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Wochenrückblick: Der besondere Teil

Alles soll besonders sein.

Ich liebe sie, Anfang und Ende. Wenn ich es mit zwei Sachen habe auf dieser Welt, dann mit Auftakt und Schlussakt. Was zwischendrin passiert, ist oft gar nicht so wichtig. Jeder ansatzweise entscheidende Tag in unserem Leben sei entweder der Anfang oder das Ende von etwas – so eröffnete ich schon den allerersten Rückblick, den ich hier schrieb. Und erste Sätze sind eben wegweisend. Sie sind es häufig unabhängig davon, ob man will oder nicht. Die ersten Sätze der letzten beiden Wochenrückblickjahre waren es in beeindruckendem Maße, ohne dass ich es jeweils hätte voraussehen können oder wollen.

Und nun, da es in das siebte Jahr geht, wird sich mit Sicherheit wieder einiges ändern. Anderes aber wird – mit ebenso großer Sicherheit – gleich bleiben.

Wenn ich zurückkehre zu den Zielen vom letzten Mal, dann fügt es sich besonders gut ein. Alles soll besonders sein. Das Ziel ist das Besondere. Beliebig zu versehen mit einem Verb nach Wahl. Das Besondere tun. Das Besondere haben. Besonderes erleben, fühlen, sehen, wissen, denken. Allem voran: besonders sein.

Nur stößt dieses Streben, nur stößt diese schöne Vorstellung, so wie alles, irgendwann auf ihre Grenzen. Wirft Probleme auf. Und es stellt sich die Aufgabe, das lex specialis zu finden, das zutrifft.

Selten hat sich mir eindrucksvoller gezeigt, wie sehr dieses Studium namens Jura das Leben repräsentiert. Selten hat es sich eindrucksvoller gezeigt als bei diesem Thema, diesem geflissentlich großen Thema zu Beginn des neuen Jahres. Wie hieß es in Professor Hafts Juristischer Lernschule sinngemäß: Die Aufgabe eines Juristen ist es, das Leben von einer besonderen Seite zu sehen.

Mehr ist es gar nicht.

Dabei sind wir doch die Bedenkenträger. Das hatte der Dekan damals gesagt. Herr Professor von Hoyningen-Huene, bei unserer feierlichen Einschreibung an jenem 17.September des inzwischen vergangenen Jahres. Wir Juristen seien die Bedenkenträger. Wenn ein BWLer zu uns komme und uns frenetisch von seiner neusten Idee, seinem bahnbrechenden jüngsten Konzept erzähle, seien wir erst einmal diejenigen, die zweifeln würden. Die relativieren würden. Die Fragen stellen würfen. Die alle Varianten durchspielen müssten. Die die Gefahren sähen und dem BWLer beibringen dürften, dass es nicht so einfach wird, wie er glaubt.

Den Kopf voller Zweifel, die Straße voller Versprechungen.

Ab und an, zwischendurch, weiß ich eben recht genau, wieso ich Jura studiere.

Im Rahmen des Planspiels vor den großen Weihnachtsferien hatte Annika, ich glaube am ersten Tag sogar schon, am Donnerstag, einen Satz gesagt. Einen Satz, der mir in Erinnerung geblieben ist. Wir waren seit 9 Uhr in der Uni gewesen, als sie diesen Satz gesagt hatte, irgendwann am Nachmittag, und würden es noch bis gut sechs Uhr am Abend sein. Im Wesentlichen aber war es um das Lernen für die BGB-Klausur gegangen, meine ich, um die vielen Stunden in der Bibliothek, die noch dazu kamen. "Manchmal habe ich im Moment echt das Gefühl", hatte Annika gesagt, "dass ich hier wohne."

In diesem Sinne war es am Montagmorgen wirklich ein bisschen so, als käme man zurück nach Hause.

Ein gnadenloses Aufstehen um kurz vor zwölf. Tageslicht, tatsächlich. Getreu der Haft’schen These vom Dienstag: "Diese ganzen Leute, bei denen immer mitten in der Nacht noch Licht brennt – die sind nicht verrückt. Das sind einfach die ganzen Jurastudenten."

