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01.11.2010
14:59

Ein Nobelpreisträger im Rheingau

Schon seit über einem Monat hatte ich mich auf den ersten Oktober gefreut, den Tag, an dem Muhammad Yunus, der Friedensnobelpreisträger des Jahres 2006, Wirtschaftswissenschaftler und Erfinder des Mikrofinanz-Gedankens (Personen, die in Armut leben und von gewöhnlichen Banken als ?nicht kreditwürdig? eingestuft werden, erhalten finanzielle Unterstützung zum Existenzaufbau, mit der Verpflichtung zur späteren Rückzahlung) den EBS Campus im Rheingau besuchen würde. Professor Yunus dürfte vielen auch bekannt sein als Gründer der Grameen Bank, des ersten Sozialunternehmens, das derartige Mikrokredite vergibt.

Der Nobelpreisträger aus Bangladesch besuchte uns, um gemeinsam mit Professor Dr. Jahns, dem Präsidenten der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, sowie dem Unternehmen Danone, den ?Danone Endowed Chair for Social Business? zu eröffnen. Hierbei ermöglichte er uns interessante Einblicke in seine Arbeit als Sozialunternehmer, berichtete von den Anfängen und der Entwicklung von Grameen in seinem Heimatland und der Social Business Idee.

An den Vortrag von Herrn Professor Yunus schloss sich eine Podiumsdiskussion über die Zukunft des sozialen Unternehmertums an, das entgegen vieler klassischer Theorien nicht mehr nur die Profitmaximierung gemäß des Shareholder-Value-Gedankens verfolgt, sondern sich gleichermaßen seiner gesellschaftlichen Verantwortung und Wirkkraft bewusst ist.

Schlussendlich möchte ich anmerken, dass, wer immer diesem vitalen, älteren Herrn je einmal gelauscht hat, sich von seinem Tatendrang und seiner Kreativität wird anstecken lassen. Daher will ich diesen Blogeintrag auch mit einem Zitat beenden, nämlich einem Auszug aus Yunus? Dankesrede anlässlich der Nobelpreisverleihung 2006:

"To me poor people are like bonsai trees. When you plant the best seed of the tallest tree in a flower-pot, you get a replica of the tallest tree, only inches tall. (...) Poor people are bonsai people. There is nothing wrong in their seeds. Simply, society never gave them the base to grow on. All it needs to get the poor people out of poverty is for us to create an enabling environment for them. Once the poor can unleash their energy and creativity, poverty will disappear very quickly."

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