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Digitale Transformation

Unsere Forschung

In unserer Forschung fokussieren wir Themenbereiche um die Digitale Transformation. Dabei wenden wir sowohl qualitativ- als auch quantitativ-empirische Methoden zur Beantwortung von Forschungsfragen und Gewinnung neuer Erkenntnisse an. Praxisrelevante Sachverhalte werden unter forscherischen Gesichtspunkten analysiert, um einen Mehrwert für beide Bereiche zu generieren.

Derzeit beschäftigt sich das Center for Digital Transformation mit den hier aufgeführten Forschungsprojekten:

  • Digitalisierungsindex: Entwicklung einer Kennzahl zur Bewertung des digitalen Reifegrades einer Organisation
  • Inoffizielle Projekte: Untersuchung von Arten, Charakterisierungen und Implikationen von inoffiziellen Projekten im Rahmen des Projekt-Portfolio-Managements
  • Self-Tracking: Untersuchung von Nutzerakzeptanz und kontinuierlicher Nutzung von Self-Tracking-Geräten
  • IT-Governance: Studie zum Verständnis, zu Erfolgsfaktoren und zu Zielen von IT-Governance in der Unternehmenspraxis

Aktuelle Studien:

IT Outsourcing Satisfaction Survey

Trotz jahrzehntelanger Erfahrung von Unternehmen mit IT-Outsourcing ist die erfolgreiche Umsetzung kein Selbstläufer, wie eine Onlineumfrage unter 85 IT-Führungskräften zeigt: Rund 60 Prozent der Befragten gaben an, nicht alle ihre Outsourcing-Ziele zu erreichen.

IT-Governance in der Unternehmenspraxis

Das Themengebiet IT-Governance ist in den letzten Jahren insbesondere im Zusammenhang mit den Diskussionen über die Geschäftsorientierung der IT in den Blickpunkt geraten. Ziel der Interviewstudie war es, umfassend und detailliert das Verständnis und den Status Quo von IT-Governance in einem Querschnitt von Unternehmen und Branchen zu erfassen, Wirkungs- und Erfolgszusammenhänge zu analysieren sowie erfolgreiche Vorgehensweisen und Erfolgsfaktoren zu identifizieren.


Aktuelle Forschungsprojekte im Detail

Digitalisierungsindex

Der CDT-Digitalisierungsindex repräsentiert eine Kennzahl zur Bewertung des digitalen Reifegrades einer Organisation, die sich aus den Ausprägungen einzelner Bewertungskriterien ergibt. Ziel ist es, Optimierungspotenziale aufzuzeigen und durch regelmäßige Erhebungen Entwicklungen im Zeitverlauf zu analysieren. Bereits durch die ganzheitliche Befragung in allen relevanten Dimensionen der Digitalisierung erhält das zu analysierende Unternehmen Denkanstöße für Weiterentwicklungen. Ferner besteht die Möglichkeit, individuelle Einzelanalysen, z. B. zum Vergleich mit Wettbewerbern durchzuführen. Die Auswertung der durch die Erhebung des CDT-Digitalisierungsindex gewonnenen Ergebnisse kann organisations- bzw. branchenindividuell erfolgen.

Zielsetzung des Projektes:

  1. Erfassung aller digitalisierungsbezogener Aspekte strukturiert im Unternehmen
  2. Fokus auf Mittelstandsunternehmen
  3. Identifikation von digitalen Potentialen für Weiterentwicklungen
  4. Sensibilisierung von Entscheidern für die Relevanz bisher als nebensächlich betrachteter digitalisierungsbezogener Aspekte
  5. Auswertung der Ergebnisse organisationsindividuell oder im Vergleich mit Wettbewerbern (Benchmarking)

Team

  • Markus Gröber, M.Sc. (EBS Business School)
  • Prof. Dr. Arne Buchwald (EBS Business School)