Na gut: Die Woche begann, an sich, zu einer erträglichen Zeit. 13 Uhr, Strafrecht. Über das "an sich" ging es aber bei einigen nicht hinaus. Wer nicht bis morgens um 6 noch an der Hausarbeit gesessen hatte – die für vierzig Bearbeitungsstunden gedacht und Anfang Dezember ausgegeben worden war, aber so ist das eben selbst bei Jurastudenten –, der hatte sich in den Ferien einen Schlafrhythmus angeeignet, dem ein um 12 Uhr klingelnder Wecker klar zuwiderlief. Um es vorsichtig zu formulieren. Ich hätte auch wieder etwas von Tageslicht erzählen können.

Doch so ist das nun mal, gemäß dem alles bestimmenden Prinzip, dass man nur zu schätzen weiß, was man nicht haben kann: Wenn man nach dreizehn Wochen Normfall Manager, Anfechtbarkeiten und Irrtümern aller Art mal wieder ein Stückchen Freiheit bekommt, ist es umso wertvoller. Und will umso intensiver genutzt sein.

Und dass diese freie Zeit zudem begrenzt wurde durch die erste Hausarbeit des eigenen Studentendaseins, verstärkte den Gedanken nur noch.

Nun hatte es sich allerdings, wie erwähnt, wieder damit. Montagmorgen. Durch leichten Regen lief ich, an Leuten auf ihrem Mittagspausenspaziergang und an überall an den Straßenecken liegenden Weihnachtsbäumen (!) vorbei, zur Uni. Dort bot sich direkt eine der doch immer wiederkehrenden und immer wieder mit einem Schmunzeln gesehenen Parallelen zur Schule. Man sah die Leute wieder. Und hatte viel zu erzählen. Von Weihnachten (dem letzten Fest, das Leute – im Gegensatz zu Ostern – wirklich noch zuverlässig mit ihrer Familie feiern), von Silvester, von der Reise in die Heimat und von der Rückkehr in die zweite. Die Hausarbeit wurde besprochen wie früher eine Matheklausur. "Was hast du da raus?" – "Was war es bei dir?" – "Wie hast du das und das gelöst?" – "Hast du daran gedacht? Ich auch nicht!" Jedem gelang es, den anderen so von seinem Ergebnis zu überzeugen, dass dieser so verunsichert war, dass er am liebsten noch mal zum Service Point gerannt wäre, um seine Arbeit zu ändern. Und das Schlimme daran, ebenso ganz wie früher in Mathe: Jeder hatte etwas anderes raus.

Das bewies irgendwie eine andere Aussage des Herrn Professor Haft – dass Jura nicht nur eine Wissenschaft, sondern auch eine Kunst sei.

Das Leben von einer besonderen Seite zu sehen, dürfte eben eine der vielgestaltigsten Aufgaben sein, die ich mir vorstellen kann.

Das Gefühl, zurück nach Hause zu kommen, sah sich vor allem davon intensiviert, dass gleich zu Beginn Herr Professor Haft auf dem Plan stand. Der einzige, der uns allen ausnahmslos erhalten blieb. Die Personifikation des aus Trimester Nummer eins Bekannten und Bewährten. Dazu kam Hafts unverändert gesellige und humorvolle Art, sofort in den ersten Minuten wieder voll entfaltet. Es wurde einem veranschaulicht, egal ob man von Anfang an zuhörte oder lieber erst noch ein bisschen über die Ferien tuschelte, was man vermisst hatte. Trotz aller unbestreitbaren Erforderlichkeit einer Pause.

Und sogleich benannte Haft das Thema, das in den folgenden Trimestern das Strafrecht prägen wird. Worum es gehen wird. Im Rahmen der Unterteilung unseres Strafgesetzbuches in zwei große Abschnitte. Nachdem dem Allgemeinen Teil des StGB nur ein einziges Dritteljahr gewidmet wurde. – Nun alles ab § 80. Der Besondere Teil.

Das wird die komplette Materie des Strafrechts in diesem Jahr 2012 für uns sein. Besonders.

