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Lehrstuhl für Social Business

Unsere Forschung

Wir untersuchen Organisationen, die auf unternehmerische Weise positive Wirkung in der Gesellschaft entfalten.

Dabei konzentrieren wir uns auf drei zentrale Forschungsgebiete:

Social Business und Social Entrepreneurship

  • Typologie sozialer Geschäftsmodelle
  • Soziale Identität von Sozialunternehmern
  • Sektorwechsel – wie wechseln Manager erfolgreich aus der Wirtschaft in den sozialen Bereich?

Sektorübergreifende Partnerschaften

  • Legitimierung von Partnerschaften in Wirtschaft und sozialem Sektor am Beispiel der „Disaster Response Teams“ von Deutsche Post / DHL und UN OCHA
  • Dynamik institutioneller Logiken am Beispiel einer lokalen Partnerschaft zur Flüchtlingsintegration

Management von Nonprofit Organisationen

  • Governance von Nonprofit Organisationen
  • Führung und Steuerung von Ehrenamtlichen
  • Organisationale Identität
  • Professionalisierung

Studien und Veröffentlichungen

Soziale Geschäftsmodelle – eine Typologie (2017): In diesem Beitrag entwickeln wir eine Typologie für Sozialunternehmen und unterscheiden zwischen integrierten, teilweise-integrierten und differenzierten sozialen Geschäftsmodellen. Anhand von zahlreichen Beispielen aus verschiedenen Ländern und Sektoren, zeigen wir, dass sich soziale Geschäftsmodelle in zwei Parametern unterscheiden, dem Grad der Beteiligung der Leistungsempfänger und der Ressourcenzuteilung zu ihrer ökonomischen und sozialen Wertschöpfung.

Studie zum Thema Corporate Social Innovation (2016): In einer vergleichenden Fallstudie untersuchten wir die Erfolgsfaktoren von Corporate Social Innovation Projekten großer multinationaler Unternehmen verschiedener Sektoren, die einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen und gleichzeitig zur Rentabilität des Unternehmens beitragen. Die Studie identifiziert drei zentrale Erfolgsfaktoren: das Eingehen von Partnerschaften mit Akteuren verschiedener Sektoren, das Verfolgen eines zielgerichteten sozialen Ansatzes, der auf bestehende unternehmerische Stärken aufbaut und schließlich ein dezidiertes Budget in Kombination mit einem engagierten Team.

Leadership in Social Enterprise - How to manage yourself and the team (2014): In Kooperation mit der Schwab Stiftung und unterstützt durch Prof. Dr. Anna Krzeminska von der Leuphana Universität / University of Queensland wurde ein umfangreiches Manual zu den Herausforderungen der Führung und Skalierung von Sozialunternehmen verfasst. Auf Grundlage von zahlreichen Interviews mit etablierten Sozialunternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einer globalen Umfrage wurden zentrale Führungsherausforderungen identifiziert wie z.B. der Aufbau eines starken Managementteam, die Suche und Vorbereitung von Nachfolgerinnen und Nachfolgern, das Delegieren von Verantwortlichkeiten, der effiziente und effektive Einsatz der Zeit und Energie des Gründers oder der Gründerin sowie die notwendige Überzeugungsarbeit im Hinblick auf das eigene Team und verschiedene Stakeholder Gruppen.

Sozialen Innovationen in Deutschland (2012-13): In einem umfassenden Forschungsprojekts haben das World Vision Center for Social Innovation und der EBS Lehrstuhl für Social Business untersucht wie soziale Innovationen zur Lösungen von gesellschaftlichen Herausforderungen in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung, Bildung, Einkommen und Vermögen sowie Umwelt und Gesundheit beitragen können. In diesem Zusammenhang wurden eine Reihe von Studien erstellt, u.a.:

  • Mapping the Various Meanings of Social Innovation: Towards a Differentiated Understanding of an Emerging Concept (2012)
  • Social Innovations: Expert Opinions on the Status Quo and Future Directions (2013)
  • Deutschland 2030: Herausforderungen als Chancen für Soziale Innovationen (2013)
  • Mechanismen Sozialer Innovationen I: Entstehung, Entwicklung und Verbreitung. (2013)

The Governance of Social Enterprises - Managing Your Organization for Success (2012): Aufbauend auf das 2011 veröffentlichte Social Investment Manual wurde auch diese Studie in Kooperation mit der Schwabstiftung erstellt und von Prof. Dr. Ann-Krisitin Achleitner von der Technischen Universität München unterstützt. Im Zentrum steht das Thema Unternehmensführung von Sozialunternehmen und insbesondere wird die Rolle von Aufsichtsräten beleuchtet. Unter anderem beschäftigt sich die Veröffentlichung mit der Frage wie Sozialunternehmer ihre soziale Mission durch entsprechende Governance Strukturen schützen können.

