Impact Investing
Mit dem Zertifikat “Impact Investment Advisor (EBS” verfügen Sie über ein Alleinstellungsmerkmal in einem Marktsegment, das sich in den kommenden fünf Jahren fundamental transformieren wird.
Impact Investing unterscheidet sich von ESG-Investieren durch einen entscheidenden Punkt: Es geht nicht um Risikominimierung, sondern um die aktive, messbare Erzeugung positiver Wirkung auf Mensch und Umwelt. Doch was nicht gemessen wird, lässt sich weder managen noch glaubwürdig berichten. Der German Impact Investing Survey 2025 bestätigt den Bedarf: 43 % der aktiven deutschen Impact-Investor*innen nennen fehlende IMM-Standardisierung als eine der größten praktischen Herausforderungen.
Von Prof. Dr. Rolf Tilmes, Academic Director
Zuletzt aktualisiert: 10. September 2026
Mit dem Zertifikat “Impact Investment Advisor (EBS” verfügen Sie über ein Alleinstellungsmerkmal in einem Marktsegment, das sich in den kommenden fünf Jahren fundamental transformieren wird.
Der erste Schritt jeder seriösen Wirkungsmessung ist die Theory of Change: die plausible Verknüpfung von Inputs (Kapital), Activities (Investitionstätigkeit), Outputs (unmittelbare Leistungen) und Outcomes (tatsächliche Zustandsveränderungen). Entscheidend: Wirkung ist nur der zusätzliche Anteil einer Veränderung, der anderenfalls nicht zu erwarten gewesen wäre, also die Additionalität. Ohne diese Kausalitätskette bleibt Impact eine Behauptung.
Ein häufiger methodischer Fehler ist zudem die Vermischung von Unternehmensimpact und Investorenbeitrag (Investor Contribution): Erstere beschreibt, was das Portfoliounternehmen bewirkt; Letzterer, was derdie Investorin zusätzlich durch Kapital, technische Unterstützung oder Governance-Einfluss ermöglicht hat.
Der Referenzrahmen des Impact Management Project (heute: Impact Frontiers) strukturiert jede Impact-Analyse entlang fünf Dimensionen:
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die dazugehörigen European Sustainability Reporting Standards (ESRS) liefern die Datenbasis, auf der jedes ernsthafte Impact-Reporting aufbaut. Für Impact Investing bedeutet das:
Die Operating Principles for Impact Management (GIIN) definieren von der strategischen Intention bis zum wirkungsbewussten Exit und der unabhängigen Verifizierung neun verbindliche Prinzipien über den gesamten Anlagezyklus. Signatories veröffentlichen jährliche Disclosure Statements; Verifier*innen wie BlueMark machen die Praxisqualität per Benchmark („Making the Mark") vergleichbar.
Ergänzend definieren die Impact Performance Reporting Norms von Impact Frontiers – erarbeitet in einer 18-monatigen Konsultation mit über 350 Marktakteur*innen – sechs Inhaltsbereiche (Entity Overview & Impact Thesis, IMM-Ansatz, Impact Performance, Governance, Case Studies, optionale Independent Review) und sieben Berichtsqualitäten nach dem Vorbild der Finanzberichterstattung.
Ein strukturierter Selbsttest entlang von vier Blöcken zeigt die Reife des eigenen Impact Management Systems: Define (Theory of Change, Materiality), Measure (KPIs, Datenqualität), Manage (Policy, Prozesse, Accountability), Report (Transparenz, Verifizierung).
Genau diese Methodenkompetenz ist wesentlich, um Impact-Investitionen bewerten und realisieren zu können.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche Beratung. Stand September 2026.
Prof. Dr. Rolf Tilmes verantwortet als Academic Director alle Zertifikatsprogramme im Bereich Finance, Wealth Management und Sustainability Management an der EBS Executive School der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Wiesbaden /Rheingau (EBS). Darüber hinaus war er u.a. Dekan der EBS Business School und Vizepräsident der EBS Universität. Seine Lehr- und Forschungsaktivitäten liegen im Bereich Finance und Sustainablility Management.
Wir nehmen uns ausreichend Zeit, um Ihre individuellen Bedürfnisse zu verstehen und Ihnen unverbindlich die passenden Möglichkeiten aufzuzeigen.
Vereinbaren Sie jetzt Ihr persönliches Gespräch per Telefon oder E-Mail.

Prof. Dr. Rolf Tilmes
Wissenschaftliche Leitung