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EBSDigital: Vom Campusleben zur Online-Lehre

21. April 2020 | Von: Pressestelle EBS Universität
Vom Campusleben zur Online-Lehre

Kim Dillenberger und Prof. Dr. Matthias Waldkirch kommunizieren online.


Gestern hat sich die Welt verändert, heute erfinden wir uns neu und morgen wird alles anders sein - eine aktuelle Studie der EBS beleuchtet die digitale Lehrtransformation.

Wie viele Universitäten stand die EBS Universität vor der Frage, wie sich die Lehre in Zeiten der Corona-Krise aufrechterhalten lässt. Schnell fiel die Entscheidung, ausnahmslos online zu gehen. In kürzester Zeit hat die EBS Universität ihre Präsenzveranstaltungen auf Online-Lehre umgestellt. Noch bis vor wenigen Wochen trafen sich die Studierenden auf dem Campus, saßen unbeschwert nebeneinander im Vorlesungsraum, besprachen Alltäglichkeiten und warteten, bis ihre Professorin den Beamer anwarf. Mittlerweile sitzen die Studierenden über den Globus verteilt - der eine vielleicht in seinem alten Kinderzimmer und die andere eventuell in ihrer WG-Küche. Dennoch haben alle Studierenden etwas gemeinsam: Sie wählen sich in den Video-Call ein, der gleich von ihren Professoren eröffnet wird, die die Vorlesungen aus ihren Arbeitszimmern organisieren. Wie sich diese Umstellung auf den Lehrbetrieb und die Studierenden und Lehrenden auswirkt, ist die Frage hinter einem neuen Forschungsprojekt an der EBS Universität.

Kim Dillenberger und Prof. Dr. Matthias Waldkirch begleiten in ihrem Forschungsprojekt die EBS Universität wissenschaftlich in diesem digitalen Transformationsprozess. Dabei erforscht das Team, wie sich die Lehre im digitalen Raum verändert und wie die aktuellen Erfahrungen die Vorstellung von zukünftiger Lehre beeinflussen. Seit dem ersten Tag der Online-Lehre an der EBS Universität über das laufende Semester hinweg sammeln die Forscher unter anderem durch fortlaufende Interviews, Fokusgruppen, und die Teilnahme an Online-Vorlesungen und Meetings ein ganzheitliches Bild der Lehrtransformation an der EBS Universität.

Die ersten Ergebnisse zeigen, dass die Transformation des Lehrprozesses viele Gewissheiten auf Seiten der Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden in Frage stellt. Gerade die Frage, wie Lehrprozesse online komplett neu gedacht werden müssen, spielt dabei eine große Rolle. „Für viele Lehrende bedeutet die Umstellung eine Neudefinierung ihres Lehrraums, ihres Lehrformats und ihrer Lehridentität“ berichtet Kim Dillenberger. Trotz der räumlichen Distanz treffen sich die Lehrenden mehrmals die Woche online, wie Kim Dillenberger erzählt: „Es ist beachtlich zu sehen, wie die Lehrenden in regem Austausch stehen und Praktiken untereinander austauschen und erarbeiten.“ Aktuelle Einblicke der Studie zeigen, auf welche Weise alte Gewissheiten in der Lehre hinterfragt und neu gelöst werden und wie sich dabei die Rolle der Technologie verändert. Ein Thema, das viele bewegt, ist beispielsweise die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden in der Online-Lehre. Vorlesungen an der EBS Universität basieren auf Interaktion, doch gerade diese lässt sich online schwieriger umsetzen, so die aktuellen Erfahrungen. „Sowohl unsere Studierenden als auch die Professoren sind gerade dabei herauszufinden, wie sich eine neue Lehr-Etiquette herstellen lässt“, berichtet Kim Dillenberger. Dabei stellen schon einfache Fragen wie „Wie halte ich virtuell Augenkontakt?“ sowohl Lehrende als auch Studierende vor Herausforderungen. Gleichzeitig ermöglicht die Technik neue Formen der Interaktion, beliebt sind beispielsweise kurze Online-Umfragen, die Nutzung von virtuellen Breakout Rooms zur Gruppenarbeit sowie die Kommunikation über Chat.

Ziel der Studie ist es, umfassende Einblicke in den Transformationsprozess der Lehre zu erhalten, die sich auch auf andere Institutionen und Organisationen übertragen lassen. „Wir hoffen, dass unsere Forschung einen besseren Einblick dazu geben kann, wie Universitäten und andere Bildungsorganisationen die digitale Transformation bewältigen können“, erklärt Prof. Dr. Matthias Waldkirch.

Zu Fragen und vorläufigen Ergebnissen der Studie stehen Prof. Dr. Matthias Waldkirch und Kim Dillenberger gerne zur Verfügung.

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