Inoffizielle Projekte

In den letzten Jahrzehnten hat das Projektportfoliomanagement (PPM) zunehmend an Bedeutung gewonnen und Unternehmen viele Vorteile geboten. Durch den Einsatz von PPM in Unternehmen können diese IT-Projekte besser mit ihren strategischen Zielen abstimmen und somit ein ausgewogenes Projektportfolio gewährleisten. Obwohl PPM in der Praxis einige Herausforderungen mit sich bringt, hilft es Unternehmen die Erträge von IT-Investitionen zu maximieren. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene PPM-Modelle entwickelt, verbunden mit dem Ziel, die strategische Ausrichtung von Projekten zu unterstützen. Während frühere PPM-Modelle hauptsächlich auf der zentralen Grundlage rationaler Entscheidungsfindungstheorie beruhten, hat sich die neuere PPM-Forschung von einer rein theoretischen Perspektive hin zum Verständnis von PPM als Realwelt-Phänomen verlagert.

Ein Beispiel für solche Realwelt-Probleme sind die inhärenten Ressourcenprobleme in Organisationen. So haben auch Unternehmen mit hoher PPM-Reife ressourcenbezogene Probleme noch immer nicht überwunden. Die bisherige Forschung deutet darauf hin, dass dies insbesondere an folgenden Ursachen liegen kann: (a) die Anzahl der Projekte für die verfügbaren Ressourcen ist zu hoch, (b) unterschiedliche Projekte benötigen verschiedene Führungsstiele, (c) es gibt inoffizielle (un-enacted) Projekte, die mit offiziellen (enacted) Projekten um Ressourcen konkurrieren, und (d) Mitarbeiter sind aufgrund des Konflikts zwischen Projekten und ihrer täglichen Arbeit zunehmendem Druck ausgesetzt.

Unser Forschungsfeld widmet sich dabei den inoffiziellen (un-enacted) Projekten. Dabei definieren wir “un-enacted projects“ als inoffizielle Projekte, die nicht formal evaluiert worden sind, jedoch bestehen, obwohl sie im Projektportfolio des Unternehmens unbekannt bzw. nicht beinhaltet sind. Forschungsergebnisse zeigen, dass auch nachdem Unternehmen PPM eingeführt haben, offizielle (enacted) Projekte noch immer mit plötzlich fehlenden Ressourcen konfrontiert sind. Mit anderen Worten, das PPM hat offiziell Ressourcen an die Projekte zugewiesen, die in der Realität jedoch gar nicht verfügbar waren. Die Ursache hierfür waren zahlreiche inoffizielle Initiativen bzw. „un-enacted projects“.

Daraus ergeben sich einige grundlegende Fragen hinsichtlich der Gründe für das Auftreten solcher „un-enacted projects“, welche diese Studie zu beantworten versucht:

  1. Welche Arten von “un-enacted projects” gibt es?
  2. Was sind die entscheidenden Merkmale jeder Art und die Gründe für deren Auftreten?
  3. Welche Implikationen gibt es für jede Art von “un-enacted project” hinsichtlich des PPM?
  4. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den einzelnen Arten von „un-enacted projects“ und der jeweiligen Branche der Fall-Organisation?
  5. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den einzelnen Arten von „un-enacted projects“ und des PPM-Reifegrads in der Fall-Organisation?

Wir stützen uns auf den Case-Study-Ansatz, um vorläufige Theorien zu entwickeln. Dabei folgen wir einem Multiple-Case-Verfahren, um ein detailliertes Verständnis des zu untersuchenden Phänomens und dessen Kontext der Theoriebildung zu erlangen. Bei der Datenanalyse folgen wir einem Grounded-Theory-Ansatz.