Los ging es am Montag gleich mit den vielleicht zwei berühmtesten Paragraphen des deutschen Strafrechts. 211 und 212. Mord und Totschlag. Diskussionen rund um diese beiden Tatbestände dominierten dann auch die neu eingeteilten – aber, wie man hörte, schon wieder munter herumgetauschten – SLGs der Woche. Ist Mord nur eine qualifizierte Form des Totschlags? Oder ist er so verwerflich und besonders, dass er als delictum sui generis anzusehen ist, wie es die Rechtsprechung tut? Die Systematik des Gesetzes spricht nicht gerade für die Literatur; der Mord steht vor dem Totschlag. Für den Klausurenaufbau wird es dennoch empfohlen, immer erst Totschlag zu prüfen und danach die Mordmerkmale. Und was bedeutet eigentlich lebenslänglich? Fünfzehn Jahre mindestens, in der Theorie aber auf unbestimmte Zeit. Ist das mit dem Resozialisierungsgedanken des Strafvollzugs vereinbar?

"Es gibt im Strafrecht nichts, was nicht umstritten ist", würde Haft wohl antworten.

Nach neunzig Minuten schlimmster Verbrechen zum Start war der erste Tag auch schon gelaufen. Ein grandioser Unterschied diesmal zum klassischen Wiedereinstieg in der Schule, seinerzeit dominiert von endlosen Montagen. Ein willkommener freilich. So bot sich direkt Gelegenheit, wieder ins Bibliotheksleben zurückzukehren. Große Wiederholung Strafrecht Allgemeiner Teil. Auf dem basiert schließlich alles Folgende. Und die erste Klausur steht hier, untypischerweise, ja bereits Ende des Monats an.

Am Dienstag wurde die Sache mit dem Wecker noch ein Stückchen gnadenloser. Von 12 Uhr ging es noch mal hoch auf halb neun. Das fühlte sich dann wahrlich so an, als sei der Alltag zurück. Aus dem Bett hinaus ins kalte Zimmer, begrüßt von einem Himmel, nur bestehend aus scheuen, undurchdringlichen Wolken. Am Bahnhof bei Ditsch Schlange stehend. Überall die neuen Tafeln mit den Nachrichten des Tages. Demonstrationen in Nigeria. Neue Kritik an Wulff. Irgendjemand aus der US-Politik tritt zurück. Der Blick auf eine der vielen Uhren ringsum – digital, analog; man kann es sich aussuchen. Irgendwann knapp 9.40 Uhr, Zeit für die letzten Meter zur Uni. Alles nichts Besonderes. Alltag eben.

So trat Herr Professor Haft wieder auf den Plan. Es galt die Hausarbeit zu besprechen. Diesmal nicht untereinander mit der ständig umgreifenden und wechselnden Verunsicherung, ob die Lösung des anderen nicht doch treffender sei – sondern vom Ersteller höchstselbst, und zwar mit der ständig umgreifenden und wechselnden Verunsicherung, ob dessen Lösung nicht doch treffender sei.

Gut nur, dass Haft in seiner bekannt starken Ablehnung autoritären Lernens seinen Vortrag lediglich als "Lösungshinweise", als die Art und Weise, wie er das Ganze gemacht hätte, ansah. Nicht als Lösung. Es bleibt mit Spannung zu erwarten, wie sich dieser liberale Gedanken in der Korrektur niederschlagen wird. Hoffen wir, dass Haft unseren Notengebern seine Idee nah genug gebracht hat.

Es folgte die erste große Mittagspause des zweiten Trimesters. Die insgesamt weder auffällig rarer noch kürzer geworden sind. Hauptsache früh aufstehen und spät zuhause sein. Aber was tut man nicht alles, um angehalten zu werden, zwischendurch zu lernen? Ich muss sicherlich zugeben, dass ich in Klasse 13 nie so viel für die Schule getan habe wie damals montagvormittags – im Rahmen dieser endlosen Montage –, in den drei Freistunden zwischen Englisch und Mathe. Wie weit weg das wirkt.

