von Experten erklären lässt, wirkt es einfach anders.“ Und so veranschaulichten Dr. Marcus Kreikebaum, Executive Director des Zentrums für Unternehmensethik, und Prof. Dr. Karin Kreutzer, Professorin für Social Business, das Thema zunächst jeweils in einem Vortrag. Anhand von zwei Produkten, die die Jugendlichen kennen, erläuterte Professorin Kreutzer die Unterschiede zwischen einem Business, einer NGO und einem Social Business. Es war ihr wichtig zu zeigen, wie man mit strategischem Konsum globale Vorgänge tatsächlich beeinflussen kann.

Anschließend erarbeiteten und präsentierten die Schüler/-innen Lösungen für gerechtere Handelsbeziehungen in vier Rollenspielen. Vom senegalesischen Ehepaar, über den Hühnerzuchtbetrieb Krisenhof in Osnabrück bis hin zum Landwirtschaftsminister deckten sie alle Rollen ab und sorgten mit kreativen Dialogen auch manchmal für Gelächter im Saal. Beispielsweise als Herr Mayer sich als „langjähriger Geflügelkonsument“ vorstellte und bestätigte, dass der Kunde Billigfleisch immer noch nachfragt. Aber auch ernste Themen wie die Sorge um Arbeitsplätze, die nationale Wirtschaft oder globale Armut wurden vorgetragen und gegeneinander abgewogen. Dr. Kreikebaum war am Ende des Tages beeindruckt von dem Engagement der Teilnehmer: „Das waren alles sehr wache, motivierte junge Leute. Sie sind sehr interessiert an wirtschaftlichen Themen, vor allem, wenn man sie im Alltag abholt. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr!“

Mehr Informationen zur Helene-Lange-Schule: http://www.helene-lange-schule.de/

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