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Studie: Generationenverantwortung im Konsum

22. März 2021 | Von: Katja Friedrichs , Wissenschaftliche Mitarbeiterin Social Business

Mrdjan Milićev Mladjan und sein Co-Autor Dušan Zvonkov Marković (Belgrade University) schlagen in ihrer Publikation „Generational Responsibility in Consumption as a Response to Global Economic Crises“ ein neues und nachhaltigeres Konsumkonzept vor.

Der Aufstieg der asiatischen und die Stagnation der westlichen Mittelschicht in den letzten dreißig Jahren haben zu einer allmählichen Angleichung der Einkommen großer Teile der Weltbevölkerung geführt. Die jüngsten globalen Krisen - die Große Rezession und die COVID-19-Pandemie - haben zu einem Rückgang der Einkommen und einer Zunahme der Einkommensunsicherheit geführt. Der Anstieg des Konsums von Gütern mit geringerer Qualität und kürzerer Lebensdauer sowie ein allgemeiner Rückgang der Nachfrage und der wirtschaftlichen Aktivität waren die Folge und stellten eine Herausforderung für die Weltwirtschaft dar.

In diesem Beitrag argumentieren Mrdjan Milićev Mladjan und sein Co-Autor Dušan Zvonkov Marković, dass Generationenverantwortung im Konsum eine ökologisch nachhaltige Antwort auf Krisen sein kann, die es den Volkswirtschaften ermöglicht, die Vertrauenskrise zu überwinden, und die Gemeinschaftsbeziehungen wieder stärkt. Als Element einer langfristigen Orientierung im Konsum ist die Generationenverantwortung ein kulturelles Phänomen, das von der Solidarität innerhalb der Familie und der weiteren Gemeinschaft abhängig ist. Sie ist gekennzeichnet durch die Rücksichtnahme auf die Folgen von Konsumentscheidungen auf die Umwelt sowie auf die Fülle der Ersparnisse und die Nutzbarkeit von Gütern, die an zukünftige Generationen vererbt werden sollen.

Für Unternehmen, die bereit sind, ihre traditionellen Geschäftsmodelle zu überdenken und Prinzipien der Nachhaltigkeit in ihre Wettbewerbsstrategien einzubeziehen, kann die Förderung der Generationenverantwortung zu einer neuen Quelle von Wettbewerbsvorteilen und einem Motor des wirtschaftlichen Aufschwungs werden.

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Katja Friedrichs

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Social Business

Social Business und Social Entrepreneurship

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