Es lässt sich aber, was nicht oft genug festgestellt werden kann, alles übertreiben. Dienstagnachmittag das erste Mal Grundrechte mit Herrn Professor Kment, der seine Vorlesung mit einem "Wie geht’s?" begann und genauso weitermachte, dabei stets darin reüssierend, den Belang seines Faches zu veranschaulichen. Okay.

Und am Mittwochmorgen ging es gleich weiter mit ihm. Um 8 Uhr. Nicht mehr okay. Und ab kommender Woche wird im Anschluss daran, von 9.30 Uhr bis 13.15 Uhr (!), regelmäßig Pause sein. Pausen sind erforderlich. Das hat sich oben geklärt. Aber sobald sie die Arbeit dazwischen vorrangig in die Länge ziehen, anstatt Erholung von ihr zu bieten, werden sie irgendwann lästig. Vor allem wenn sie dafür sorgen, dass mitten in der Woche die noch monderfüllte Rush Hour den Pfad zur Uni bereitet, und das ohne Not. Natürlich lässt sich das als Meckern auf hohem Niveau abtun. Aber wenn es etwas gibt, worum uns die Biochemiker, die Mediziner und die Kollegen von der Betriebswirtschaftslehre noch beneiden, dann doch unsere human liegenden Präsenzzeiten. (Von Informatikern und Co. sprechen wir aus Neidgründen mal gar nicht). Diese letzte Vorteilsbastion eines harten Jura-Studiums zu verlieren, würde bitter schmecken. Tut es bisweilen schon.

So oder so rangen sich einige dazu durch, am Mittwochmorgen um 8 Uhr am Gustav-Stresemann-Ring 3 zu sein. Herr Professor Kment gelang es, diese Mühe, soweit das möglich sein soll, zu belohnen. Die ersten zehn Minuten lang tauschte sich jeder mit seinem Nachbarn über drei Fragen zur letzten Vorlesung aus. Über etwas zu reden sei eben eingängiger, als es nur frontal zu hören. Danach ging es munter weiter mit Meinungsfreiheit, Petitionen und dem Recht auf freie Entfaltung als Auffanggrundrecht.

Es schloss sich, diesmal noch, unmittelbar die AG Strafrecht an. Die Abschiedsvorstellung beim guten Sven. Der uns wohl doch nicht so gern behalten wollte wie wir ihn, oder der schlichtweg dem nachvollziehbaren Fairnessgedanken der Wechsel der AG-Leiter untereinander zum Opfer gefallen ist – man wird es nie herausfinden. In dieser ersten Woche vertrat er auf alle Fälle noch einmal Herrn Schmidt-Nentwig, der bei uns vom Bürgerlichen ins Strafrecht gewechselt ist, fast schon als sei er einer dieser omnipotenten Bundesminister, die bei der nächstbesten Wahl ihr Ressort wechseln, damit man sie auch ja nicht mehr richtig zuordnen kann.

Sven unterbreitete uns noch, dass in diesem Trimester ohnehin alle AGs die gleichen Fälle durchgehen werden, wie als Trost. Und kündigte an, man werde sich in einem späteren Trimester womöglich wiedersehen, wie als Trost.

Dann war Pause. Begrenzt von Englisch. Das von nun an nicht mehr Common Law, sondern U.S. Laws heißt. Und nicht mehr mit 22, sondern mit 44 Leuten ausgetragen wird. Nicht mehr im beschaulichen Toronto, sondern im unüberschaubaren Hongkong. Nicht mehr als Kurs rund um mündliche Beteiligung, sondern als Vortrag, soweit Mr. Mehren das übers Herz bringt. Und mit abschließender Klausur demnach. Und, was das Wichtigste ist, weiterhin mit den liebgewonnen Sprüchen und der Tendenz zu eindrucksvollen Anekdoten. Es fällt zwar schwer, das überhaupt für möglich zu halten. Aber wenn ich jemandem zutraue, uns davon zu überzeugen, dass das Case Law der Staaten dem deutschen Recht in dem einen oder anderen Bereich überlegen sein könnte, dann Mr. Mehren. Was nicht im Ansatz bedeuten soll, dass ich es schon wäre.

Wir sind schließlich die Bedenkenträger.

