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Impact bis zum Schluss

Wie DEG, Finance in Motion und LeapFrog ihre Exits strukturieren

Der wahre Impact-Test kommt nicht beim Investment, sondern beim Exit. Die Operating Principles for Impact Management widmen diesem Moment Principle 7: „Conduct exits considering the effect on sustained impact". Drei führende Häuser zeigen in ihren Disclosure Statements, wie das in der Praxis funktioniert.

Inhalt

Von Prof. Dr. Rolf Tilmes, Academic Director 

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2026

Impact Investing

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DEG: Timing, Struktur und Käuferwahl

Die DEG berücksichtigt bei Exit-Entscheidungen im Eigenkapitalportfolio explizit, welchen Effekt Timing, Struktur und die Wahl der Verkaufsgegenpartei auf die Aufrechterhaltung der Wirkung haben. Bei selbstliquidierenden Fremdkapitalengagements nutzt sie ihren langfristigen Anlagehorizont: Wirkung entsteht „on board", durch Einbettung guter Praktiken in die Policies und Prozesse der Portfoliounternehmen – Praktiken, die über die Laufzeit des Engagements hinaus Bestand haben.

Finance in Motion: Der Exit ist in der Investmentstruktur angelegt

Da die FiM-Fonds überwiegend Fremdkapital bereitstellen, ist der Ausstieg bereits in der Investitionsentscheidung eingebaut: Die Kreditlaufzeit wird so gewählt, dass sie optimal zum Impact-Ziel beiträgt; wiederholte „Top-ups" dienen als Prüfpunkte der Impact-Ausrichtung. Beim ersten Eigenkapital-Exit ist die Nachhaltigkeit der erzielten Wirkung ein zentrales Kriterium. Es ist dokumentiert in einem Exit Memorandum, das dem Equity Investment Committee zur finalen Entscheidung vorgelegt wird.

LeapFrog: Das Responsible Exits Framework

LeapFrog hat den Prozess vollständig codifiziert: Das Responsible Exits Framework verpflichtet zur formalen Dokumentation der Impact-Überlegungen in einer Exit Note an das Investment Committee. Anhand von FIIRM-Daten wird geprüft, ob die erwartete Wirkung erreicht wurde. Die Exit-Rationale zu Timing und Käuferauswahl wird dokumentiert. Ein Exit kommt nur zustande, wenn der Erwerber stark auf die Emerging-Consumer-Strategie, den Schutz von Mitarbeiterrechten und gefährdeten Stakeholdern sowie die langfristige soziale Wirkung aligned ist.

Was alle drei Ansätze verbindet

  • Institutionalisierung statt Improvisation: Definierte Dokumentationspflichten (Exit Note, Exit Memorandum) und zuständige Gremien (Investment Committee).
  • Käuferauswahl als Impact-Kriterium und nicht nur als Preiskriterium.
  • Strukturelle Verankerung: Die Wirkung soll den Eigentümerwechsel überdauern. 

Wer Impact Investing ernst nimmt, plant den Exit bereits beim Einstieg. Es ist wichtig, Prozesse entlang aller neun Impact Principles aufzusetzen und zu dokumentieren, um Impact Investing erfolgreich zu realisieren.

Hinweis zur Quelle

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche Beratung. Stand September 2026.

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Prof. Dr. Rolf Tilmes verantwortet als Academic Director alle Zertifikatsprogramme im Bereich Finance, Wealth Management und Sustainability Management an der EBS Executive School der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Wiesbaden /Rheingau (EBS). Darüber hinaus war er u.a. Dekan der EBS Business School und Vizepräsident der EBS Universität. Seine Lehr- und Forschungsaktivitäten liegen im Bereich Finance und Sustainablility Management.

 

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Porträtfoto von Rolf Tilmes

Prof. Dr. Rolf Tilmes

Wissenschaftliche Leitung