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Wochenrückblick: Die Taschenlampe

Manchmal weiß man gar nicht, wo man anfangen soll.

Im Zweifel öfter, als einem lieb sein kann.

Am Anfang, das ist nicht nur langweilig, sondern meistens nicht mal passend. Schließlich soll in der ersten Szene ja schon etwas Entscheidendes stecken. Ein vorausdeutendes, vielleicht ein synekdochisches Element. In der Eingangsszene sollten die ausschlaggebenden Charaktere eingeführt werden oder zumindest einer von ihnen, und es sollte um etwas gehen, was später noch wesentlich wird. Es kann nicht schaden, das generelle Thema gleich zu Beginn zu verankern. Kunstvoll und subtil etwas Alltägliches darstellen, das sich auf den großen übergeordneten Konflikt übertragen lässt, das ist sogar noch besser. Manch Dramaturg hat all das zu Lebzeiten gern ad absurdum geführt, indem er in seiner ersten Szene all das untergrub und dort Leute sich unterhalten ließ, die nie wieder auftauchten, und zwar über Fragen, die nie wieder gestellt wurden. Das konnte er sich aber nur leisten, wenn er bereits so bekannt war, dass alle wussten, dass er Ironie betrieb. So ist das leider nicht selten: Wenn der Unbekannte mit den Konventionen bricht, begeht er Fehler. Wenn der große Name es tut, ist er ein Genie.

Es lässt sich auch mittendrin beginnen, freilich. Irgendwo genau zwischen den turbulentesten Sequenzen von Akt 2 und Akt 4, irgendwo während des Mittwochs. Mit einer unscheinbaren Kleinigkeit als Ruhe vor und nach dem Sturm, was durchaus seinen kontrastierenden Wert hat. Aber es verwirrt. Glauben Sie mir, ich habe es schon versucht. Es funktioniert nur, wenn man sich zugleich auf der Metaebene darüber amüsiert, wie verwirrend es sei, mittendrin anzufangen. Dann lassen die Leute sich noch mitnehmen.

Also, was ist erfahrungsgemäß der beste Ort, der beste Zeitpunkt, an dem es anzusetzen gilt? Na klar – das Ende. Die letzten Minuten, das Schlussbild, die unwiderrufliche Endsituation. Die zeigt, was der Stand der Dinge in der Zukunft sein wird, aber nicht wie zum Teufel es dazu gekommen ist. Wirft die meisten Fragen auf und vereint oft die wertvollen Elemente von oben. Wichtige Leute, passendes Thema, häufig die treffende Location. Das Große verdichtet auf den kleinen, wegweisenden Schlusspunkt. Dort waren wir angelangt am Ende unserer Reise. Und das schien so seinen Sinn zu haben.

So habe ich in den letzten Jahren bestimmt ein Drittel aller Wochenrückblicke eröffnet. Um den Rest als erläuternde Rückblende nachzuschieben. Ich habe noch keinen adäquateren, keinen poetischeren Aufbau einer Woche gefunden. Und ich habe einige versucht.

Aber manchmal, manchmal weiß man bei all den Alternativen – Verzeihung, Varianten – gar nicht, wo man anfangen soll.

Ich führe das mal vor, und am Ende der Vorführung werde ich auf die abgelaufene Uniwoche zurückgeblickt haben.

Früher Samstagabend, 18 Uhr etwa. Es ist längst dunkel draußen. Ausnahmsweise nicht neblig. Trüb aber. Und kalt sowieso, es ist November. Na gut, könnte man einwenden, genau genommen wird es erst zehn Stunden später enden, zu zweit nach Hause gelaufen durch ein eisiges Bierstadt, in dem es zu dieser Uhrzeit noch vor ein paar Monaten bereits hell geworden wäre. Doch damit beschäftige ich mich derzeit noch nicht.

