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Marco Feelisch

Forbes 30 Under 30 // Europe 2019: Social Entrepreneurs

EBS Alumni Marco Feelisch gründete 2016 gemeinsam mit Jena Bautmans und Georg Wolff Buckle and Seam. Handgefertigte, hochwertige Ledertaschen aus Pakistan, die nicht nur durch ihr Design und ihren fairen Preis, sondern vor allem durch das Konzept dahinter überzeugen: Die Gründer designen jede Tasche selbst, sind im direkten Kontakt mit den Herstellern und fahren regelmäßig nach Pakistan, um sich von den Arbeitsbedingungen selbst zu überzeugen. Zusätzlich unterstützt der Kunde mit jeder Tasche, die er kauft, die Schulbildung eines kleinen Mädchens in Pakistan und ermöglicht ihr Zugang zu Hygiene.

Marco Feelisch

EBS Alumni Marco Feelisch (Mitte) mit Jena Bautmans (links) und Georg Wolff (rechts).

 

Welche war die bisher größte Herausforderung in Ihrer Unternehmerlaufbahn?

Die größte Herausforderung in meiner Unternehmerlaufbahn war klar das Management von Erwartungen. Auf der einen Seite gibt es meine eigenen Erwartungen - an mich als Person sowie an mein Unternehmen. Auf der anderen Seite gibt es die Erwartungen meiner Mitarbeiter in Pakistan und Deutschland, die wir selbstverständlich erfüllen wollen.

Zudem steht in unserem Unternehmen die Ethik im Vordergrund. Ethische und betriebswirtschaftliche Fragen abzuwägen und ihre Wichtigkeit einzuschätzen ist und bleibt auch in der Zukunft schwer. Hier hilft es mir, immer wieder den Code of Conduct der EBS Universität vor Augen zu führen. An der EBS Universität haben wir neben der praxisnahen, wissenschaftlich fundierten und international ausgerichteten Ausbildung auch gelernt, soziale Verantwortung zu übernehmen.

Welchen Tipp würden Sie jungen Gründern mit auf den Weg geben?

Gründer sollten sich stetig Feedback einholen, dieses aber kritisch begutachten. Neben Rückmeldungen von Freunden frage ich regelmäßig auch Partner und Co., mit welchen ich in keiner persönlichen Beziehung stehe. Man muss Menschen und Kunden zuhören, um zu verstehen, was man verbessern und auf was man aufbauen soll. Zudem sollten Gründer sich Zeit nehmen zur Reflektion. Was ist in der Vergangenheit gut gelaufen? Was ist schlecht gelaufen? Welches Ziel verfolge ich gerade? Die Start-up-Welt ist sehr hektisch und fluktuativ, davon lässt man sich gerne mitreißen. Jedoch kann ein Geschäft nur so groß werden, wie der Geschäftsführer selbst.

Welchen Fehler hätten Sie gerne vermieden?

Zu Beginn hatte ich die Erwartungshaltung, mein Unternehmen so schnell wie möglich wachsen zu lassen. Ich habe unsere Erfolge nicht genug wertgeschätzt. Als Gründer sollte man jedoch nicht nur den finanziellen Bereich im Blick haben.

Was hat Sie damals zur EBS Universität geführt?

Ich wollte eine Top-Universität besuchen, die auf Internationalität ausgerichtet ist. Der Ethik-Gedanke der EBS Universität hat mich dann vollends überzeugt. Die vielen inspirierenden Persönlichkeiten auf dem Campus, seien es Professoren und Dozenten, Kommilitonen oder Alumni, waren zudem ein Highlight.

Inwiefern lieferte Ihnen Ihr Studium an der EBS Universität Mehrwert für die Praxis?

Die Lehre an der EBS Universität hat meine Grundlage geschaffen. In den außercurricularen Aktivitäten – ich habe während meines Studiums das EBSpreneurship Forum mitorganisiert – lernt man für das Leben. Durch die Größe der Universität ist man zudem den Kommilitonen sehr verbunden. Ich habe Freundschaften geschlossen, die bis heute halten. Außerdem hat die Universität ein breites Netzwerk zu erstklassigen Unternehmen, das alle Studierenden nutzen können und sollen.

Ihre schönste Erinnerung an die EBS Universität?

Der Rheingau bietet viele Möglichkeiten und ist landschaftlich wunderschön. Im Sommer mit Freunden am nahen Rhein zu sitzen – daran denke ich gerne zurück.

Was bringt Ihnen das Alumni Netzwerk?

Die Alumni der EBS Universität sind bestens vernetzt. Schon während des Studiums lernt man viele Alumni kennen, die alle ihren eigenen Weg gegangen sind - gegründet haben, ins Ausland gegangen sind oder in einem Top-Unternehmen arbeiten. Jetzt begeistern mich immer wieder die zahlreichen Events, die auf der ganzen Welt stattfinden und immer inspirierende Speaker geladen haben. Es freut mich, regelmäßig meine Kommilitonen zu treffen – und das ein oder andere Investorengespräch habe ich auf diesen Events auch schon geführt.

Haben Sie (eine tägliche), ungebrochene Routine(n)?

Ich fahre jeden Morgen und bei jedem Wetter mit dem Fahrrad 20 Minuten ins Büro. Das hilft mir, den Kopf freizubekommen. Außerdem versuche ich, immer als erster im Büro zu sein. Das gibt mir Zeit, meine E-Mails zu beantworten und sortiert in den Tag zu starten.

Wer ist Ihr großes Vorbild?

Auf dem EBSpreneurship Forum durfte ich den indischen Unternehmer Suhas Gopinath kennenlernen. Dieser hat bereits mit 13 Jahren sein eigenes Unternehmen gegründet. Später habe ich in seinem Unternehmen ein Praktikum gemacht.

Welche Ziele verfolgen Sie in 2019?

In unserer Firma möchte ich 2019 ein eigenständiges Management aufbauen. Aber viel wichtiger: Wir haben uns verpflichtet, 3% unseres Umsatzes pro verkaufter Tasche an die Anum School in Pakistan zu geben. Im Moment unterstützen wir damit 120 Schülerinnen, diese Zahl soll auf 150 wachsen!


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