Publikationen

  • Buchwald, A., Urbach, N. and Mähring, M. (2015) Understanding Employee Engagement in Un-Official Projects – A Conceptual Model Based On Psychological Empowerment and Constructive Deviance, Proceedings of the 36th International Conference on Information Systems (ICIS 2015), December, 13-16, Fort Worth, Texas, USA.
  • Buchwald, A. and Urbach, N. (2014) Implikationen von inoffiziellen Projekten für die IT-Governance, HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik, 51(3), 319-329.
  • Buchwald, A., Urbach, N. and Ahlemann, F. (2014) Understanding the Organizational Antecedents of Bottom-Up Un-Enacted Projects – Towards a Conceptual Model Based on Deviance Theory, Proceedings of the 22nd European Conference on Information Systems (ECIS 2014), June 9-11, Tel Aviv, Israel.
  • Buchwald, A. and Urbach, N. (2012) Exploring the Role of Un-Enacted Projects in IT Project Portfolio Management, Proceedings of the 33rd International Conference on Information Systems (ICIS 2012), December 16-19, Orlando, Florida, USA.

Team

  • Prof. Dr. Arne Buchwald (EBS Business School)
  • Prof. Dr. Nils Urbach (Universität Bayreuth)
  • Prof. Magnus Mähring, PhD (Stockholm School of Economics)

Self-Tracking

Self-Tracking ist ein Trendthema im Konsumentenbereich und erfährt aktuell eine verstärkte mediale Präsenz. Durch den Einstieg großer Unternehmen wie Google, Apple und Microsoft verlässt das Thema sein Nischendasein und wird einer breiteren Zielgruppe bekannt. In den kommenden Jahren wird daher für dieses Marktsegment ein rasantes Wachstum erwartet. Der Begriff Self-Tracking beschreibt die Messung, Speicherung und Analyse von Körper- und Vitaldaten sowie des Alltagsverhaltens über spezielle Geräte und Anwendungen.

Hauptsächlich ist dabei die Steigerung des eigenen Wohlbefindens das Ziel, indem der Fokus auf die Analyse der sportlichen Aktivität und der Gesundheit gelegt wird. Weitere Ziele können aber auch die Steigerung der eigenen Effektivität und Disziplin sein, beispielsweise. durch die Erfassung von Einkünften und Ausgaben, Arbeits- und Freizeit.

Bedingt durch den aktuellen Hype treten jedoch essenzielle Fragen, die mit diesem Thema einhergehen, leicht in den Hintergrund. Fragen zur Nutzerakzeptanz der Geräte und Anwendungen, der dauerhaften Nutzung, der konkreten Einsatzszenarios und nicht zuletzt zum Datenschutz blieben bisher weitgehend unbeantwortet.

Es ist daher unser Ziel, vor allem folgende Fragestellungen näher zu beleuchten:

  1. Welche speziellen Faktoren fördern/hemmen die Nutzerakzeptanz von Self-Tracking-Geräten und -Anwendungen?
  2. Welche Faktoren führen dazu, dass die dauerhafte Nutzung von Self-Tracking-Geräten und -Anwendungen abgebrochen wird?
  3. Wie lassen sich die gesammelten Daten zukünftig über die eigene Analyse hinaus nutzen, beispielsweise durch die Übertragung an Dritte?
  4. Wie kann Self-Tracking im betrieblichen Umfeld genutzt werden?
  5. Welche Datenschutzprobleme ergeben sich durch die Sammlung personenbezogener Daten?

Zur Beantwortung dieser Fragestellungen kommen vor allem qualitativ- und quantitativ-empirische Forschungsmethoden zum Einsatz. Dazu zählen etwa die Durchführung von Interviews mit (potenziellen) Nutzern solcher Geräte sowie die die großzahlige Befragung dieser Personengruppe mittels Fragebögen. Mit den Ergebnissen sollen einerseits die theoretische Basis im Bereich von Self-Tracking gestärkt als auch konkrete Handlungsempfehlungen vor allem für Hersteller von Self-Tracking-Geräten abgeleitet werden.