Also, Samstagabend – ich treffe auf David, der mir verrät, dass Dortmund Schalke 2:0 geschlagen hat. Normalerweise ist man in diesen Minuten zuhause, isst vielleicht gemütlich zu Abend, und schaut sich eben in der Sportschau an, dass Dortmund Schalke 2:0 geschlagen hat. Nur treffe ich nicht einfach so auf ihn, bei Rewe, um fürs Abendessen einzukaufen, oder im Bus auf dem Weg nach Hause. Nein. Ich treffe auf ihn in der Bibliothek. "Ich bin jetzt seit neun Stunden hier", meint jemand, der an mir vorbeibraust, mit einem Leipold unterm Arm, in den nächsten Read Room, wie es heißen muss. Es ist eine Atmosphäre zwischen verzweifeltem Lernwillen, der – bei den meisten zumindest – nur nach außen hin ein völlig organischer ist, und zwischen Verzweiflung ohne Lernwillen. Eine Stimmung geprägt von der gebotenen Stille in diesen Räumlichkeiten, durchsetzt von schüchternen Gesprächen, was man denn heute Abend mache. "Was hast du am Wochenende so geplant?", fragt Niklas mich. Ich kann nur den Kopf schütteln. "An welchem Wochenende?"

Viel ist nicht übrig geblieben. Auch das wird klar, während man in der nur noch halb beleuchteten Bibliothek sitzt und auf die Mainzer Straße schaut, wo die Leute nach Hause fahren, um noch halbwegs pünktlich zur Sportschau zu kommen.

Das war die Wirkung. Zu einem der neben Freitagabend heiligsten Zeitpunkte der Woche eine volle EBS.

Man hätte auch mit der Ursache eröffnen können.

Montagmorgen, 9 Uhr. Das totale Chaos. Die totale Panik. So sollte doch jede Woche beginnen. Mal wieder fühlte man sich, hier auffälliger denn je, in die Schulzeit zurückversetzt. Um genau zu sein, in ein ganz besonderes Szenario, das sich einem über die Jahre eingebrannt hat wie nur wenige andere. Das immer wiedergekehrt war, in regelmäßigen Abständen, beachtenswert verlässlich. Der ultimative Katastrophenfilm, nach dessen Wiederholung im Frühprogramm eines gefürchteten Tages, vorzugsweise eines Montags, sich die Uhr hatte stellen lassen. Man fühlte sich so ultimativ erinnert an die klassische Rückgabe einer Mathearbeit. Der Lehrer, auch wenn er mittlerweile Dozent heißt, erbost, enttäuscht ("Ihr seid hier bei Leuten, denen ihr nicht egal seid."), jeden Zuspätkommenden mit Blicken tötend. Uns ausführlich demonstrierend, was für einen Unsinn wir da fabriziert hätten, wie wenig wir ihm teils zugehört haben könnten, und wie sehr sich einige bis zum "absoluten Ernstfall" noch ins Zeug legen müssten. Es gab an diesem Montagmorgen die Probeklausur im Bürgerlichen Recht zurück.

Und die Emotionen dabei, wie angedeutet, die kannte man. Wenngleich sie in diesem nun anderen Rahmen neuerlich faszinierten. Die Spanne war weit. Es waren 14 Punkte gelungen, aber auch einer. Der Schnitt betrug 6,25. (Wobei laut des Notenspiegels, auf dem diese Zahl basierte, 95 von 88 Studenten mitgeschrieben hätten). Sven Henseler kommentierte das Ergebnis am Nachmittag mit einem aufmunternden "Das ist besser als an öffentlichen Unis". Es bedarf allerdings kaum der Erwähnung, dass das noch lang nicht zu Herrn Professor Binders Zufriedenheit gereichte. Im Gegenteil. Er wirkte aufrichtig ernüchtert und sah sich veranlasst, die folgende Besprechung in einer sogar für ihn außerordentlichen Intensität durchzuziehen. Und das obwohl ja selbst er in seiner ersten Probeklausur bekanntlich nicht über 4 Punkte hinausgekommen war. Und uns im Grunde, subtextlich, nichts anderes prophezeit hatte. Eben dazu soll die Probeklausur da gewesen sein.

Damit es am Samstagabend niemand mehr wagen sollte, Sportschau zu gucken.

Das Problem als Fußnote: Binder konnte nicht aufhören zu betonen, wie einfach die Klausur an sich gewesen sei. Und spätestens angesichts des Stellvertretungsrechts in dieser Woche scheint tatsächlich genug – um nicht zu sagen: beängstigend viel – Steigerungspotenzial noch da zu sein. Kein Wunder, dass das mit Abstand am weitesten verbreitete Ziel in den Bibliothekszimmern und auf den Fluren dieser Tage lautet: bestehen, Hauptsache bestehen.

