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EBS Experten im Gespräch: Studie von Prof. Dr. iur. Emanuel V. Towfigh regt Diskussion in Berliner Senatsverwaltung an

22. März 2019 | Von: Pressestelle EBS Universität
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Die 2018 veröffentlichte Studie zu Geschlechts- und Herkunftseffekten in juristischen Examina von Prof. Dr. iur. Emanuel V. Towfigh, Dekan der EBS Law School, gemeinsam mit Andreas Glöckner von der Fernuniversität Hagen und Christian Traxler von der Hertie School of Governance im Auftrag des Nordrhein-Westfälischen Justizministeriums sorgt für Aufmerksamkeit in der Berliner Senatsverwaltung.

Die Studie Geschlechts- und Herkunftseffekte bei der Benotung juristischer Staatsprüfungen kam zu dem Ergebnis, dass Frauen in den juristischen Staatsexamina schlechtere Noten als Männer erzielen. Die durchschnittliche Bewertung von Frauen fällt in der mündlichen Prüfung um rund 2,4 Prozent schlechter aus als für Männer. In der anonymisierten schriftlichen Prüfung beläuft sich der Notenunterschied hingegen auf nur 1,9 Prozent. Ist jedoch mindestens eine Frau Mitglied der Prüfungskommission, verschwinden die Notenunterschiede.

Derzeit sind Frauen in den Berliner Prüfungskommissionen für das erste und zweite juristische Staatsexamen jedoch deutlich unterrepräsentiert. Die Senatsverwaltung und der Deutsche Juristinnenbund haben daher am 6. März 2019 in einer Pressekonferenz einen Aufruf gestartet: Sie wollen mehr Frauen in den Prüfungskommissionen der juristischen Staatsexamen.

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