Publikationen

  • Pfeiffer, J., von Entress-Fürsteneck, M., Urbach, N. and Buchwald, A. (2016) Quantify-Me: Consumer Acceptance of Digital Self-Tracking Devices, Proceedings of the 24th European Conference on Information Systems (ECIS 2016), June 12-15, Istanbul, Turkey.
  • Buchwald, A., Letner, A., Urbach, N. and von Entress-Fürsteneck, M. (2015) Towards Explaining the Use of Self-Tracking Devices: Conceptual Development of a Continuance and Discontinuance Model, Proceedings of the 36th International Conference on Information Systems (ICIS 2015), December, 13-16, Fort Worth, Texas, USA.

Team

  • Prof. Dr. Arne Buchwald (EBS Business School)
  • Matthias von Entreß-Fürsteneck (Universität Bayreuth)
  • Albert Letner (Universität Bayreuth)
  • Prof. Dr. Nils Urbach (Universität Bayreuth)

IT-Governance

Das Themengebiet IT-Governance ist in den letzten Jahren insbesondere im Zusammenhang mit den Diskussionen über die Geschäftsorientierung der IT in den Blickpunkt gerückt. Der Begriff wird von einer Vielzahl von Parteien verwendet, wobei sich jedoch das Verständnis zwischen den jeweiligen Parteien wesentlich voneinander unterscheidet. Die Auffassungen über die Ziele, Inhalte und Verantwortlichkeiten von IT-Governance erscheinen dabei in der Unternehmenspraxis jedoch ebenso uneinheitlich und vielschichtig wie in der einschlägigen Literatur.

Diese Unklarheit und Unsicherheit haben wir zum Anlass genommen, eine Interviewstudie zum Thema IT-Governance durchzuführen. Ziel der Studie war es, umfassend und detailliert das Verständnis und den Status Quo von IT-Governance in einem Querschnitt von Unternehmen und Branchen zu erfassen, Wirkungs- und Erfolgszusammenhänge zu analysieren und die besonders erfolgreichen Vorgehensweisen und Erfolgsfaktoren zu identifizieren.

Die Forschungsfragen lauten u.a.:

  1. Wie ist das derzeitige Verständnis und der Entwicklungsstand von IT-Governance in der Praxis?
  2. Wie entwickeln Unternehmen ihre IT-Governance im Laufe der Zeit und was sind ihre Erfahrungen?
  3. Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit IT-Governance?
  4. Was sind die Erfolgsfaktoren und Wirkungen einer erfolgreichen IT-Governance?
  5. Wie kann IT-Governance die Performance der Unternehmens-IT steigern?

Wir stützen uns auf den Fallstudienansatz, um Theorien zu entwickeln. Dabei folgen wir einem Multiple-Case-Verfahren, um ein detailliertes Verständnis des zu untersuchenden Phänomens und dessen Kontext der Theoriebildung zu erlangen. Bei der Datenanalyse folgen wir einem Grounded-Theory-Ansatz.

Publikationen

  • Buchwald, A., Urbach, N. and Ahlemann, F. (2014) Business Value through Controlled IT – Towards an Integrated Model of IT Governance Success and its Impact. Journal of Information Technology (JIT), 29, 2, 128-147.
  • Urbach, N., Buchwald, A. and Ahlemann, F. (2013) Understanding IT Governance Success and its Impact: Results from an Interview Study, Proceedings of the 21st European Conference on Information Systems (ECIS 2013), June 5-8, Utrecht, The Netherlands.
  • Urbach, N., Buchwald, A. and Gschwendtner, M. (2013) IT-Governance als ganzheitliches Konzept zur Steuerung der Unternehmens-IT, Wirtschaftsinformatik & Management, 2013, 3, 94-102.

Team

  • Prof. Dr. Nils Urbach (Universität Bayreuth)
  • Prof. Dr. Arne Buchwald (EBS Business School)
  • Prof. Dr. Frederik Ahlemann (Universität Duisburg-Essen)
Kontakt
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