Ich hätte freilich auch weniger dramatisch anfangen können. Um womöglich einen größeren Spannungsbogen zu schaffen. Und zwar mit einer Korrektur gegenüber dem letzten Wochenrückblick. Da hatte ich mich ja im Rahmen des Trends der Stundenplanoptimierung über die etwas inkonsequente Aufteilung der Vorlesungsgruppen ausgelassen. Nun saß ich am Montagnachmittag, so wie sich das gehört, in der Bibliothek. Und neben mir David. Dem ich als einem meiner aktivsten Leser verraten hatte, dass der neuste Bericht schon draußen sei und er ihn durchaus beeinflusst habe. So las er also fleißig den "Ratschlag, der sich selbst zerstört". Und sprach mich zwischendrin an. "Der Cut zwischen den Gruppen ist übrigens bei Pa". Er nannte Christopher Park als Beispiel. (Der damals, an diesem berühmten Montagmorgen, an dem ich mich so irritiert inmitten von Leuten am Anfang des Alphabets wiedergefunden hatte, ironischerweise derjenige gewesen war, der mich anhand seines Nachnamens noch mehr verwirrt hatte). Ich überlegte kurz. Doch ehe ich gegenargumentieren konnte, ergänzte David: "Und Max Wegmann hat gewechselt. Eigentlich wäre Sindy Martin noch bei uns. Aber die beiden haben getauscht."

Hm. Damit blieb nur noch ich. Der mit dem spät abgegebenen Vertrag.

Und wir wären interessanterweise irgendwie wieder beim Thema der zweiten Woche. Dabei, dass "vieles im Leben mehr Sinn ergibt, als wir wahrnehmen".

Nur gewöhnt man sich Misstrauen nun mal leichter an als Vertrauen.

So sei das wenigstens klargestellt.

Mit dem Montagabend hätte ich wohl keinen eindringlichen Einstieg gefunden. Sven vertrat Herrn Professor Haft in der Methodenlehre, indem er uns ein paar gewohnt fachliche Tipps zum Thema Hausarbeit im Strafrecht vermittelte, die wir in den Weihnachtsferien sicherlich werden gebrauchen können. Zur nötigen Unterhaltung dienten unter anderem die längst liebgewonnen Charaktere Kevin, Doc und John Doe im entsponnenen Beispielfall. Bei allem Wert der Veranstaltung gab sie allerdings – als eine der wenigen Szenen der Woche – keinen Stoff für einen Anfang her. Erwähnt hätte ich sie natürlich trotzdem.

Anders der Mittwochmorgen. Wieder bei Sven, diesmal die altbewährte AG. Eine Version, die einerseits den gesamten Rückblick unter eine schöne Symbolik gesetzt, andererseits aber den Sinn der Überschrift sofort verraten hätte. Und ich tendiere eigentlich schon seit Längerem dazu, mir diese Enthüllung für die letzten paar Absätze aufzuheben. Doch man kann ja mit allen Konventionen brechen. Die Frage ist nur, wie die Menschen das beurteilen.

In den regulären neunzig Minuten ging es um den Versuch. Der eine oder andere wollte zwar im Rahmen des vorliegenden Falls umgehend auf den Abbruch des Versuchs hinaus; aber damit waren wir unserer Zeit voraus. Als wir erfuhren, dass es erst mal darum geht, das Losfeuern einer Rakete auf ein Wohnzimmer und das Umlenken kurz vor Zieleinkunft überhaupt als Versuchsstadium zu identifizieren, wurde es eine vergleichsweise leichte AG-Stunde.

Die entscheidende Metapher folgte erst nach der letzten Folie. Christian in Reihe eins kam, da war bereits auf die Tische geklopft worden, mit AG-Leiter Sven über das Bürgerliche Recht ins Gespräch, vermutlich noch immer aufgrund der Klausur, die zweifellos ihre Spuren hinterlassen hatte. Beim Rausgehen hörte ich noch kurz mit. Offenbar hatte sich Christian über die Unübersichtlichkeit des Gebiets zu Beginn des Studiums beklagt. Wo Sven als leidenschaftlicher Strafrechtler nur zustimmen konnte. "BGB ist für euch im Moment wie eine Taschenlampe in einem großen dunklen Raum", war seine unheimlich akkurate Allegorie. "Ihr habt nur die Lampe. Ansonsten seht ihr nichts. Und könnt nur hoffen, dass da, wo ihr gerade hin leuchtet, wirklich genug Licht ist."

