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Lehrstuhl für Bürgerliches Recht,
Unternehmensrecht und Kapitalmarktrecht

Michael Nietsch

Das bürgerliche Recht befasst sich mit der Regelung der Rechtsverhältnisse von Privatrechtrechtssubjekten. Dazu gehören neben den natürlichen und juristischen Personen alle teil- oder vollrechtsfähigen privaten Verbände wie z. B. Personengesellschaften und Stiftungen. Gegenstand des bürgerlichen Rechts sind vor allem das Recht der vertraglichen und der gesetzlichen Schuldverhältnisse, das Sachenrecht sowie das Familien- und Erbrecht. Das Unternehmensrecht regelt das Recht privater Zweckverbände, also insbesondere der Personengesellschaften wie z. B. der offenen Handelsgesellschaft und der Kommanditgesellschaft auf der einen und der Kapitalgesellschaften auf der anderen Seite. Gegenstand des Kapitalgesellschaftsrechts ist insbesondere das Recht der Aktiengesellschaft und der GmbH. Das Konzernrecht behandelt die Rechtsbeziehungen der verbundenen Unternehmen, also von Unternehmensgruppen. Das Umwandlungsrecht widmet sich der Frage der verbandsrechtlichen Strukturierungsmöglichkeiten und regelt neben der Verschmelzung (Fusion von Rechtsträgern) insbesondere deren Spaltung und den Formwechsel. Aufgabe des Wirtschaftsrechts ist es, die rechtlichen Funktionsbedingungen für gewerbliche Tätigkeit zu schaffen. Dazu gehört neben dem Handelsrecht als einem auf die Bedürfnisse von Kaufleuten zugeschnittenen Sonderprivatrecht das Wirtschaftsverwaltungsrecht, welches etwa im Rahmen des Kartellrechts den für eine Marktwirtschaft unerlässlichen Wettbewerb gewährleisten soll. Einen Sonderbereich des Wirtschaftsrechts bildet das Kapitalmarktrecht. Es betrifft in ähnlicher Weise ebenfalls zunächst den institutionellen Rahmen der wirtschaftlichen Betätigung, z. B. indem es die Voraussetzungen für die Errichtung von Börsen und die Zulassung zum Börsenhandel regelt. Darüber hinaus will es die Bedingungen, unter denen am Kapitalmarkt gehandelt wird, ordnen. Dazu enthält insbesondere das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) Verhaltenspflichten wie etwa das Verbot von Insidergeschäften. Das Wertpapierübernahme- und Erwerbsgesetz (WpÜG) regelt Erwerbsangebote auf börsennotierte Papiere, und zahlreiche andere Gesetze dienen der Schaffung transparenter Handelsbedingungen.

Schwerpunkte

Der Lehrstuhl beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit allen genannten Gebieten. Die Forschungsschwerpunkte liegen dabei etwa zu gleichen Teilen im bürgerlichen Recht, dem Unternehmens- und dem Wirtschaftsrecht. Im bürgerlichen Recht gilt die Aufmerksamkeit dem Vertragsrecht, dem Produkthaftungsrecht und dem Recht der Kreditsicherheiten. Im Gesellschaftsrecht stehen das GmbH- und Aktienrecht im Mittelpunkt, letzteres zum einen in seiner organisationsrechtlichen Perspektive zum anderen aber auch mit seinen kapitalmarktrechtlichen Bezügen.

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