Mittwoch- und Donnerstagnachmittag bildeten dann den Einstieg in den zweiten Bereich unserer wirtschaftlichen Nebenbei-Ausbildung, die manchmal gar nicht so nebenbei wirkt: VWL. Nur ein Buchstabe anders und doch so viel Unterschied. Nicht nur die Sprache. Language of instruction: Englisch. Wie campusnet in seinem üblichen Sprachenwirrwarr verrät. Und das bei einem Franzosen. EBS-Internationalität pur.

Die erste AG-Stunde fürs Öffentliche Recht zeigte erfreulicherweise, dass sie dem Idealbild einer AG weder in Leutseligkeit noch in einleuchtender Praxisrelevanz – Klausuren seien hier fürs Erste als "Praxis" bezeichnet – in etwas nachstand. Man erfuhr, dass ein Geistlicher, der einen abgeschobenen Asylanten in seiner Kirche beherbergt, so seine Religionsfreiheit ausübt, und diese geschützt ist.

Das Schuldrecht eröffnete Herr Professor Nietsch indes mit der fairen Ankündigung, dass dessen Materie per se nicht so spannend sei wie die mörderischen Sensationen des Strafrechts oder die revolutionsbedürftigen Ungerechtigkeit der klassischen Fälle des Grundrechts. Es beschäftigt sich eben mit dem Alltäglichsten des Alltags. Anders als die anderen juristischen Fächer. Zumal in diesem Trimester nur der Allgemeine Teil des Schuldrechts Thema ist. Der Besondere folgt im Sommer.

Es blieb der Freitag mit der Erkenntnis, dass es im Gegensatz zum ersten Trimester kaum noch Viertagewochen geben wird. Um genau zu sein, nur noch eine einzige. Da passierte es schon einmal, dass Leute Herr Nietschs Empfehlung, lieber auch mit Kater zur Vorlesung zu kommen als gar nicht, direkt wörtlich nahmen. Noch ist eben Eingewöhnungsphase. Wiedereingewöhnungsphase. In ein vielleicht besonderes, vielleicht ganz normales neues Trimester. In ein kaum einzuschätzendes neues Jahr.

Dessen außergewöhnliche Elemente werden aber, wie immer, nur deshalb außergewöhnlich sein können, weil es auch gewöhnliche gibt.

Alles soll besonders sein.

Das Problem dabei haben wir schon im ersten Trimester unseres Studiums der Rechtswissenschaften ausführlich gelernt: Es muss auch einen Allgemeinen Teil geben, damit der Besondere überhaupt funktioniert.

Es muss stets auf den Allgemeinen zurückgegriffen werden. In jeder Fallprüfung. Jeden Tag.

Aber wie Haft auch umgekehrt zu sagen pflegt: "Es gibt keinen Versuch an sich. Es gibt nur einen versuchten Mord, eine versuchte Körperverletzung. Es gibt keinen Allgemeinen Teil ohne den Besonderen."

Erschwert wird das Ganze dadurch, dass das Besondere sich gern verbirgt. Dort wo es weiß, dass es nicht erwartet wird. Dort wo es sich sicher verstecken kann. wo versteckt sich denn in einer Klausur die wesentliche Abweichung vom Normalfall?

Dann muss es gesucht werden. Das Gute ist: Die Suche allein – nicht als Erfolgs-, sondern für sich als Tätigkeitsdelikt – bewirkt oft schon das Finden.

Das sei ein erstes übergeordnetes Ziel im teleologischen ausgelegten Leben 2012.

Oder wie die Avett Brothers in ihrem melodisch bewährt-eingängigen, textlich bewährt-gesellschaftskritischen und freiheitspreisenden Head full of Doubt, Road full of Promise sangen, dessen nun folgende abschließende Zeilen aber über den übrigen Inhalt hinauszugehen scheinen und so kryptisch durchdringend wirken, dass ich eine ganze Weile an ihnen herumdeuteln musste, bis ich mir halbwegs sicher war, sie hier angemessen verwenden zu können:

"There’s a darkness upon me that’s flooded in light.

In the fine print they tell me what’s wrong and what’s right.

There’s a darkness upon me that’s flooded in light.

And I’m frightened by those who don’t see it."

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