Und wann hat man schon genug Licht? Selbst Goethe hat noch mehr gefordert.

Wiederum bringt mich dieser Begriff zu einem anderen Vorschlag.

"Das war die neuste Trainingseinheit für Ihren Verstand. Vielen Dank."

So schloss Herr Professor Binder seine Vorlesung am Mittwochvormittag. Es war also zum einen ein Ende, zum anderen mitten im dritten Akt und darüber hinaus kam es mir bekannt vor. Hätte eine unmittelbare Verbindung zur Vorwoche hergestellt. Kant und Orientierung und so fort. Davon abgesehen, dass es den Charakter dieser sechs Tage passend wiedergegeben hätte.

Der Mittwochabend wäre ein ähnlicher Auftakt wie der Samstagabend gewesen, nur nicht ganz so eindrucksvoll. Auch wenn ich schon da schwer überrascht war. Als ich nach Englisch, lange nach Sonnenuntergang wie immer, noch kurzerhand beschloss, mich in der nun hier schon viel zu oft erwähnten Bibliothek zu verkriechen. Wenigstens um das Gewissen zu beruhigen. Das augenblicklich zu einem schlechten wurden, als ich ankam und kaum einen freien Raum fand.

Was nicht zuletzt mal wieder die Frage aufwarf, wie das eigentlich mit einem zweiten und einem dritten Jahrgang bei uns werden soll.

Als ich zwei Stunden später ging, sagte ich noch "Gute Nacht" zu Christopher und nahm die letzte 37.

Tags darauf ließ sich dementsprechend fragen: "Und, wie lang wart ihr noch gestern noch da?" Und das ist jeher eine Frage, gewohnt aus einem völlig anderen Kontext. Bezogen auf gewichtige Wochenendabende, an denen man dann doch irgendwann müde geworden ist und im Morgengrauen nach Hause gelaufen, während die anderen noch geblieben sind, wachgehalten von einer bestimmten Person, einer Hoffnung, einem Gefühl oder etwas anderem, ob mit oder ohne Filmriss. Und nun stellte sich diese Frage an einem Donnerstagmorgen. Das hätte geschickt falsche Schlüsse beim mitdenkenden Leser provoziert, und ich hätte ihn mit den wahren Hintergründen, einer abendlichen Bibliotheksession, überraschen können. Das schien mir aber als Einstieg fast zu tragisch.

Ich kann in diesem Zusammenhang nur meine Erinnerung an die Rede meiner Mitschülerin auf unserem Abiball erneuern. Leben. Für mehr habe ich keine Zeit.

Donnerstagabend wäre ein anderer Ansatz gewesen. Drei Stunden BGB-AG, einmal nachholen von letzter Woche bitte. Bis 20 Uhr. Ein Fall um Mietverträge. Die wir noch nie hatten. Irgendwann gegen Ende meldete sich Christian und fragte, ob wir denn für die Klausur Fälle wie diesen lösen können müssten. "Keine Angst", versuchte Herr Schmidt-Nentwig ihn zu beruhigen. "Da werden nur Sachen drankommen, die ihr schon hattet." Dennoch musste Christian anmerken: "Ich finde nämlich, BGB ist so, als hätte man eine Taschenlampe in einem großen dunklen Raum, und nur an einer Stelle wäre ein bisschen Licht."

Was die Woche zwar ebenfalls prägte, ohne jedoch eine Grundlage für eine allgemeingültige Erkenntnis zu liefern – was ich also auf jeden Fall untergebracht hätte, nicht aber als Eröffnung, das waren die BWL-Vorlesungen der zweiten Wochenhälfte.