Social Investment Manual (2011): Das Manual wurde von der Schwabstiftung, der Technischen Universität Münchens und dem EBS Lehrstuhls für Social Business erstellt und bietet Praktikern eine Vielzahl von Instrumenten im Hinblick auf die Fragestellung welche Rolle soziale Investitionen für die Skalierung von Sozialunternehmen spielen und welche Risiken für die strategische Ausrichtung und das originäre Wertegefüge sowie die Unternehmenskultur des Sozialunternehmens möglicherweise bestehen können.

Promotionen

CSR und Transformatives Lernen (Tarik El-Bouyahyani): Im Rahmen der Dissertation wird untersucht, wie Unternehmen im Zuge von CSR und Corporate Volunteering nicht nur ihr soziales Umfeld, sondern auch sich selbst als Akteur durch transformatives Lernen verändern.

Women’s pathways to leadership (Elena Greguletz): Diese Dissertation beleuchtet mithilfe von sowohl qualitativen als auch quantitativen Forschungsmethoden persönliche, interpersonelle und gesellschaftliche Barrieren für den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen.

Organisationale Spannungen in Sozialunternehmen (Elisabeth Niendorf): Das Dissertationsvorhaben zielt darauf ab die Formen und Wirkungsweisen von organisationalen Spannungen in Sozialunternehmen zu beleuchten und analysiert wie bestimmte Geschäftsmodelle und Managementkompetenzen, das Risiko von sogenannten ‚mission drifts‘ reduzieren und die Nachhaltigkeit von Sozialunternehmen steigern können.

Organisationale Identitätsentstehung und Veränderung (Anna M. Pleser): Diese Dissertation beleuchtet zum einen wie sich eine organisationale Identität entwickelt an Hand des angewandten Führungsstils von Gründern sozialer Unternehmen und zum anderen wie interne Veränderungsprozesse und Integrationsinitiativen die Veränderung einer Identität beeinflussen.

Prozesse der sozialen Identitätsentwicklung von Social Entrepeneuren (Franziska Schwarzer): Die Gruppe der Social Entrepreneure ist aktuell noch wenig präzise definiert und dadurch wenig klar abgegrenzt. Das Dissertationsvorhaben untersucht den Effekt der Unklarheit dieser Gruppengrenzen auf den Aushandlungsprozess der Inhalte der sozialen Identität.

Abgeschlossene Promotionen

Soziale Software in sektorübergreifenden Partnerschaften – eine Fallstudie zur Integration von Flüchtlingen (Andreas Hesse): Diese Doktorarbeit untersucht, wie im Falle der regionalen Integration von Flüchtlingen verschiedene Sektoren (Wirtschaftsverbände, Wohlfahrtsverbände, staatliche Stellen, private Organisationen etc.) zusammenarbeiten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Frage ob und wie digitale Anwendungen (soziale Software Plattform) die Koordinierung unterstützen können.

Kontemporäre Mobilität (Katrin Merfeld): Die Dissertation fokussiert auf Bereiche der Sharing Economy sowie des autonomen Fahrens. In der Sharing Economy liegt ein zentraler Fokus auf dem generellen Sharing verschiedener Güter sowie Carsharing Themen wie privates Carsharing und Carhsharing mit autonomen Fahrzeugen im speziellen. Hinzu kommen weitere Themen des Autonomen Fahrens bezüglich dessen Kundenwahrnehmung sowie dessen ethischen Implikationen.

Unternehmerische Orientierung im Kontext der Gründung von Sozialunternehmen (Kathrin Lurtz): Diese Dissertation beleuchtet Unternehmertum in Nonprofit Organisationen und untersucht die Rolle von unternehmerischer Orientierung im Gründungsprozess eines Sozialunternehmens.

Legitimierung in sektorübergreifenden Partnerschaften (Dominik Rüede): Diese qualitative Forschung analysiert den Legitimierungsprozess von sektorübergreifenden Partnerschaften anhand der Forschungsfrage: „Wie legitimieren sich sektorübergreifenden Partnerschaften über die Zeit?“

Sozialunternehmen in Deutschland (Henning Engelke): Diese Doktorarbeit untersucht die Entwicklung des Phänomens Sozialunternehmertum auf politischer und individueller Ebene und wendet die Delphi Technik sowie qualitative Forschungsmethoden an.

Mehr als ein Gerücht? Über die Versprechen und Praktiken im Bereich Sozialunternehmertum (Stefanie Mauksch): Die Doktorarbeit untersucht mit Hilfen von methodischen Instrumenten aus dem Bereich organisationale Ethnografie einige der verbreitetsten Grundannahmen im Bereich Sozialunternehmertum: der Mythos einer harmonischen Beziehung zwischen dem Sozialen und dem Unternehmerischen im Bereich Sozialunternehmertum, eine angenommene Kohärenz zwischen dem theoretischen Konzept und der Ausprägung in der Realität.

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