Herr Professor Tunder gelang es dabei mit seiner mitreißenden Art, das sehr gute Bild der Business-School-entsandten Gastdozenten bei uns zu komplettieren. Er baute es mit seiner Alltagsnähe und seiner atypischen Art, Geschichten zu erzählen, sogar noch aus, wenn man ehrlich ist. Seine Affinität zu aus dem Leben gegriffenem Humor, auch à la "Bitte nicht die Frauenbeauftragte benachrichtigen", war – vor allem inmitten all der Grundsätze zur Vollmacht und zur Gesamtbetrachtungslehre des Versuchs – so erfrischend, dass selbst die Kommilitoninnen am Ende applaudierten, nicht nur klopften. Ich muss zugeben, dass ich mich beim Blick auf den Stundenplan die gesamte Woche lang schwergetan hatte, mich mit der Vorstellung von fünf Stunden BWL am Freitagmorgen ab 8 Uhr anzufreunden. Dann kam am Donnerstagnachmittag Herr Professor Tunder für seine erste Vorlesung. Stellte sich vorne hin, nahm alle paar Sätze einen Schluck Kaffee, und beschrieb den Ablauf einer Bang-&Olufsen-Anlagen-Einweihungsparty oder des Aufbauversuchs eines Billy-Regals (samstagabends, wenn der Mann eigentlich Sportschau gucken will!). Und auf einmal freute ich mich auf die volle Dosis am Tag darauf.

Wenn der "Dominanzanspruch des Marketings", Tunders Fach, nur genauso Realität wäre, wie er theoretisch vorhanden ist. Die Schlussstory, wie ein Mercedes-Fahrer mithilfe seines Nachbarn dazu gebracht wird, dass sein nächstes Auto ein BMW wird, war so eine Anekdote, die ich übers Studium hinaus nicht vergessen dürfte.

Da konnte allenfalls Herr Professor Hafts Fortsetzungsgeschichte von der hässlichen Bar im Keller des Bundestags mithalten.

Es sei bei alldem aber nicht unter den Scheffel gestellt, dass auch Herr Professor Dechow am Samstag, einem nicht unbedingt glücklichen Termin fürs Lernen und Lehren, trotz aller Zahlen etwas aussprach, wozu man nur anerkennend nicken konnte. Sein pathetisches Schlusswort – und bei mir ist pathetisch ein extrem positiv besetztes Adjektiv – blieb in Erinnerung. "Außenstehende glauben immer, Rechnungswesen sei objektiv." Er hatte uns gerade die verschiedenen Rechenansätze vorgestellt, die alle zu anderen Ergebnissen führen. "Das ist es aber nicht. Es gibt so viele Schwerpunkte, die man setzen kann. Je nach Philosophie des Unternehmens. Doch so was wie ein richtiger Weg ist noch lange nicht gefunden. Es werden noch immer so viele Fehler gemacht beim Risiko-Management. Und hier kommen wir zu einem der großen Ziele der EBS. Denn wir BWLer, wir haben bis heute noch keine Möglichkeit gefunden, die alles unter einen Hut bringt. Und ihr Juristen habt sie auch noch nicht gefunden. Wir haben jetzt aber die Hoffnung, dass wir sie gemeinsam finden können."

Ich hätte auch damit beginnen können.

Aber was soll’s.

Ich wusste nun mal nicht, wo.

Nächste Woche quasi Finale. Die zehnte und letzte Vorlesungswoche dieses ersten Trimesters unseres Studentenlebens. Mit Jura gedrängt auf drei Tage und dann mit dem Planspiel.

Dann Klausuren. BWL, Methodenlehre, BGB. Das richtige Finale wohl.

Irgendwann diese Woche stand auf einmal ein Weihnachtsbaum im unserem Foyer.

Besinnlich wird es deshalb nicht werden bis zum großen 13.Dezember. Ganz und gar nicht. Noch weniger als einst in der Schule immer vor Weihnachten.

Wie enden Geschichten, von denen man nicht wusste, womit man sie denn eröffnen sollte?

Am Freitag hat es zum ersten Mal seit sieben Wochen wieder geregnet.

Ein nebliger November zählt seine letzten Tage. Er stand dem Oktober, einen Monat am Limit, im Grunde in nichts nach. Vielmehr vermischte er das neue Leben ohne Pause mit alten Elementen, von denen man fast vergessen hatte, wie sie sich anfühlten.

Wir könnten unseren Atem sehen. Kalt genug wäre es. Aber dazu bräuchten wir eine Sekunde, zum Atmen.

Es gilt nun vor allem die Taschenlampe nicht zu verlieren. Denn ohne sie wird es völlig dunkel werden. Gar keine Orientierung mehr. Die wenigsten haben Streichhölzer mit sich.

Also gilt es die Lampe gut festzuhalten. So gut es geht. Geradeaus zu leuchten, weiterzugehen ins Ungewisse. Und zu hoffen, dass die Batterien halten.

Irgendwo wird schon der Lichtschalter sein.

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